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3 Dinge, die dein (zukünftiges) Studio haben sollte

Wer ernsthaft trainiert, der kommt selten drum herum dann und wann ein Studio aufzusuchen. Selbst wenn du überwiegend daheim trainieren solltest, kann es sinnvoll sein sich eine Studiomitgliedschaft zu besorgen, z.B. um ein wenig Abwechslung in den drögen Trainingsalltag zu bringen, neues Equipment (und damit neue Wachstumsreize) zu erproben oder einfach nur mit ein paar Gleichgesinnten Eisenbiegern in Kontakt zu treten. Es gibt nur wenige Athleten, die während ihrer gesamten Kraftsportkarriere niemals an einem öffentlichen Ort trainiert haben – das kann natürlich ein kommerzielles Studio sein, eine private Pumperbude oder eben auch ein echter Kraftsportverein, wo nicht nur herumgespielt, sondern ernsthaft trainiert wird. Die Wahl des richtigen Studios ist sehr wichtig und kann mitunter deine Fortschritte stark beeinflussen. Du kannst noch so motiviert und engagiert sein:
  • - Wenn die Trainer keine Ahnung von dem Metier haben, dann können sie dir nicht die richtigen Übungen und Techniken zeigen. Auch wenn du das Gefühl hast, dass die Trainingspläne nach Schema F konstruiert werden und deinen persönlichen Zielen zuwiderlaufen, solltest du dich fragen, ob man dich ernst nimmt und deine Wünsche ins Kalkül aufgenommen hat (und dich nicht nur „beschäftigen“ möchte).
  • - Vielleicht kennst du dich aber auch schon sehr gut aus und weißt, wie der Hase läuft. Es gibt in diesem Fall nichts motivierendes, als wenn jemand sein Know-How nutzen möchte, aber die entsprechenden Geräte und Gewichte im Studio Mangelware sind.
  • - Schließlich stellt das Studio auch einen sozialen Treffpunkt dar und auch wenn du eigentlich nur zum Training herkommst, wirst du dich dann und wann nicht darum drücken können, zu kommunizieren. Unfreundliches und patziges Personal und Mitglieder, die sich so aufführen, als würde ihnen der Laden gehören, können deine Konzentration und Trainingslust rasch schmälern, so dass du nur ungerne dort trainierst.
Das alles sind Faktoren, auf die wir jetzt ein wenig näher eingehen sollten.

Punkt #1: Qualifizierte Trainer

„Natürlich,“ wirst du dir denken, „die Leute, die hier arbeiten sind ausgebildete Trainer und verstehen was von ihrem Business – schließlich verdienen sie damit ihre Brötchen.“ Richtig? Falsch. Ohne jetzt sämtliches Personal über einen Haufen zu kämmen, kann ich dir aus Erfahrung sagen, dass es sehr viele Trainer (vor allem in kommerziellen Einrichtungen) gibt, die zwar eine Ahnung davon haben, wie sie einen Shake im System verbuchen oder eine Bestellung bei Weider aufgeben, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie auch im praktischen Bereich Kompetenz besitzen. Ausgehängte Zertifikate und Fortbildungsbelege künden zwar davon, dass in Theorie und Praxis etwas getan wird, um das Personal weiterzubilden, aber leider macht das leider nicht jemanden zu einem guten Lehrmeister. In der Regel kannst du die Kompetenz eines Trainers sehr schnell evaluieren, wenn du dir einige Minuten Zeit nimmst und ihn in ein Gespräch verwickelst. Am besten recherchierst du ein paar der gängigen Mythen im Kraftsport und Bodybuilding, um zu überprüfen, ob sich der Trainer deiner Wahl auf dem aktuellen Wissensstand befindet oder eher auf Broscience verlässt.
  • - Sollten Frauen anders trainieren als Männer? Wenn er ja sagt, dann such dir einen anderen.
  • - Muss man zum Abnehmen Cardiotraining betreiben oder in der „Fettverbrennungszone“ bleiben? Wenn er ja sagt, dann such dir einen anderen.
  • - Sind Übungen wie Kreuzheben und Kniebeugen sinnvoll, wenn man ansonsten keine körperlichen Einschränkungen hat? Wenn er nein sagt, dann such dir einen anderen.
  • - Ist Maschinentraining oder Freihanteltraining zu bevorzugen? Wenn er ohne zu Zögern für Maschinentraining optiert, dann such dir einen anderen (es sei denn, er liefert eine gute Begründung, etwa wenn man als Reha-Patient ins Gym kommt)
Du solltest nicht den Fehler machen und das Know-How einer Person nur nach ihrer Optik bewerten (auch wenn dies – zugegebenermaßen – ein gutes erstes Indiz ist). Einer der heute berühmtesten und besten Coaches, Mark Rippetoe – Autor von Starting Strength und Koryphäe im Trainingsbereich, sagte einst:
„Mediocre athletes that tried like hell to get good are the best coaches.“
Rippetoe Zu Deutsch heißt dass so viel wie: “Mittelmäßige Sportler, die mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften versucht haben gut zu werden, sind die besten Trainier.“ Wer der Beste werden will, der probiert viel aus, bildet sich weiter, liest und lernt. Er ist zwar vielleicht in der Praxis nicht das Wundertalent, aber seine Ratschläge und Tipps sind pures Gold wert. Oftmals sind es die Trainer selbst, die sich in ihrer athletischen Karriere behindern, weil sie sich nicht an ihre eigenen Vorgaben halten können. Aus diesem Grund findet ihr selbst auch viele Coaches mit gutem (oder weniger gutem) Body, die sich in die Hände eines anderen Profis gegeben, weil dieser eine gewisse Objektivität wahren kann. Ganz so, wie ein Boxtrainer vermutlich selbst nie 2 Minuten im Ring gegen den Herausforderer bestehen würde, so muss auch der Studiotrainer nicht gebaut sein wie Arnold Schwarzenegger. Wenn er allerdings einen guten Körper aufweist und dann auch noch in dem was er sagt kongruent und versiert wirkt, dann könnte dies genau der Mann sein, nach dem du suchst. Im Optimum brennt der Coach genauso für den Sport wie du und du siehst den Glanz in seinen Augen, wenn ihn jemand zu einer trainings- oder ernährungsspezifischen Frage anspricht. Gute Trainer geben nämlich ihr Wissen gerne weiter, um anderen zu helfen. Ein guter Trainer trainiert im Regelfall auch selbst und kennt sich in seinem Studio aus, wie in seiner Westentasche. Dies ist leider nicht die Regel und es gibt sehr viel Personal, welches eher aus der kaufmännischen Richtung kommt: Sie haben die Grundzüge von Training und Ernährung gelernt, interessieren sich aber selbst wenig für den Sport. Diese Jungs und Mädels können dir vielleicht etwas über Rechnungswesen erzählen, aber ihr Know-How geht selten über die Inhalte, die in Schule und Akademie gelehrt werden, hinaus. Last but not least: Mache nicht den Fehler und gehe davon aus, dass jeder, der im Studio arbeitet, zum Fachpersonal gehört. Sehr oft wird auf günstige Kräfte, etwa Azubis oder Praktikanten, zurückgegriffen, die dann den Anschein erwecken, als hätten sie eine entsprechende Ausbildung durchlaufen - das beruhigt den Kunden. Es gibt natürlich viele Autodidakten im Fitnessbereich, aber wer mit Personal Training gegen Entgelt seine Brötchen verdient, der wird auch die entsprechenden Zertifikate vorweisen können. Das ist zwar kein Garant für einen guten Trainer, aber es zeigt zumindest, dass eine gewisse Eigeninitiative dahinersteht.

Punkt #2: Vernünftiges Equipment

RackDu willst ernsthaft trainieren und schreibst dich frohen Mutes für 1 Jahr in einem Studio ein, ohne vorher einmal darin trainiert zu haben – mächtig großer Fehler! Du solltest unter keinen Umständen sofort einen Vertrag unterschreiben, wenn du nicht mindestens einmal (und dann am besten zur Montags zur Prime-Time um 17-19 Uhr) dort trainiert hast. Selbst wenn du eher der Typ bist, der sein Workout morgens absolviert und gar nicht in die Verlegenheit kommst, sich abends mit den restlichen Mitgliedern um die Geräte zu beulen, macht das Sinn. Zuerst einmal kann es immer mal wieder vorkommen, dass du dein Workout auf einen anderen Tageszeitpunkt verschieben musst und dann weißt du zumindest worauf du dich einlässt. Du siehst, welche Geräte in welcher Menge vorhanden sind und ob ein problemloses, auf deine Ziele ausgerichtetes, Training überhaupt möglich ist. Nichts ist ärgerlicher, als nach der Unterzeichnung des Vertrages festzustellen, dass das Gym nur über eine Langhantel verfügt. (Schon gesehen!) Es zeugt auch nicht von einem guten Studio, wenn man vergeblich nach einem Rack sucht – eins sollte mindestens vorhanden sein. Zwei oder drei sind besser! Und selbst wenn du bisher noch nichts mit Kurzhanteln jenseits der 30kg Marke anfangen kannst, so solltest du stets bedenken, dass du ziemlich schnell stärker wirst, wenn du richtig trainierst. Hängst du erst für ein oder zwei Jahre in einem Studio fest, bei dem die Kurzhanteln ein ernstzunehmendes Limit darstellen, dann nimmt das sehr schnell den Spaß am Training. In den meisten Studios ist die Cardio-Ecke gut ausgestattet, aber bei den richtig interessanten Dingen, nämlich dem Freihantelbereich, wird großzügig gespart. Warum? Weil man keine ernsthaft-trainierenden Athleten anlocken möchte, die wohlmöglich das typische Studioklientel bei ihrem Wischi-Waschi-Training verunsichern und ihnen knallhart aufzeigen, dass sie dort nur ihre Zeit verschwenden. Auf die Spitze getrieben haben das mal wieder die Amis. (Stichwort: Planet Fitness) Es ist okay, wenn das Gym keine reine Kraftbude ist, aber wenn du ständig das Gefühl hast, dass dir die Trainer hinterherspionieren nur um dir dann eins reinzuwürgen, weil du das tust, wozu ein Studio eigentlich da sein sollte, dann bist du im falschen Laden.

Punkt #3: Kameradschaft

GoldsGymAh – hier kommen wir wieder zu der sozialen Komponente des Studios. An dieser Stelle muss ich auch mal ein paar anekdotische Worte verlieren: Mittlerweile habe ich in einigen Studios – darunter auch Fitnessketten – trainiert. Zuerst einmal bleibt zu sagen, dass es in der Natur der Sache liegt, dass du mit zunehmender Verweildauer in einem Studio das Personal und die übrigen Studiomitglieder kennenlernen wirst. Natürlich steht das Training im Vordergrund und wenn gepumpt wird, dann wird gepumpt und nicht palavert. Zeit um sich zu unterhalten hat man vor bzw. nach dem Training. Wenn du selbst du denjenigen gehörst, die ernsthaft trainieren und stets auf der Suche nach einem „perfekten Workout“ sind, dann wirst du mit der Zeit Gleichgesinnte treffen. Du wirst vielleicht stets dieselben Leute sehen, die genauso hart ackern wie du und mit denen du dich instinktiv verbundener fühlst, als mit allen anderen. Daraus kann nicht nur eine Bekanntschaft erwachsen, die über das übliche Kopfnicken zur Begrüßung hinausgeht, sondern du kannst hier tatsächlich auch zukünftige Freunde und Trainingspartner kennenlernen, die den Sport genauso wertschätzen wie du! In meinem Auslandsstudium trainierte ich eine Zeitlang in Polen und ich muss ehrlich zugeben, dass mich die dortige Kameradschaft sehr begeistert hat. Hier kommen die Leute in den Kraftraum und begrüßen sich noch per Handschlag – egal ob man denjenigen kennt oder nicht. Und wenn das Training beendet ist, dann verabschiedet man sich von den Leuten ebenso. In den meisten deutschen kommerziellen Studios sucht man so etwas vergebens! Da freut man sich schon, wenn die Leute einen überhaupt ansehen oder mal ein „Moin“ fallen lassen – und selbst dazu sind sich manche Leute zu fein. Es ist zu verstehen, dass viele Leute ins Studio kommen, um zu trainieren und nicht um sich mit anderen zu unterhalten – absolut legitim. Aber wer schon einmal so etwas wie eine tiefergehende Kameradschaft unter gleichgesinnten Eisenschubsern erlebt hat, der kann nachvollziehen wie unglaublich geil so etwas ist – und dann kann man auch nachvollziehen, wie sich Arnold und Co. zu ihrer Zeit in Venice Beach gefühlt haben mussten, als die Kameradschaft im Studio so sehr dazu gehörte wie die Curls für den Bizeps. Es ist natürlich klar, dass man diesen Aspekt nicht nach wenigen Studioaufenthalten einschätzen kann. Wie ich bereits gesagt habe finden sich die Gleichgesinnten mit zunehmender Dauer. Wer im Studio trainiert, der beobachtet auch – bewusst oder unbewusst – sein Gegenüber. Und wenn man dann sieht, dass der andere ebenso ernsthaft und ambitioniert das Eisen biegt, dann erzeugt dies eine gewisse Art von Respekt und Anerkennung, aus der irgendwann viel mehr werden kann, als nur eine flüchtige Bekanntschaft – nämlich die Bruderschaft des Kraftsports.

Abschließende Worte

Studios gibt es wie Sand am Meer, aber nur die wenigsten vereinen all die Komponenten, die zur einer optimalen Trainingserfahrung führen. Kompetente Trainier, die selbst leidenschaftlich trainieren, ein vernünftig ausgestattetes und vielseitiges Studio und nicht zuletzt auch eine entsprechende Verbundenheit zwischen Trainern und Studiomitgliedern sind das Herz und die Seele eines Studios, in das man gerne geht – nicht nur zum Trainieren, sondern um sich auch mit Gleichgesinnten auszutauschen und Spaß zu haben. Das ist richtiges Kraftsportfeeling, welches man am eigenen Leib erlebt haben muss.
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