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Beeinflusst Blutspenden die sportliche Leistungsfähigkeit?

Blutspenden ist eine edle Sache mit der nebenbei sogar etwas Geld verdient sein kann. Egal aus welchem Grund man Blut spendet, man tut damit sicher ein Gutes, da Blut bis heute nicht synthetisch hergestellt werden kann und so eine Menge kranker Menschen auf Blut aus Spenden angewiesen sind. Blut ist unser Lebenselixier. Es ist Teil der Atmungskette, übernimmt Transporte von Nährstoffen, Hormonen, Proteinen und sonstiger Substanzen in unserem Körper, fungiert als Puffer indem es den Säure-Basenhaushalt reguliert, steuert die Körpertemperatur indem es am Wärmetransport beteiligt ist und tritt als Teil unseres Immunsystems auf. Natürlich spenden auch Sportlerinnen und Sportler Blut und geben damit etwa 500ml ab. Dies  stellt bei einer Blutmenge von etwa 7-8% der Körpermasse (5-7l im Durchschnitt) einen durchaus relevanten Teil dar. Die Frage die in diesem Zusammenhang häufig auftaucht ist, inwiefern Blutspenden die Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Akuter Mangel?

Wer vor hat Blut zu spenden tut gut daran, vorher genug zu trinken, denn mit Blut geht natürlich auch Flüssigkeit verloren. Unmittelbar nach der Spende kann es zu einem Absinken des Blutdrucks kommen. Schwindelgefühle sind hierbei keine Seltenheit, darum wird empfohlen nach der Spende noch für etwa 10-15 Minuten liegen zu bleiben und auch hier wieder zu trinken. Im Regelfall findet die Regulation des Kreislaufs bereits innerhalb von 20 Minuten statt, der Ausgleich des Flüssigkeitsverlusts geschieht  innerhalb 24 Stunden nach der Spende. Der Blutzellverlust bei weißen Blutkörperchen bedarf einiger Tage bis er wieder ausgeglichen ist.  Solange kann dieser Teil der Immunabwehr eingeschränkt sein. In Hinblick auf die Blutzellen geht mit der Spende natürlich auch Hämoglobin verloren. Der rote Blutfarbstoff roter Blutkörperchen ist verantwortlich für den aus sportlicher Sicht durchaus relevanten Sauerstofftransport. Hier dauert es etwa 2 Wochen bis sich die Werte wieder normalisiert haben. Bekannt ist, dass es mit Blutspenden ähnlich wie bei der Menstruation einer Frau zu einem Eisenverlust kommt. Unter normalen Bedingungen und ohne zusätzliche Supplementierung kann es bis zu acht Wochen dauern, bis sich die Werte hier wieder normalisiert haben. Eisen ist an der Bildung von Hämoglobin beteiligt, hat eine Funktion im mitochondrialen Energiestoffwechsel, fungiert als Radikalfänger und spielt auch für das Immunsystem eine Rolle. Eine Untersuchung am Institut für Transfusionsmedizin der Universität in Berlin konnte keine Verarmung an Vitaminen B6, B12, und Folsäure feststellen die an der Erythropoese (der Bildung roter Blutkörperchen) beteiligt sind. Zwischen Erstspendern und Folgespendern war hier kein signifikanter Unterschied feststellbar. Auch erhöhte Homocysteinwerte die mitunter auf Schädigungen der Blutgefäße hindeuten wurden nicht festgestellt. Interessanterweise konnte ein signifikanter Unterschied beim Aufkommen bestimmter Vitamine festgestellt werden, wenn Probanden im Vorfeld auf eine Vitaminsupplementierung zurückgriffen. Fazit Mit einer Blutspende kommt es zu kurzzeitigen Veränderungen in Sachen Flüssigkeitshaushalt, einem Mangel an Eisen sowie Blutzellen. Eine Verarmung an Vitaminen und in diesem Zusammenhang überhöhte Homocysteinwerte konnte bis dato nicht nachgewiesen werden

Resümee

Blutspenden bedeutet mindestens für 24 Stunden danach eigentlich ein grundsätzliches Trainingsverbot da der Körper hier damit beschäftigt ist, sich kurzfristig um Rehydrierung zu bemühen. In Sachen Leistungsfähigkeit wird besonders der bis zu zwei Wochen bestehende Mangel an Hämoglobin negativ zu Buche schlagen. Relevanz besteht hier natürlich auch bei Kraftsportarten denn auch Sie benötigen mehr Sauerstoff für Ihre Leistung, hauptsächlich aber im Ausdauersport. Hier fällt auch der eintretende Verlust und vorrübergehende Mangel an Eisen besonders ins Gewicht. Wer Wettkämpfe bestreitet oder sich in einer besonders intensiven Trainingsphase befindet, sollte von Blutspenden Abstand nehmen. Für die Gesundheit stellt es kein Problem dar, sich bereits kurz nach einer Blutspende (wenn gleich mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit) wieder sportlich zu betätigen
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  • Vielen Dank für diese ausführliche Aufschlüsselung

    Vielen Dank für diese ausführliche Aufschlüsselung! Als Frau, zumal als Sportlerin, macht man sich da ja schon Gedanken. Ich persönlich bin eigentlich nicht so zimperlich, aber man muss sich ja nicht fahrlässig verhalten. Dass es kein Gesundheitsrisiko gibt, beruhigt mich. Allerdings sind niedriger Blutdruck und Eisen für mich schon ein Argument, vorsichtig zu sein, bzw. über die Ernährung wieder einen Ausgleich anzustreben.

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