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5 Kriterien um einen guten Personal-Trainer (PT) zu erkennen

Der Boom in der Fitnessindustrie ist seit vielen Jahren ungebrochen. Die Leute rennen in die Studios, schließen Mitgliedschaften ab und stürzen sich in ihre Trainingspläne in der Hoffnung, dass ihr Körper nach wenigen Monaten schlank wie eine Gazelle, so stark wie ein Ochse und so muskulös wie der gute alte Arni in seiner Hochphase, aussieht. Zu Beginn reicht es vielleicht noch aus, wenn der Kumpel oder die beste Freundin, welche beide schon einige Jahre an Trainingserfahrung haben, den individuellen Trainingsplan ausgestalten. Vielleicht hilft euch der angestellte (und hoffentlich ausgebildete) Trainer im örtlichen Gym bei der Erstellung eines strukturierten und durchdachten Workouts. Ambitionierte Athleten informieren sich dagegen auf eigene Faust, etwa in dem sie einschlägige Bücher wälzen oder das Internet bemühen, um in mühevoller Kleinarbeit einen eigenen Plan zu entwerfen. Alle drei Ansätze haben eines gemeinsam: Sie funktionieren und reichen oftmals für die ersten Monate und Jahre aus, um adäquate Fortschritte in Sachen Körperfettreduktion, Muskelaufbau und Steigerung der Fitness zu erzielen. Doch mit zunehmender Trainingserfahrung ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Fortschritte stagnieren und man ein sogenanntes „Plateau“ erreicht. Hier hilft nur Umdenken: das Setzen neuer Reize und die Inkorporation einer neuen Trainingsroutine bzw. die weitere Optimierung der Ernährung und Regeneration werden obligatorisch. Egal ob es darum geht neue sinnvolle Ratschläge für den weiteren Trainingsverlauf zu erhalten, einen generellen Formcheck durchzuführen oder die Wettkampfbühne zu stürmen: Für einige Athleten und Fitnesssportler kann das Engagieren eines professionellen Trainers sinnvoll sein. Ein Personal Trainer, kurz „PT“ genannt, der auf eine langjährige Coaching-Erfahrung zurückblickt, ein breites Spektrum von Trainingsmethoden kennt und in der Lage ist einen objektiven Standpunkt zu wahren, kann das entscheidende Zünglein an der Waage sein, welches über weitere Fortschritte oder ein mehrmonatiges Plateau entscheidet. Das Problem? Mittlerweile gibt es PTs wie Sand am Meer und nicht alle von ihnen sind das Geld wert. Doch worauf sollte man beim Aussortieren am besten achten? Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Trainer? Hier sind einige Kriterien, die ihr zunächst in Augenschein nehmen solltet.

Punkt #1: Gute Referenzen

Der erste Punkt mag vielleicht für viele Athleten und Fitnessbegeisterte auch der intuitiv Sinnvollste sein: Einen guten Trainer erkannt man an seinen Klienten! Vielleicht verfügt ihr über Freunde und Bekannte, die bereits mit einem Coach zusammengearbeitet haben und euch in der Folge darüber Auskunft geben können, ob der Trainer etwas taugt oder ob das Geld woanders besser angelegt ist. Solltet ihr über keine derartigen Bekanntschaften verfügen, so ist das Internet der richtige Ort, um weitere Nachforschungen anzustellen. Heutzutage verfügen viele Personal Trainer über eine eigene Homepage, auf der ihr nicht nur das verfügbare Angebot abrufen, sondern euch auch gleichzeitig über die damit verbundenen Preise – und vor allem die vorhandenen Referenzen – informieren könnt. Ein guter Trainer findet immer jemanden, der sich für ihn ausspricht und seine Expertise bestätigt. Das Stichwort, worauf es hier jedoch hauptsächlich ankommt, lautet „langfristiger Erfolg.“ Hierzu solltet ihr auch die Trainingserfahrung des Klienten ins Kalkül aufnehmen. Es gehört dank des legendären „Anfängerbonuses“ nicht viel dazu einen Trainingsanfänger zu transformieren. Gerade dann, wenn ihr selbst schon länger im Business seid und bereits einiges an Erfahrung in Sachen Training, Ernährung und Regeneration kann es sehr wohl schnell passieren, dass euch der Trainer nur wenig Neues beibringen kann. Die wahre Herausforderung eines Trainers besteht nämlich darin auch einem alten Hasen noch was beizubringen - was konkret nichts anderes heißt: Wenn ein Trainer selbst bei einem fortgeschrittenen Bodybuilder oder Athleten ansehnliche Ergebnisse erzielt, dann ist das genau euer Mann.

Punkt #2: Hervorragende Mentoren

Das oben genannte Spiel der guten Referenzen hin zur Klientenseite kann man auch rückwärts spielen, nämlich wenn es darum geht zu schauen bei wem der Coach in die Lehre gegangen ist. Wer sind seine Mentoren? Wer sind die geistigen Väter seiner Trainingsphilosophie? Zugegeben, dieser Punkt mag vielleicht mehr auf asiatische und amerikanische Schulen zutreffen, wo der Name eines Coaches noch tatsächlich einen Stellenwert hat und Respekt hervorruft, doch auch in Deutschland gibt es einige namenhafte Trainier, die vielen Trainierenden ein Begriff sind. Zusätzlich gibt es auch eine ganze Reihe an lernwilligen Trainern, die darauf aus sind ihren Horizont zu erweitern und die zeitweilig auch ins Ausland gehen, um bei anderen erfahreneren Coaches zu lernen. Wenn ihr also die Homepage eines Trainers studiert, findet ihr vielleicht auch Bezüge zu weiteren großen Namen und falls nicht, solltet ihr in einem persönlichen Gespräch erfragen, bei wem „der Meister“ gelernt hat und was ihm die Fortbildung bei XYZ, seiner Meinung nach, tatsächlich gebracht hat und wie er das Wissen bereits einsetzen konnte. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig wie bei Karate Kid, kann sich aber als eine sehr wertvolle Information erweisen, wenn es darum geht die Fähigkeiten „des Sensei“ einzuschätzen.

Punkt #3: Zertifizierung

In diesem Punkt sollten wir uns nichts vormachen – Zertifikate sind Trumpf. Entsprechende Dokumente und Bescheinigungen zeugen von der tiefergehenden Lernbereitschaft eines Trainers und dem Willen sich fortzubilden (und vor allem auf dem neusten Stand zu halten). Zwar garantieren Zertifikate heutzutage keinen guten Trainer, da man beispielsweise für eine „typische Trainerlizenz“ lediglich ein wenig Geld, Zeit und Fleiß mitbringen muss, doch im Zweifelsfalle ist ein derartiges Dokument zumindest ein Anfang auf dem man aufbauen kann. Dennoch solltet ihr euch von einem solchen Wisch generell nicht beeindrucken lassen, da die Aussagekraft über das Know-How im besten Fall sehr wässrig ist. Als „typisch“ bezeichne ich eine solche Trainerlizenz deswegen, weil auch die meisten Trainer in Fitnessstudios über eine derartige Lizenz verfügen und wer sich schon einmal extensiv mit einem Solchen unterhalten hat, der weiß, dass das nicht automatisch bedeutet, dass derjenige (tiefergehende) Ahnung von der Materie hat. Ein wirklich guter Trainer wird euch nicht nur die A-Lizenz oder B-Lizenz zeigen können, sondern auf eine ganze Mappe an Dokumenten zurückgreifen können, an denen ihr euch gütlich sehen könnt. Informiert euch am besten über namenhafte Zertifikate (und schaut euch auch die Bedingungen an, unter denen sie vergeben werden). Ein Trainer mit eine Lizenz aus dem Jahre 1985 ist im Übrigen nicht so überzeugend, wie einer, der in regelmäßigen Abständen auf aktueller Basis zu Nachschulungen fährt und sein Wissen auffrischt. ...und wenn ihr euch schlussendlich dazu entschließt einen Coach zu engagieren, solltet ihr darauf achten, dass derjenige auch am besten Fortbildungen in den gewünschten Sparten absolviert hat. Wenn euer Ziel darin liegt mehr Muskeln aufzubauen und mit einem gut definierten Look die Bühne zu entern, dann sollte der Trainer nicht unbedingt Meister in Fango und Yoga sein. (auch wenn es nicht schaden kann)

Punkt #4: Absolviertes Studium / Beruf

(Kurze Anmerkung - Aussagekräftiger sind die Punkte 3 & 4 in Kombination mit Punkt 5.) Mit einem absolvierten Studium meine ich jetzt nicht, dass euer potenzieller Trainer einen Bachelor-/Masterabschluss in Bodybuilding haben soll, (wo muss man sich da einschreiben, bitte?) sondern viel mehr, dass ein entsprechendes Studium in bestimmten Bereichen durchaus als Komplementär zur eigentlichen Profession des Trainers gesehen werden kann. Hierzu zählen nicht nur fachspezifische Abschlüsse in Sachen Ernährungs- und Gesundheitswissenschaft, sondern auch Dinge wie Sportwissenschaft, Kinesiologie, Sportphysiologie, Biomechanik oder eine physiotherapeutische Ausbildung. Zwar kann man nicht unbedingt verlangen, dass der Trainer ein anerkannter Sportmediziner ist, doch schaden kann es im Prinzip auch nicht, schließlich kann man hier davon ausgehen, dass derjenige über ein umfassendes Wissen im Bereich der funktionalen Anatomie und Physiologie verfügt.

Punkt #5: Aussehen des Trainers

Auch der letzte Punkt auf der Agenda muss mit Vorsicht genossen werden und sollte keinesfalls als einziger Indikator für das Anheuern eines Coaches sein. Ein Trainer, der selbst Wettkampfbodybuilder war/ist, mehr als 200 Kilogramm auf der Bank drückt und sich jenseits der 300 kg im Kreuzheben bewegt, der ist ohne Frage eine Wissensinstanz, die man sich zu Nutze machen kann und sollte. Gleichzeitig bedeutet dies aber nicht, dass eine solche Person für eure eigenen Ziele der richtige Ansprechpartner ist. Ein Bodybuilder / Kraftsportler, der nach etwas aussieht, der muss nicht zwangsweise Ahnung haben von dem was er tut (auch wenn mir jetzt einige Leute widersprechen werden). Die Fähigkeit sich im Studio abzuquälen und hart ranzuklotzen, viel zu essen, intuitiv alles richtig zu machen und schließlich die erforderliche Prise an Genetik zu besitzen, haben schon so manchen Hulk hervorgebracht – doch das heißt nicht, dass sein Weg auch euer Weg ist, noch dass es besonders gesund sein muss (körperliche Verschleißerscheinungen zeigen sich auch im Verlauf mehrerer Jahrzehnte). Natürlich muss man einen gewissen Blick auf die Praktikabilität werfen. Ein Spagat zwischen Theorie und Praxis ist unabdingbar für einen guten Trainer! Er muss erkennen können, wann wissenschaftliche Hintergründe und Prinzipien greifen und wann Forschung nur im sogenannten Elfenbeinturm stattfindet (und praktisch null Relevanz hat). Ebenso sollte er im Studio „zu Hause sein“ und den Unterschied zwischen Langhantel und Kurzhantel kennen. Dieser Punkt impliziert übrigens auch, dass ein „dünner Trainer“ nicht zwangsweise ein schlechter Coach sein muss. (Hier sollten wieder die oberen Punkte, etwa Referenzen, beherzigt werden). Werft einen Blick über den Ozean hin zu den Amis, wo sich viele Menschen ein Zubrot als Trainer verdienen: Einige von ihnen sehen für Bodybuildermaßstäbe wie Hemden aus, doch das heißt nicht, dass sie nichts drauf haben. Vielleicht sehen sie sich eher in der athletischen Ecke, vielleicht streben sie einen funktionalen Körper an oder vielleicht stecken sie auch einfach nur viel Arbeit in andere Körper, ohne selbst groß zu trainieren – hier reicht auch ein Blick auf die Protegeés der Coaches, denn wenn jemand zahlreiche Champions in seinem Kader hat, muss ich kein Einstein sein um zu sehen, dass dieser Mann etwas richtig macht und anscheinend Ahnung von seinem Metier hat.

Abschließende Worte

Dieser Artikel hat euch ein paar Richtlinien an die Hand gegeben, die ihr als Auswahlkriterien bei der Wahl eures Personal Trainers anlegen könnt. Betonen möchte ich ausdrücklich, dass ein Punkt alleine für sich selbst nur wenig wert ist, wenn es darum geht die Signifikanz oder das Know-How des Trainers zu ermitteln. Ein Coach mit einem Studium kann viel theoretisches Hintergrundwissen haben und dabei null praktische Expertise aufweisen. Ein Anderer hat vielleicht ein dutzend guter Referenzen, aber sie alle stammen von Trainingsanfängern und Hausfrauen, die vorher noch niemals ein Studio von innen gesehen haben. Wären seine Erfolge auch so überwältigend, wenn er fortgeschrittene Athleten trainiert hätte? Ein dritter PT sieht aus, als ob er bereits mit der Langhantel in der Hand zur Welt gekommen ist, kann euch aber nicht einmal den Unterschied zwischen Protein, Eiweiß und Aminosäuren erklären. Er tut, was er immer getan hat und es hat für ihn funktioniert. Bedeutet dies, dass es auch bei euch wirkt, wenn ihr euch ab sofort 1 kg Fleisch am Tag reinschaufelt und auf Intensitätstechniken setzt? Nicht zwangsweise. Wenn ihr einen wirklich guten Trainer finden wollt, müsst ihr alle hier angesprochenen Punkte ins Kalkül aufnehmen und abwägen was euch wichtiger ist – lieber mehr Theorie oder lieber mehr Praxis? Habt ihr schließlich die Wahl zwischen mehreren Trainern, die über identische Charakteristika verfügen, dann sollte eure Präferenz auf denjenigen legen, der bereits eurem Wunschlook gleichkommt. Warum das, mögt ihr euch nun fragen? Ganz einfach: Dieser Mann ist bereits den Weg gegangen, der noch vor euch liegt.
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