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5 Tipps wie du von "Oldschool-Bodybuildern" noch lernen kannst!

Das Fitness-Leben ist eine Art Vererbungslehre. Natürlich gibt es immer wieder interessante neue wissenschaftliche Erkenntnisse und immer mehr theoretisch sehr gut klingende Ansätze, doch letztlich ist das Wissen auch zu einem großen Teil über Mundpropaganda entstanden. Man könnte sagen, der Buschfunk funktioniert. Die erfahrenen Sportler geben ihr praktisches Wissen an die Neulinge im Sport weiter, diese entwickeln daraus Strategien, machen ihre eigenen Erfahrungen und geben diese dann ihrerseits wieder an die nächste Generation weiter. Heute gibt es viele Hobby-Wissenschaftler im Gym-Business. Doch oftmals sind des die praktischen Ratschläge aus dem Studio selbst, die einem am meisten weiter helfen. Die wichtigsten Tipps "alter Haudegen" haben wir nun einmal zusammengetragen.

Oldschool Tipp 1: Trainiere schwer - und das oft!

Bei den Grundübungen muss ich nun im Nachhinein sagen, hatte ich recht viel Glück, da ich schnell an einen Trainer geraten bin, der mir immer wieder und wieder eingehämmert hat, wie wichtig doch Kniebeugen und Kreuzheben sind. Entsprechend habe ich schnell einen Sinn dafür entwickelt, welche Übungen mich wirklich nach vorne bringen und welche in meinem Trainingsstadium eher Zeitverschwendung sind. Und das würde ich mir gerne bei mehreren Anfängern wünschen. Denn während man im Studio wahrliche Warteschlangen an hochentwickelten Maschinen sieht, bleibt die Klimmzugstange meist leer. Leider. Doch was ich mir wirklich gewünscht hätte wäre, dass mir jemand die Wichtigkeit von ausreichender Trainingsfrequenz beigebracht hätte. Denn in meinen Augen ist das der Hauptgrund dafür, dass viele, vor allem erfahrene Sportler, auf der Stelle treten und nicht mehr nach vorne kommen. Sie trainieren einfach nicht oft genug. Nicht oft genug jeden Muskel! Vergesst separate Armtrainingseinheiten. Wenn ihr schon Langeweile habt und ins Studio kommt, dann macht etwas Nützliches! Wenn ihr schon sechsmal die Woche da seid, dann trainiert einen 2er-Split, dreimal die Woche. Aber smart, nicht einfach nur oft trainieren. Dennoch, ein gut aufgebautes und mit Bedacht durchgeführtes hochfrequentes Training wird in meinen Augen selbst den ältesten Hasen noch mal ein Stück weiter bringen.

Oldschool Tipp 2: Vergiss dein Stretching nicht!

Um ehrlich zu sein, die Wichtigkeit an seiner Mobilität zu arbeiten ist auch mir erst in den letzten Jahren bewusst geworden. Doch mit einer guten Mobilität lassen sich nicht nur Technik und Übungsausführung verbessern, sondern auch Leistung. Zudem können so viele typische Bodybuildingbeschwerden von Grund auf erstickt oder behoben werden. Knieschmerzen, Schulterschmerzen, Ellbogenschmerzen usw.

Oldschool Tipp 3: Geduld ist eine erlernbare Tugend

Sich Ziele zu setzen ist absolut wichtig. Keine Frage. Diese sollten jedoch realistisch sein. So realistisch dass man sie mit Geduld, Wille und Ehrgeiz erreichen kann. Dazu gehört es auch, sich die richtigen Vorbilder auszusuchen. Es bringt nichts, irgendwelchen genetischen Monstern nachzueifern, nur um am Ende enttäuscht zu sein. Viel wichtiger ist es, ruhig und gelassen zu bleiben. Geduldig und konsequent, wie auch kontinuierlich weiter zu arbeiten. Nicht sofort alles über den Haufen zu schmeißen, wenn mal etwas nicht gleich klappt. Nicht in Wochen denken, sondern in Monaten. Leider scheint diese Ungeduld mittlerweile eher zu- anstatt abzunehmen.

Oldschool Tipp 4: Flexibilität ist ein Meilenstein des Erfolgs

Mit flexibel bleiben meine ich sowohl Ernährung als auch Training. Insbesondere die Ernährung steht hier jedoch im Fokus. Während ich zu meinen Anfangszeiten noch monatelang nichts anderes gegessen habe als weißen Reis mit Pute und Brokkoli und sonst nichts, kann ich heute sehr viel entspannter mit der Ernährung umgehen. Und das ist auch gut so. Denn es gibt kein „böse“ und „gut“. Es gibt höchstens besser und schlechter. Man sollte die Ernährung also eher als ein Kontinuum betrachten, bei dem man versuchen sollte möglichst viele „bessere“ Entscheidungen zu treffen und weniger „schlechte“.

Oldschool Tipp 5: Fitness ist dein Leben aber lass dein Leben nicht nur Fitness sein

Das geht eigentlich Hand in Hand mit dem Tipp zuvor. Lasst euer Leben nicht vom Fitness Studio bestimmen, sondern passt eure Fitnessziele eurem Alltag und eurem sozialen Umfeld an. Das geht. Man muss eben nur flexibel bleiben…womit wir wieder bei Tipp 4 wären. Viel Erfolg dabei!
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