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3 Dinge die du über die Einnahme von Ibuprofen wissen sollest

Jeder der schon einmal eine leichte Sportverletzung hatte und damit beim Arzt war, kennt Ibuprofen. Das Medikament zählt zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NAIDs) und wird für die Behandlung von Entzündungen und Schmerzen aber auch Fieber eingesetzt. Ibuprofen hemmt sog. Cyclooxygenasen (COX-1 und COX-2) und sorgt somit für ein niedrigeres Aufkommen entzündungs- und schmerzvermittelnder Prostaglandine. Neben diesen Eigenschaften weiß man, dass Ibuprofen die Schleimproduktion im Magen hemmt und so bei dauerhaftem Konsum die Ursache für Schäden der Magenschleimhaut sein kann. Im Plasma beträgt die Halbwertszeit 2-3 Stunden. Während 200-400mg Ibuprofen Schmerzen und Fieber senken, sorgen erst Dosierungen von 800mg für eine zusätzlich entzündungshemmende Wirkung. Zwei Drittel des eingenommenen Ibuprofens werden als inaktive Metabolite über die Nieren ein weiteres Drittel über die Leber ausgeschieden, weshalb die Einnahme bei bestehenden Funktionsstörungen der Leber und Nieren kontrainduziert ist.

1. Ibuprofen erhöht das Risiko auf Sportverletzungen

Das gefährliche Spiel mit COX-1 und COX-2 stellt natürlich eine gewisse Verlockung dar wenn es darum geht, leichte Anzeichen einer Sportverletzung aus dem Weg zu räumen um trotzdem ein schmerzfreies Workout ableisten zu können. Wenn es nur leicht zwickt denkt man in der Regel nicht daran, das Training ausfallen zu lassen. Viel einfacher als das ist es doch, den Schmerzreiz mit der Einnahme einer Einmaldosis Ibuprofen zu überdecken. Welche Gefahr sich dahinter versteckt leuchtet eigentlich erst ein wenn man weiß, was genau  Ibuprofen macht. Im Prinzip kann man die Wirkung mit der von Aspirin auf Kopfschmerzen vergleichen.  Aspirin vertreibt Kopfschmerz, löst aber nicht die Ursache. Wer regelmäßig oder bei leichten akuten Beschwerden des Bewegungsapparates zu Ibuprofen greift, riskiert damit einen wahrscheinlicheren Eintritt einer echten Sportverletzung mit einem echten Trainingsausfall. Mit einer chronischen Einnahme von Ibuprofen steigt zudem das Risiko eines Übertrainings. Fazit Nur weil Ibuprofen den Schmerz verschwinden lässt bedeutet das nicht, dass es geschwächte oder beschädigte Strukturen repariert, darum Vorsicht bei der Einnahme

2. Positiver Einfluss von Ibuprofen auf Hypertrophie und Muskelkraft nicht zweifelsfrei belegt

Wenn gleich es einige Hinweise auf positive Effekt von Ibuprofen auf Muskelhypertrophie und Muskelkraft vor allem bei Best-Agern gibt, kommt eine Studie aus 2008 an 12 Männern und 6 Frauen mit dem Titel: „The effects of ibuprofen on muscle hypertrophy, strength, and soreness during resistance training“ zu dem Ergebnis, dass mit einer Einnahme von 400mg Ibuprofen im Vergleich zu einer Placebogruppe nach einem Widerstandstraining keinerlei signifikante positive Effekte auf Muskelwachstum und Kraft zu verzeichnen sind. Auch ein Einfluss auf die Ausprägung von Muskelkater konnte in besagter Studie nicht nachgewiesen werden. Fazit Angesichts der wackligen Datenlage und der doch erheblichen Nebenwirkungen sollte man auf Ibuprofen als Muskelwachstums-Turbo tunlichst verzichten

3. Ibuprofen kann in Verbindung mit Sport Entzündungswerte sogar verstärken

Eine weitere interessante Studie an Läufern offenbart den Einfluss von Ibuprofen in Wettkampfsituationen auf Entzündungsmarker. Die getesteten Läufer wurden hierzu in drei Gruppen aufgeteilt, Gruppe 1 ohne Ibuprofen, Gruppe 2 mit je 600mg Ibuprofen einen Tag vor und am Tag eines Laufes und Gruppe 3 mit 1200mg Ibuprofen einen Tag vor und am Tag eines Laufes. Im Ergebnis konnten bei beiden Ibuprofen-Gruppen erhöhte Werte bei Entzündungsmarkern wie C-reaktives-Protein, sowie Zytokinen festgestellt werden, was auf ausgeprägtere Muskelschäden hindeutet. Für Creatin-Kinase ergaben sich keine signifikanten Veränderungen ebenso konnten weder Veränderungen bei Laufzeiten oder Unterschiede der tatsächlich wahrgenommenen Belastung belegt werden. Interessant ist besonders für Ausdauersportler, dass in Verbindung mit der Einnahme von Ibuprofen aufgrund einer veränderten Nierenfunktion das Risiko für eine Hyponatriämie unter körperlicher Anstrengung steigt. Fazit Der dauerhafte oder akute Einsatz von Ibuprofen für sportliche Leistungen verspricht keine wirklichen Vorteile im Hinblick auf weniger entzündliche Vorgänge oder die Leistungsfähigkeit im Ausdauersport

Resümee

Der Einsatz von Ibuprofen im Sport ist ein wages Spiel mit dem Feuer von dem man sich nicht zwangsläufig Vorteile versprechen sollte

Quellen

Donnelly AE, Maughan RJ, Whiting PH. Effects of ibuprofen on exercise-induced muscle soreness and indices of muscle damage Rahnama N, Rahmani-Nia F, Ebrahim K. The isolated and combined effects of selected physical activity and ibuprofen on delayed-onset muscle soreness. Journal of Sports Science. 2005 Aug; 23(8): 843-50 Wharam PC, Speedy DB, Noakes TD, Thompson JM, Reid SA, Holtzhausen LM. NSAID use increases the risk of developing hyponatremia during an Ironman triathlon. Medicine and Science Sports and Exercise. 2006 Apr; 38(4): 618-22 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18461099
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