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Beeinflusst Frühstücken die schulische Leistung?

Auch wenn viele Leserinnen und Leser von fitnessfreaks.com sicher noch keine eigenen Kinder im schulfähigen haben, drücken viele vielleicht selbst noch die Schulbank, sei es in der Berufschule während der Ausbildung, im Rahmen des Abiturs oder des Studiums. Die School of Education der Murdoch University hat sich in Eurem Auftrag mit möglichen Zusammenhängen zwischen der Aufnahme eines Frühstücks und schulischer Leistungen sowie der Wachsamkeit im Unterricht befasst. Ob es nun also klug ist, vor der Schule zu frühstücken oder nicht werdet ihr gleich sehen.

Vorüberlegungen

Bevor wir uns die Ergebnisse der Studie ansehen halte ich ein kleines Brainstorming für angebracht. Was könnte für und was gegen ein Frühstück sprechen wenn es darum geht schulisch aktiv zu sein. Gegen ein Frühstück spricht, dass man in der Schule größtenteils sitzt uns sich damit so gut wie nicht bewegt, ergo auch keine Kalorien verbrannt werden Für ein Frühstück spricht, dass man in der Schule im Optimalfall sein Köpfchen einschaltet und damit natürlich im Gehirn für einen erhöhten Energieverbrauch sorgt. Glucose, also Kohlenhydrat ist das einzige was unser Gehirn (neben Ketonkörpern) in der Lage ist als Energiesubstrat zu verbrauchen also müsste es doch von Vorteil sein zu frühstücken. Gegen ein zuckerhaltiges Frühstück sprechen Blutzuckerspitzen die binnen kurzer Zeit mit einem Abfall des Blutzuckers und damit verbunden Konzentrationsstörungen oder Heißhunger einhergehen können. Für ein Frühstück spricht gern immer die These „Energie für den Tag“, ein Spruch der sich mehr nach einer Marketingstrategie von Cerealienherstellern anhört als nach einer fundierten Aussage, an dem aber tatsächlich zumindest indirekt etwas Wahres dran ist. Fazit Das Für und Gegen, Pro und Contra könnte man denke ich an dieser Stelle noch beliebig lange weiterführen. Für Euch soll es hier eine kleine Anregung sein, Euch selbst Gedanken zu machen bevor es nun zu den Ergebnissen der Studie kommt

Die Ergebnisse

Die Studie bestätigt im Großen und Ganzen was schon in etlichen Studien zuvor zu Tage gebracht werden konnte. 13,9% aller Probandinnen und Probanden (72, davon 30 männlich und 42 weiblich, in der 5-ten, 6-ten und 7-ten Klasse zweier verschiedener Schulen)  fühlten sich ohne deren Frühstück schläfrig. Die Untersuchungen ergaben, dass vor allem die Konzentrationsfähigkeit aber auch die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses besser ausfiel wenn gefrühstückt wurde. Tatsächliche Ergebnisse in Klausuren zeigen zwar Unterschiede zwischen Frühstück und nicht Frühstück hier aber nicht signifikant.

Kritik

Kritisiert wurden vor allem die Art des Frühstücks und auch die Einnahmegewohnheit. Das Standartfrühstück der Probanden bestand aus Kohlenhydraten in Form von Cerealien oder Toast. Butter oder Erdnussbutter wurden üblicherweise als Belag verwendet. In Sachen Getränk gab es entweder Milo (eine Art Kaba), Milch oder Saft. Gefrühstückt wird entweder alleine oder mit einem Familienmitglied und besonders gerne auf dem Weg zur Schule. Die beteiligten Forscher sehen in einer Veränderung der Zusammensetzung und der Einnahmegewohnheit enormes Potenzial die Vorteile eines Frühstücks im Vergleich zu einem Schultag ohne Frühstück weiter auszubauen. Kohlenhydrate sind anders als vermutet nicht der wichtigste Bestandteil des Frühstücks da in der Regel die Leber genug Kohlenhydrate für schulische Leistungen ohne Bewegung bereithält. Wenn überhaupt sollte einige wenige niedrig glykämische Kohlenhydrate in Verbindung mit der Aufnahme von Protein und gesunden Fettträgern gewählt werden.

Resümee

Wenn es um schulische Leistung geht verspricht sogar ein qualitativ minderwertiges Frühstück Vorteile gegenüber einem „skipping“ also dem Weglassen des Frühstücks. Wieder einmal ist es die Art des Frühstücks (stark kohlenhydrat- und zuckerlastig) die als Schwachstelle des Frühstücks anzusehen ist. Das Frühstück an sich scheint auch in Hinblick auf schulische Leistungen Vorteile zu bergen und sollte darum in den Tag integriert werden. Quelle „The Relationship between Breakfast, Academic Performance and Vigilance in school aged children“ – Abdullah Khan – Murdoch University
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