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Als Doper entlarvt! Was Leberwerte aussagen…

Findet ihr die ewige Diskussion darüber wer „stofft“ und wer nicht auch so leidig wie ich? Einerseits muss ich ja tatsächlich anbringen, dass sich viel zu viele Trainierende mit anabolen Substanzen versuchen auf einen neuen Level anzuheben ungeahnt dessen was Sie sich a) damit antun und b) in der Hoffnung, dass Ihnen die Einnahme anaboler Substanzen die harte Arbeit und die knallharte Konsequenz beim Thema Ernährung abnimmt. Ein Irrglaube den viele durch eine Menge Nebenwirkungen ohne gleichzeitig körperliche Veränderung zu spüren bekommen.  Auf der anderen Seite unterstellt man jedem ambitionierten Sportler mit etwas mehr Muskeln als normal oder dem ein oder anderen Pickelchen sofort, dass sie gedopt seien, was wiederum für viele eine Art Ausrede darstellt selbst nie einen derartigen Leistungsstand zu erreichen. Letztlich hat man als etwas muskulösere Erscheinung sogar seine Probleme wenn ein Arztbesuch ansteht. Egal welche Beschwerden man vorbringt, der konservative, nicht fachkundige Arzt wird es auf zuviel Sport schieben und die Verwendung von Anabolika zumindest in den Raum stellen. Auf eine wirklich gute Diagnose braucht man in diesen Fällen nicht mehr zu hoffen. Ganz schlimm wird es bei einer routinemäßigen Blutkontrolle wenn hier erhöhte Leberwerte festgestellt werden. Ein solches Blutbild kommt beinahe schon einer Entlarvung als Doper gleich, für die viele Trainierende erst einmal sicher nicht die passende Antwort parat haben. Ich möchte Euch heute eine Studie vorstellen, die sich mit genau diesem Problem befasst und offenbart, wie auch ohne Doping erhöhte Leberwerte auftreten können.

Die Studie

Unter dem Titel „Muscular exercise can cause highly pathological liver function tests in healthy men” untersuchten Pettersson et al fünfzehn gesunde, männliche, untrainierte Probanden hinsichtlich der Veränderungen von Leberwerten vor, sowie direkt nach und 1, 3, 6, 24, 48, 72, 96, 120, 144, 168 und 240 Stunden nach einer intensiven Krafteinheit mit 70% 1RM. Mit der Bezeichnung Leberwerte wurden die Marker GOT, GPT, ALP, Creatinkinase, gammaGT, LD, Billiburin und Serum-Myoglobin untersucht. Eine Beeinflussung aller Leberwerte durch Alkohol oder Medikamente wurde ausgeschlossen. Das Training bestand aus einem einstündigen Ganzkörpertraining mit angestrebten zwölf Wiederholungen pro Satz sowie einer Satzpause von 60 Sekunden, was einem üblichen Krafttraining sehr nahe kommt.

Das Ergebnis

Im Ergebnis konnte eine direkte Erhöhung von GOT und eine zeitlich leicht versetze Erhöhung bei GPT um im Durchschnitt das 19-fache bzw. das 4,9-fache der üblichen Referenzwerte festgestellt werden. Maximalwerte wurden an den Tagen 4 bzw. 5 des Versuchs erreicht. Keine signifikante Erhöhung in Zusammenhang mit Training konnte bei gammaGT, ALP und Billiburin festgestellt werden. Als Resultat auf zugeführte Mikroverletzungen der Muskelfasern und die damit verbundenen regenerativen Vorgänge kam es zu signifikant erhöhten Werten bei Creatinkinase und Myoglobin.

Wie sind die Ergebnisse zu interpretieren

Interessant ist es zu sehen, wie stark intensives Krafttraining mit seinen Mikrotraumata und den damit verbundenen Regerationsprozessen sich auf die Leberwerte auswirkt und diese sogar teilweise deutlich über die Referenz ansteigen lässt. Der unwissende Arzt, dem dieser Hintergrund nicht bekannt ist, könnte alle möglichen Krankheiten wie Hepatitis oder anstehendes Nierenversagen aber eben auch Doping vermuten oder noch schlimmer Sie diagnostizieren sowie behandeln und das obwohl es dem Patienten der vor ihm sitzt gut geht und er keinerlei weitere Anzeichen auf eine Erkrankung aufweist. Es ist wichtig zu wissen, dass Leberenzyme (GOT und GPT) bei erhöhter Belastungsdichte vermehrt in den sog. Krebszyklus involviert sind, der die Grundlage für die Energieversorgung unserer Muskeln darstellt. Creatinkinase ist dann an der abschließenden Umwandlung von Creatinphosphat in ATP zuständig. Bei ATP handelt es sich um die universelle Energiequelle unserer Muskeln. Veränderungen in der Durchlässigkeit von Muskelzellen oder aber eine direkte Abgabe von Enzymen ins Blut sorgen dann für erhöhte Blutwerte.

Resümee

Unterm Strich lässt sich ein dopender Sportler erst einmal alles andere als eindeutig durch Veränderungen bestimmter Leberenzyme entlarven. Die zweite wichtige „Message“ die aus diesem Artikel hervorgeht ist, dass Euer Arzt zur Bewertung eines Blutbildes immer darüber in Kenntnis gesetzt werden sollte, dass ihr Euch regelmäßig intensiv im Kraftraum austobt. Sucht Euch einen Arzt, der mit dieser Offenbarung auch etwas anfangen kann und diese nicht einfach abtut! Quelle http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17764474
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