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Achtung Infektion: Die Gefahr lauert im Studio (+4 Anti-Erkältungstipps)

Seid ihr es nicht auch mittlerweile leid? Kaum habt ihr die Grippewelle überstanden, die euch unfreiwillig in die Knie und zur Trainingspause gezwungen hat, da kündigt sich am Horizont die nächste Erkältung an. Dies stellt euch abermals vor die unliebsame Frage: Weitermachen oder doch lieber pausieren und auskurieren? Mein Autorenkollege Holger Gugg hat bereits zu dem Thema zwei nützliche Beiträge geschrieben (Klick & Klick) und natürlich sollte der umsichtige Athlet, der mit ersten Erkältungssymptomen zu kämpfen hat, die Regenerationskapazität seines Körpers nicht überstrapazieren. In vielen Fällen ist es tatsächlich besser ein paar Gänge zurückzuschalten und sich zu erholen, bevor das schwere Training fortgesetzt wird. Dennoch ist und bleibt die beste Strategie die Prävention, nämlich: Gar nicht erst krank werden! Das klingt natürlich leichter gesagt als getan. Durch Familie, Freundeskreis und beruflichen Alltag kommen wir mit vielen Leuten in Kontakt, die unliebsame Krankheitserreger mit sich herumschleppen. Ein Nieser in unsere Richtung, eine kontaminierter Handschlag und die Saat ist ausgebracht. Herauszufinden, wo und wann man sich die Krankheit zugezogen hat, ist aufgrund der zeitversetzen Inkubation oftmals nur schwer machbar. Es gibt aber dennoch vieles, was der ambitionierte Fitnessfreak tun kann, um den Bakterien und Viren zu entgehen.

Das Fitnessstudio: Ein Brutkasten für Viren & Bakterien

Fakt: Viele Infektionen und Ansteckungen erfolgen während der Happy-Hour im Fitnessstudio, nämlich gerade dann, wenn ihr am Trainieren und Schwitzen seid. Das dürfte prinzipiell auch nicht verwunderlich sein, schließlich wird das Studio tagtäglich von vielen hundert Personen im Verlauf des Tages aufgesucht - und nicht alle von ihnen sind so vernünftig zu Hause zu bleiben, wenn sie am kränkeln sind. Bei höheren Temperaturen und schwitzenden Körpern fühlen sich Viren und Bakterien pudelwohl – genügend Wirte, um sich zu vermehren, gibt es auch und bekanntlich „macht Gelegenheit Diebe.“ Schaut euch nur mal in eurem eigenen Studio und ihr werdet sehen, dass die Gefahr durchaus real:
  • - Der Mädel nebenan, welches nur am Husten und Schniefen ist
  • - Der Kerl am Rack, der wie ein Wasserfall schwitzt
  • - Der andere Typ, der nach seiner Session auf dem Klo nicht einmal daran gedacht hat seine Hände zu waschen
Das alles können potenzielle Ansteckungsgefahren darstellen und man muss sich nur einmal vergegenwärtigen, dass es bereits ausreicht mit den Erregern in Kontakt zu geraten, um infiziert zu werden (umso mehr, je härter man trainiert da das Immunsystem temporär geschwächt wird). Der Türgriff zur Umkleidekabine, die Trainingsbänke, die Gewichte und Hanteln, Cardiogeräte und Matten, die in den Studios herumliegen – an all diesen Orten können sich die fiesen Übeltäter aufhalten (und das tun sie mit Wonne!). Es entbehrt also nicht einer gewissen Komik, dass man sich nach einer Erkältung gerade dort wieder ansteckt, wo man nicht damit rechnet – im Gym. Die Alternative besteht darin, das örtliche Fitnessstudio erst gar nicht aufzusuchen, aber seien wir doch mal ehrlich: Ist das wirklich eine Alternative? Ihr kennt die Antwort bereits, doch was kann man tun um die Gefahr der Ansteckung möglichst gering zu halten?

Tipp #1: Frische Trainingsklamotten, sauberes Equipment

Ich erinnere mich noch sehr gut an die letzten Trainingseinheiten dieser Woche. Gerade bei diesen Temperaturen wird das Studio zur Sauna, wo man bereits zu ölen anfängt, wenn man eine Hantel auch nur ansieht. Zwar unterstelle ich niemandem, dass er zu jeder Trainingseinheit dieselben (ungewaschenen) Klamotten anzieht, allerdings solltet ihr stets darauf achten dass der Kram, indem ihr trainiert, sauber ist, sobald ihr ins Studio geht (und auch außerhalb). Dies ist weniger problematisch bei der Kleidung, da ihr spätestens nach einer Einheit, wo ihr Blut und Wasser geschwitzt habt, selbst merkt wie es mieft. Nur die wenigsten denken daran, dass dies auch für ihr Equipment – die Trainingstasche, der Gewichtheber- und Dipgürtel, die Zughilfen sowie die Trainingshandschuhe gilt. Auf diesen Gegenständen können sich Viren, Bakterien und Pilze ansammeln. Fatal ist das gerade dann, wenn ihr permanent durch Grippe und Erkältung geplagt werdet und euch ständig fragt, woher die Krankheit schon wieder kommt. Kein Schwein denkt dabei an die Handschuhe, in die man bei jeder TE so gerne schlüpft. Wascht den Kram, um euch nicht noch einmal mit Erregern zu infizieren.

Tipp #2: Nutzt das Desinfektionsspray, welches im Studio zur Verfügung steht

Es sind meistens die Mädels, die regen Gebrauch von dieser Möglichkeit machen – weniger die Herren der Schöpfung. Wenn es um Cardiogeräte geht, dann sehen es die meisten Leute ein mit einem Desinfektionsspray das benutzte Gerät zu reinigen (denn wo schwitzt man sonst so viel, wie beim Ausdauersport?). Die Kerle, die sich meistens im Freihantelbereich austoben, wechseln dagegen ohne Umschweife die Stationen, Bänke und Trainingsgeräte. Da sich problematische Keime auch auf diesen Dingen tummeln können, solltet ihr es in Erwägung ziehen diese Geräte vorher mit dem Spray zu reinigen, schließlich wisst ihr nicht ob derjenige, der es vor euch benutzt hat, zur gesunden Population gehört oder ggf. das Gerät vorher auch wirklich gereinigt hat. Ja, das mag für viele nervig und unnötig sein aber stellt euch bitte die Frage, wie nervig und unnötig eine weitere Pause ist, weil ihr mit einem schwachen Immunsystem gesegnet seid und permanent krank werdet. Es ist nichts Verwerfliches daran, die Geräte vor ihrem Einsatz zu reinigen.

Tipp #3: Die Hausordnung schreibt ein Handtuch vor – nutzt es auch

Kein direkter Kontakt mit dem Erreger – keine Ansteckungsgefahr. Ich gehe stark davon aus, dass euer Studio den Passus mit dem Handtuch beim Training fest in ihrer Hausordnung verankert hat. Guess what? Diese Regel hat ihre Daseinsberechtigung und kann euch im Zweifelsfall wertvolle Dienste leisten, da so eine Barriere zwischen eurem Körper und dem Trainingsequipment (Bank) geschaffen wird. Es macht des Weiteren auch Sinn sich ein paar Badelatschen einzupacken, wenn ihr vor Ort duscht. Wer sich schon einmal einen Fußpilz in einer öffentlichen Badeanstalt eingefangen hat, der weiß, dass das keine schöne Sache ist - und wer weiß welche Keime sich dort noch so tummeln. Wie auch bei Tipp #1 gilt: Nutzt ein frisches Handtuch und wascht eure Badelatschen von Zeit zu Zeit.

Tipp #4: Finger aus dem Gesicht!

Unsere Hände ertasten und ergreifen während unseres Studioaufenthalts eine ganze Menge an Dingen und Gegenständen: den Türknauf zum Studio und zur Umkleidekabine, die Hantelstangen, die Gewichtsscheiben, die Griffe an den Trainingsgeräten, andere Menschen (Handschlag) und vieles mehr. Wer hier noch glaubt, dass die Hände von der Flut an Bakterien und Viren verschont bleiben, der irrt gewaltig. Das Schlimmste was ihr während des Trainings machen könnt, besteht darin mit der Hand im Gesicht rumzupopeln. Nase, Augen, Ohren und vor allem der Mund können so relativ schnell mit unerwünschten Keimen in Berührung kommen und so in euren Körper gelangen. Ich weiß, dass dies vielleicht für viele eine Herausforderung darstellt. Wenn die Nase juckt oder der Schweiß an der Stirn herunterläuft, dann kommt man sehr schnell in die Versuchung einmal drüber zu wischen. Eine probate Lösung wäre der Griff zu einem sauberen Ersatzhandtuch (oder ein vorheriges Händewaschen).

Abschließende Worte

Wer ins Studio fährt, der geht normalerweise davon aus, dass er sich mit fitten und gesunden Individuen umgibt, die derselben Leidenschaft fröhnen wie man selbst – dies stimmt bis zu einem gewissen Teil. Viele dieser Leute sind sogar so ehrgeizig und ambitioniert, dass sie sich nicht einmal von einer leichten Erkältung oder Infektion ins Bockshorn jagen lassen. Leider ist eine solche Situation für Personen, die anfällig für Erkältungen und Infektionen sind weniger erfreulich. Wenn viele Menschen auf einen Haufen zusammen kommen (oder wie auf dem Bahnhof kommen und gehen), dann hat dies nun einmal zur Folge, dass der Ort voller potenzieller Krankheitserreger ist. Der Sinn und Zweck dieses Artikels lag nun nicht darin Paranoia zu schüren, sondern auf die Umstände aufmerksam zu machen und Lösungswege aufzuzeigen. Wenn ihr die oben aufgeführten Tipps befolgt, dann tut ihr bereits eine ganze Menge um ein Infektionsrisiko zu minimieren. Sollte man also in Zukunft auf den freundschaftlichen Handschlag mit dem halben Studio verzichten? Nicht unbedingt – das macht den Kohl jetzt auch nicht fetter. Dennoch solltet ihr nach dem Training eure Hände waschen, ggf. auch desinfizieren, um auf der sicheren Seite zu sein.
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