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Diagnose Eingeschlafener Stoffwechsel – Diagnose Low-T3-Syndrom

Eigentlich mag ich diesen Ausdruck nicht da er eigentlich „nichts sagend“ ist und von vielen falsch gebraucht wird, dennoch muss man sich mit ihm befassen, da sich in der Praxis immer wieder seine Allgegenwärtigkeit zeigt. Ein „Einschlafen des Stoffwechsels“ wird in Verbindung mit Diäten gerne als Grund dafür hergenommen, dass sich keine Fortschritte in Sachen Körperfettreduzierung mehr einstellen.  4-5 Krafteinheiten pro Woche, nochmals so viele Läufe auf dem Laufband, eine stark hypokalorische Ernährung nach dem Ansatz „low carb“ und trotzdem tut sich auf der Waage absolut nichts und auch der Spiegel zeigt uns ein Bild, welches dem vor einer, zwei und auch drei Wochen stark ähnelt. Es ist beängstigend, demotivierend und frustrierend. Leider viel zu oft treten Athletinnen und Athleten mit derartigen Problemen an mich heran und fragen sich nach der Ursache. Eine Mitschuld an der Misere trägt hier der Schilddrüsenmetabolismus und mit ihm das sog. Low-T3-Syndrom“. Was es damit auf sich hat werde ich Euch heute erläutern.

Schilddrüsenmetabolismus

Die Schilddrüse ist ein sehr kleines aber lebenswichtiges Organ unterhalb des Kehlkopfes vor der Luftröhre. Sie produziert das Schilddrüsenhormon ohne welches wir nicht überlebensfähig sind. Gesteuert wird die Schilddrüse von Einrichtungen im Gehirn, nämlich der Hypophyse und dem Hypothalamus. Die Hypophyse bekommt die im Blut vorliegende Menge an Schilddrüsenhormon von der Peripherie gemeldet und reagiert je nach vorhandener Konzentration mit einer Aktivierung oder Deaktivierung der Schilddrüse. Hierzu benötigt Sie den Botenstoff TSH. Der Hypothalamus übernimmt die übergeordnete Kontrollfunktion der Hypophyse mittels des Botenstoffs TRH. In der Medizin nennt man diesen Mechanismus die sog. negative Rückkopplung. Ausgesendetes TSH sorgt nun in der Schilddrüse für die Produktion von Trijodthyronin (T3) Thyroxin (T4) und Calcitonin. Während es sich bei T4 um noch „inaktives“ Schilddrüsenhormon handelt, stellt T3 die aktive Variante dar. Sie sorgt in unserem Körper für die typischen Funktionen die von Schilddrüsenhormon ausgehen. Fazit Die Produktion von Schilddrüsenhormon unterliegt einer negativen Rückkopplung d.h. Sie wird vom Gehirn aus gesteuert

Funktionen der Schilddrüse

DASS Schilddrüsenhormon etwas mit den Reaktionen des Körpers auf eine Reduktionsdiät zu tun hat, zeigen seine vielfältigen Funktionen. Sie erhöhen die Herzfrequenz und den Blutzucker, weiten die Gefäße, beeinflussen den Zucker-, den Fett- und den Bindegewebsstoffwechsel indem Sie deren Umsatz steigern uvm. Über eine Anhebung der Körpertemperatur wirkt Schilddrüsenhormon zudem unmittelbar auf die Höhe des Grundumsatzes ein. Man erkennt ein reduziertes Aufkommen an Schilddrüsenhormon über schlechte Trainingsleistungen, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwäche, Minderdurchblutung, Störungen der Gewichtszunahme oder Kälteintoleranz. Fazit Die Schilddrüse ist DIREKT an der Regulierung des Stoffwechsels beteiligt und das sowohl wenn es um die Verwertung von Makronährstoffen als auch um die Regulierung des Grundumsatzes geht

Low-T3-Syndrom

Beim Low-T3-Syndrom kommt es zu einem reduzierten Aufkommen an T3 bei normalen oder sogar leicht erhöhten T4-Werten. Der weniger bekannte Schilddrüsenhormonwert Reverse-T3 (1T3) ist ebenfalls erhöht. Das Low-T3-Syndrom gilt nicht als Krankheit sondern vielmehr als eine Art Schutzmechanismus gegen übermäßige autoimmunologische Reaktion oder aber übermäßige metabolische Aktivität die festgelegt wird über die Menge verbrauchten Glutahions, verbrauchter Energie oder verbrauchten Sauerstoffs. Das Low-T3-Syndrom ist Teil des sog. NTIS, dem Non-Thyroidal-Illness-Syndrom, bei welchem es ebenfalls zu Störungen des Schilddrüsenstoffwechsels ausgelöst durch Hungerzustände sowie akute oder schwere Erkrankungen kommt. Für uns ist wichtig zu wissen, dass sich beim Low-T3-Syndrom um eine physiologische Adaption des Stoffwechsels an eine energetische Mangelversorgung handelt. Bei nicht aquädater Energieversorgung wird der Stoffwechsel auf „Sparflamme“ gesetzt. Dies geschieht u.a. durch Erniedrigung des Schilddrüsenhormons T3 im Blut. Beobachtet wird das Low-T3-Syndrom z.B. beim Fasten, in Diätphasen oder auch in Zusammenhang mit Störungen des Essverhaltens bei Sportlern. Bei ausreichender Ernährung normalisieren sich die Schilddrüsenhormonwerte nach einiger Zeit wieder, weshalb auch nur in den seltensten Fällen eine Medikation notwendig ist Das Low-T3-Syndrom wird unter anderem auch für den JoJo-Effekt nach Crash-Diäten verantwortlich gemacht indem das Essverhalten sich nach der Reduktionsmaßnahme wieder normalisiert, während der Stoffwechsel noch gebremst ist. Die Folge ist eine sehr schnelle, oftmals das Ausgangsgewicht übersteigende Gewichtszunahme. Der JoJo-Effekt als Folge einer hypokalorischen Diät lässt sich teilweise durch Sport reduzieren, da der Sport den Stoffwechsel ankurbelt. Hier ist allerdings größte Vorsicht geboten, da gerade zu lange und zu häufige Trainingseinheiten auf dem Cardiogerät in der Lage sind, das gesamte Schilddrüsenhormonaufkommen zu senken. Fazit Wenn es dem Körper zu stressig wird, er übermäßig viel Energie verbraucht oder die Versorgungssituation schlecht ist, reagiert er mit einer Reduzierung des Aufkommens an aktivem freiem Schilddrüsenhormon

Resümee

Was hat das nun für die Praxis zu bedeuten? Fest steht, dass die Schilddrüse aktiv in die Regulation des Stoffwechsels eingreift und dass es ein „Einschlafen des Stoffwechsels“ augrund falscher Ernährungs- und auch Trainingsmaßnahmen tatsächlich gibt. Bei zu radikalen Ansätzen wie stark exzessivem Cardiotraining oder 0-Diäten wird Euer Körper Euch einen Strich durch die Rechnung machen. Seit also schlauer und setzt auf kontinuierliche aber dauerhafte Ansätze zum Erreichen Eurer sportlichern Ziele.
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  • Super Artikel

    Super Artikel!
    Wad kann man dagegen machen wenn man das hat?

  • Was sollte man aber am besten dagegen machen

    Was sollte man aber am besten dagegen machen, wenn man so einen eingeschlafenen Stoffwechsel hat?

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