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Der Stevia-Betrug – So werden Verbraucher getäuscht

Beim Thema Süßungsmittel kann man es eigentlich gar nicht zu 100% richtig machen wie es scheint. Die Verwendung von Haushaltszucker fördert Insulinresistenz sowie Prä-Diabetes und auch von Süßstoffen liest man immer wieder neue Hiobsbotschaften zu vermeintlich negativen Auswirkungen. 2011 ging ein Licht auf dem Süßungsmittel-Horizont auf, ein pflanzlicher, kalorienfreier Süßstoff mit dem Namen Stevia. Endlich eine Alternative!! Inzwischen sind etliche Stevia-Sweetener unterschiedlichster Marken erhältlich. Unser Tipp: ihr solltet ganz genau lesen was ihr wirklich zu Euch nehmt wenn ihr Speisen und Getränke mit Stevia süßt! Warum zeige ich Euch jetzt.

Was ist Stevia

Bei Stevia (auch genannt Süßblatt, Süßkraut oder Honigkraut) handelt sich um eine Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse die in Asien schon viele Jahre als Zuckerersatz verwendet wird und von Heilpraktikern auch therapeutisch zur Anwendung kommt. Stevia genießt in der Tat einige Vorteile, wie beispielsweise seine Hitzebeständigkeit bis 200 Grad oder einen ausbleibenden Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Stevia hat keinen Brennwert und fördert auch nicht wie gängiger Haushaltszucker die Kariesbildung. Die Süßkraft von Steviablättern wird je nach Gehalt an Phytochemikalien mit dem 20-30-fachen (anderen Quellen zur Folge dem 30-40-fachen) von Zucker angegeben, während es der Extrakt sogar auf die 300-400-fache Süßkraft bringt. Seit 03.12.2011 besitzt Stevia eine Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff in der europäischen Union. Mit dieser Zulassung darf Stevia in Joghurts, Kaugummis, Suppen, Eiscreme oder Soßen zum Einsatz kommen und man kann Stevia natürlich in „Reinform“ als Süßstoff erwerben, womit wir nun am Knackpunkt angekommen wären. Der Gesetzgeber schreibt eine Aufnahme-Höchstgrenze von 4mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag vor. Hinsichtlich der in Produkten enthaltenen Mindestmenge scheint nichts gesetzlich verankert zu sein. Fazit Eigentlich scheint es sich bei Stevia in der Tat um eine gute Süßungsmittel-Alternative zu handeln…. Eigentlich!

Stevia-Produkte liefern kaum Stevia!

Was hier absurd klingt ist in der Tat nichts als die reine Wahrheit, weshalb schon Verbraucherzentralen bei bestimmten Produkten dazu aufrufen, die Zutatenlisten von Stevia-Sweetenern genau zu studieren. Am Beispiel der Tafelsüße von Nevella lässt sich aufzeigen, dass Verbraucher hier getäuscht werden. Sie erwarten mit dem Erwerb von Streusüße dank der Aufmachung des Schriftzuges ein Produkt, welches sich ausschließlich aus dem Extrakt der Stevia-Pflanze zusammensetzt. Was Sie in Wirklichkeit erhalten, sind gerade mal 3% Steviolglycoside und 97% Füllstoff der sich nun wiederum entweder aus Maltodextrin (einem Mehrfachzucker mit Blutzucker-beeinflussender Wirkung) oder auch Erythrit (einem Zuckeralkohol mit einem nur sehr geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel aber einem relevanten Brennwert) zusammensetzt. Studiert man das Zutatenetikett kann man den versuchten Schwindel in vielen Fällen entlarven und stellt dann sicher mit Erschaudern fest, dass 100g „leichte Süße“ 371 Kalorien und knapp 93g Kohlenhydrate liefern. Trotz Abmahnung der Verbraucherzentrale Bundesverband der Anbieter am 24.02.12 hinsichtlich einer Änderung der Aufmachung sowie der Kennzeichnung als „Low Calorie Sweetener“ und einer Nennung des echten Steviagehalts im Produkt kann man auch heute noch Stevia-Süßer dieser Marke und sicherlich auch anderer Hersteller mit einem nur sehr geringen Gehalt an echten Steviabestandteilen käuflich erwerben.

Resümee

Augen auf beim Stevia-Kauf! Was auf den ersten Blick nach einer tollen, natürlichen, kalorienfreien und gesunden Süßstoff-Alternative aussieht, entpuppt sich in einigen Fällen als Mogelpackung

Quelle

http://www.lebensmittelklarheit.de/produkte/nevella-tafelsuesse-mit-stevia
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  • Erythrit hat einen relevanten Brennwert

    Erythrit hat einen relevanten Brennwert? Wie hoch soll der sein? Quelle?

  • Das würde mich auch interessieren

    Das würde mich auch interessieren...Erythrit hat meines Wissens keinerlei Einfluss auf den Blutzuckerspiegel (Glykãmischer Index=0), weil der Süßstoff nur aus mehrwertigen Alkoholen besteht. Daher auch null Kalorien. Für alle LowCarbler meiner Meinung nach der mit Abstand beste Zuckerersatz, auch geschmacklich. Was Erythrit in der Aufzãhlung verloren hat kann ich daher nicht nachvollziehen...

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