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Das Mindset eines Champions: Mentale Aspekte des Trainings-Lifestyles

Trainieren kann jeder. Richtig trainieren können aber die wenigsten. Wenn wir nicht gerade Neujahr haben und die Studios aus allen Nähten platzen, weil die Menschen voller Tatendrang und guten Vorsätzen (und vielleicht noch berauscht von den alkoholischen Getränken am Neujahrsmorgen) ihre Studiomitgliedschaft abschließen, herrscht in den meisten Gyms noch immer ein reges Treiben. Fit sein und gut aussehen will jeder „und gesundheitliche Vorteile soll das Training ja auch bringen,“haben die meisten gehört, „vorausgesetzt man übertreibt es nicht.“

Practice makes perfect

Leider denken noch immer die meisten Menschen, dass die Quantität gegenüber der Qualität des Trainings die Nase vorne hat. Es wird nicht nur chaotisch (und nach Gutdünken) trainiert, sondern oftmals auch viel zu lang. Schwere Grundübungen und ein überschaubares Maß an Bewegungen sind den meisten nicht genug. Warum auch, immerhin machen 90 % des Klientels genau dasselbe. Natürlich ist es ärgerlich, wenn man sich als Trainingsanfänger von vermeintlich gut ausgebildeten Trainern, Freunden und Studiokollegen bequatschen lässt – in den Ohren des Laien hört sich auch vieles plausibel an. Wenn man also sieht, dass Person A nach Schema F trainiert und rein von optischen Gesichtspunkten so aussieht, wie man es sich selbst vorstellt, dann kommt manch schnell in die Versuchung es einfach genauso zu machen. Was viele allerdings nicht wissen, ist dass die meisten Personen, die auch wirklich nach Training aussehen in den meisten Fällen nicht von heute auf morgen durchgestartet sind. In einem anderen Artikel habe ich bereits erläutert, dass Trainingsintensität (und damit Qualität) keine Sache ist, die man zwischen Frühstück und Mittagspause erlernt. Dazu bedarf es nicht nur jahrelangem Training, sondern auch die Gabe Fehlschläge stoisch hinzunehmen, sich den Dreck aus den Klamotten zu klopfen und neu anzusetzen, wenn sich bestimmte Praktiken und Methoden als ungenügend herausgestellt haben. Vieles, was wir heute über Kraftsport, Muskelaufbau und Bodybuilding wissen, basiert auf empirischer Erfahrung. Die meisten Konzepte erfahren erst seit wenigen Jahren Rückenwind von der Wissenschaft und das haben wir maßgeblich der Tatsache zu verdanken, dass Pioniere wie Arnold Schwarzenegger das Bodybuilding salonfähig gemacht haben. Bis zu diesem Zeitpunkt basierte eigentlich alles auf weitergegebenem Wissen – manch einer nennt es heute auch „Bro-Science.“ Egal wie man es nun bezeichnen möchte: Ihr kommt nicht drum herum eure eigenen Erfahrungen im Training zu machen. Das Trial-and-Error gehört einfach dazu, weil es viele Wege gibt, die bei unterschiedlichen Menschen und Körpertypen funktionieren (und andere eben weniger).

Mentale Aspekte des Trainings

Die Fähigkeit sich zu disziplinieren, zu konzentrieren und alles zu geben ist insbesondere beim Sport am Limit von unersetzlichem Wert. Auch diese Skills werden im Verlauf der stetig steigenden Trainingserfahrung kontinuierlich verbessert. Tatsächlich führt sogar kein Weg daran vorbei, denn Disziplin und Fokus bilden das Fundament für den Erfolg – und das gilt insbesondere im Bereich des Muskelaufbaus. Wer es nicht lernt, der wird aufgrund der ausbleibenden Erfolge entweder das Handtuch werfen oder ewig gleich aussehen (trotz regelmäßigem Trainings). Entweder springt der Funke über und ihr schafft den Einstieg in das leidenschaftliche Training oder ihr bleibt beim lieblosen Durchexerzieren der Übungen – Jahr um Jahr und mit einem ewig gleichen Body. Wenn ihr also feststellt, dass es euch nach einer durchzechten, vom Alkohol geschwängerten, Nacht auf der Partymeile ärgert, weil ihr eurer Training habt ausfallen lassen oder weil ihr die Gewichte notgedrungen zurückschrauben musstet, dann werdet ihr realisieren, dass ihr euch für einen Weg entscheiden müsst. Die meisten Trainierenden, die inbrünstig am Eisen trainiern und sich weiterentwickeln wollen, werden daher auf kurz oder lang entsprechende Maßnahmen ergreifen, um das Optimum aus ihrem Training herauszuholen. Hierfür ist das richtige Mindset unabdingbar. Für negative Emotionen und Versagensängste ist beim Kraftsport kein Platz:
„It has been said that if you believe you can do something, you can. Likewise, if you believe you cannot do something, you will not be able to. No matter what you believe, negative or positive, it will become a self-fulfilling prophecy and control your future behaviour. As a bodybuilder, if you believe that you will never be able to increase the size of your arms or decrease your body fat, you are probably right.” – Blair Whitmarsh
Es wird immer Momente geben, an denen andere und sogar ihr selbst am Zweifeln sein werdet. Ist es das wirklich wert? Macht es Sinn sich so zu ernähren, während alle anderen dem Lust-und-Laune-Prinzip folgen? Warum nicht einfach in den Tag hineinleben und sich vom Meer der Gesellschaft leiten lassen? Diese Fragen (und noch einige mehr) könnt nur ihr für euch beantworten. Am Ende solltet ihr aber eines nicht vergessen: Was ist die Alternative?

Mens fortis in corpore forti: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper

Die Alternative ist folgende: Es passiert nichts! Euer Körper wird sich nicht verändern (und im Schlimmsten Fall sogar optisch wie gesundheitlich verfallen), euer Leben wird sich nicht verändern und es wird garantiert nichts besser werden. Wenn ihr also mit eurer augenblicklichen Gesamtsituation unzufrieden seid, dann dürfte klar sein, dass ehrgeiziges zielorientiertes Training keine reine Option, sondern eine Notwendigkeit ist. Interessanterweise stehen Körper und Geist in einer permanenten Wechselbeziehung. Dies bedeutet, dass die Art zu Denken einen immensen Einfluss auf eure Performance und Entwicklung des Körpers hat – und natürlich auch vice versa. Man wird euch versuchen Steine in den Weg zu legen, eure Lebensart schlecht machen und euch vor den Kopf stoßen – eben weil ihr nicht so lebt und denkt wie die träge uniformierte Masse der Unsportlichkeit und Faulheit. Eure Aufgabe besteht gerade darin, diese Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Christian Zippel, der Autor von „Der Wille zur Kraft“ hat es in einem seiner neusten Werke, „Leider geil, fett & faul,“ treffend auf den Punkt gebracht, wenn er von der hedonistisch-geprägten Gesellschaft spricht, die körperliche Leistungsfähigkeit – ein Ideal, welches schon die antiken Griechen hochgehalten haben – verschmäht und der Ansicht ist, dass man entweder klug ODER fit/muskulös sein kann. Das Weltbild ist doch heute folgendes: Wer trainiert und muskulös ist, der hat allem Anschein nach wenig Grips. Derjenige ist höchstens gut um Wasserkästen zu schleppen. Erstrebenswert ist der Zustand der Muskellosigkeit und brilliert wird durch Verstand – IT-Bräune und so! Diejenigen, die eine solche Ansicht vertreten, haben meist weder das eine noch das andere und gelten daher zu Recht als Dummschwätzer, die selbst nichts auf die Reihe kriegen und aufgrund von Neid und Missgunst mit Fug und Recht ignoriert werden sollten.

Die meisten wollen nicht, dass ihr erfolgreich seid

Es ist sehr wahrscheinlich, dass euch Leute auf euren veränderten Lifestyle ansprechen und euch fragen werden, „ob ihr es nicht ein wenig übertreibt.“ Muskelaufbau und Kraftsport sind aber keine Dinge, die man halbherzig betreibt, wenn man wahrhaft erfolgreich sein will(und das gilt prinzipiell in jedem Lebensbereich). Halbgare Strategien führen zu halbgaren Ergebnissen. Das Problem seid nicht ihr, sondern die anderen. Wenn sie euch sehen, wie ihr euch regelmäßig im Studio abrackert, euch vorbildlich und natürlich ernährt und den Konsum berauschender Substanzen ablehnt, dann fühlen sich die meisten Menschen in ihrem persönlichen Ego verletzt – es führt ihnen im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen, wozu sie selbst aufgrund von mangelnder Disziplin und Faulheit nicht in der Lage sind. Sie kriegen den Arsch nicht hoch und wollen daher auch nicht, dass andere es tun. (Das ist die klassische Geschichte der Krebse, die ihre Kollegen wieder in den Eimer herunterziehen, sobald diese im Begriff sind herauszukrabbeln). Ihr müsst den Ballast abschütteln.

Die Kunst des positiven Self-Talks

Damit ihr eure Ziele erreichen könnt, müsst ihr eine gewisse Abgestumpftheit entwickeln. Nur wenn ihr in der Lage seid negative Gedanken und Kommentare auszublenden, könnt ihr die Gewissheit haben, dass euch nichts und niemand von eurem ultimativen Endziel abhalten können wird. Denn was kümmert es den Wolf was das Schaf denkt? Die bewusste Inkorporation positiver Gedanken ist in vielen Domänen des Kraftsport wichtig, etwa beim Erlernen neuer Techniken und der Entwicklung der Geist-Muskel-Verbindung oder der Beseitigung schlechter Angewohnheiten (Rauchen, Drogen- und Alkoholexzesse, sowie schlechte Ernährungsgewohnheiten und ein Mangel an Disziplin). Schlussendlich fördert die Kanalisierung positiver Gedanken auch die Stimmung (und damit auch die Wahrnehmung der Umwelt). Gut gelaunte Personen werden nicht nur positiver von ihren Mitmenschen wahrgenommen, als griesgrämige Individuen, sondern sie sind auch resistenter gegenüber fatalistischem Denken. Selbst wenn ihr nicht zu der optimistischen Spezies gehört, solltet ihr versuchen nicht nur die schlechten Dinge in einer Situation zu sehen. Dies gilt umso mehr, wenn ihr an den Umständen nichts ändern könnt. In einem solchen Fall seid ihr besser beraten, wenn ihr euch auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Fragt euch lieber selbst: Wird das Ganze noch in 5 Jahren einen Unterschied machen? Ihr müsst euch aber gleichzeitig bewusst werden, dass nicht alles, was ihr tut von Erfolg gekrönt sein wird. Fehlschläge gehören zum Wachstumsprozess dazu und wenn ihr nicht bereit seid zu versagen, geht euch eine ganze Menge an Potenzial flöten. Schließlich könnt ihr 200 kg nur heben, wenn ihr bereit seid das Risiko des Versagens einzugehen. Versucht ihr es dagegen nie – etwa aus Furcht vor dem Misserfolg – werdet ihr nie erfahren, ob ihr es könnt oder nicht. Kennt eure Limits – und durchbrecht sie dann!

Abschließende Worte

Motivation wirkt nur kurzfristig – im Übrigen wie das Duschen, deswegen empfiehlt man es auch am besten täglich. Nutzt alle Mittel und Wege um euch auf das richtige förderliche Mindset eines erfolgreichen Kraftsportlers einzugrooven und ignoriert den negativen Bullshit anderer, die euch nur von eurem eigentlichen Ziel versuchen abzulenken.
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