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Das Prinzip der erzwungenen Wiederholung

Vielen ist sicher Joe Weider bekannt. Der „Master Blaster“ wie er auch gerne genannt wird gilt als Begründer des Bodybuildingsports. Er war es, der 1946 die IFBB (International Federation of Bodybuilding & Fitness) gründete. Ihm haben wir ebenfalls das heute immer noch erfolgreiche Magazin Muscle&Fitness zu verdanken. Joe Weider war Geschäftsmann und Pionier, vielmehr aber Athlet mit Leib und Seele. Seine Lehrsätze und Eindrücke aus unzähligen Jahren die er dem Sport gewidmet hat kann man in Form der Wieder-Trainingsprinzipien noch heute nachlesen und vielmehr natürlich auch heute noch Gewínn bringend umsetzen um eigene Erfolge damit zu generieren. Einer seiner Lehrsätze ist das Prinzip der erzwungenen Erholung. Was es damit auf sich hat sehen wir heute.

Was ist die erzwungene Wiederholung?

Das erste Bild das man im Kopf hat wenn man an eine erzwungene Wiederholung denkt ist ein Trainierender der mit extrem schlechter und abgefälschter Technik noch eine letzte Wiederholung eines Satzes aus dem Hut zaubert. Gemeint ist mit der erzwungenen Wiederholung aber in Wahrheit die Wiederholung, die über das Muskelversagen hinaus unter Beihilfe eines Trainingspartners noch weiter  in den Erschöpfungszustand hinein ausgeführt wird. Der Trainingspartner hilft hier gerade soviel wie notwendig ist um eine weitere Wiederholung mit vollständigem Bewegungsablauf ausführen zu können. Unter gleichzeitiger Reduzierung des Trainingsgewichts werden weitere erzwungene Wiederholungen unter Beihilfe des Trainingspartners ausgeführt und zwar solange bis abschätzbar ist, dass der Trainingspartner mehr zur Ausführung der Wiederholung beiträgt als der Trainierende selbst.

Welche Übungen sind geeignet

Geeignet sind prinzipiell nur Übungen bei denen es einem Helfer möglichst ist, während der gesamten Übung zu assistieren. Kreuzheben, Ausfallschritte oder Langhantelrudern zählen hier zu den eher unpraktischen Übungen bei denen das Prinzip der erzwungenen Wiederholung nicht zur Anwendung kommen sollte.  Für die Kniebeuge, Beinpressen oder andere Übungen am Gerät oder im Freihaltelbreich ist das Prinzip der erzwungenen Wiederholung durchaus denkbar.

Vorteile

Das Prinzip der erzwungenen Wiederholung eignet sich hervorragend um damit die Intensität im Training bis ins Unermessliche zu steigern. In Beisein eines Trainingspartners kann dies zudem mit einem hohen Maß an Sicherheit bewerkstelligt werden, sofern man sich an Übungen hält die für dieses Modell geeignet sind.

Nachteile

Ein schlechter Helfern dem das notwendige Gefühl für ihre Restkapazität fehlt wird die Qualität der erzwungenen Wiederholung zunichte machen, weshalb hier wirklich viel von der Wahl des Trainingspartners abhängt. Bringt man dem Trainingspartner zuviel Vertrauen entgegen kann es sein, dass man damit etwas zuviel riskiert als gut ist. Hilfestellung bei schweren Kniebeugen ist beispielsweise nur solange möglich wie noch eine Restkontrolle durch den Trainierenden gegeben ist. Verliert der Trainierende den Halt und gerät komplett aus der Ausführung wird auch der hinter ihn stehende Trainingspartner Schlimmeres nicht mehr verhindern können.

Resümee

Das Prinzip der erzwungenen Wiederholung ist ein tolles Instrument um in Sachen Intensität wirklich an seine Grenzen zu gehen. Es macht sicher keinen Sinn dieses Prinzip in jedem Training für jeden Trainingssatz anzuwenden, gelegentlich damit zu arbeiten kann jedoch helfen den Muskel gewissermaßen zu schocken und ihm einen Reiz zu verpassen mit dem er so nicht gerechnet hat. Neue Reize sorgen für neue Adaptionen und somit hat dieses Prinzip seine Aufgabe erfüllt. Wer also einen guten Trainingspartner an seiner Seite hat, sollte dieses Prinzip einmal mit ihm durchsprechen und die Einarbeitung in den Trainingsplan in Erwägung ziehen.
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