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Die 3 größten Fehler im Umgang mit Light-Produkten

Der Absatz von Diätprodukten steigert sich jährlich. Sieht man sich im Supermarkt um, findet man so gut wie kein Lebensmittel mehr, dass nicht auch einen Regalplatz weiter als „Light-Version“ angeboten wird. Egal ob Butter, Margarine, Milch, Fertiggerichte, Chips, Schokolade oder Kekse, überall stehen vermeintlich bessere und gesündere Light-Varianten bereit um das Interesse der Verbraucher zu wecken. Die Frage die man sich in Zusammenhang mit „Light-Produkten“ stellen muss ist, ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut, oder ob „Light“ manchmal lediglich ein anderes Wort für „Mogelpackung“ ist.

Was bedeutet „Light“

Lebensmittelrechtlich bezeichnet „light“ ein Getränk oder Lebensmittel dem unerwünschte Bestandteile ganz oder teilweise entzogen wurden. Die Bezeichnung kann sich dabei auf mehrere Eigenschaften eines Produkts beziehen, ergo muss „light“ nicht automatisch immer auch „kalorienarm“ bedeuten. „Light“ könnte beispielsweise dafür stehen, dass ein Produkt weniger Fett, Alkohol, Zucker Nikotin oder lediglich weniger Kohlensäure beinhaltet als das Original. Seit 2007 müssen Light-Produkte EU-weit zumindest einen klar erkennbaren Hinweis angedruckt haben, auf welche Eigenschaft sich die Bezeichnung „light“ bezieht. Im Falle einer tatsächlichen Kalorienreduzierung muss es wenigstens 30% weniger Energie liefern als das Ausgangsprodukt. Light-Butter darf also maximal 70% der Kalorien herkömmlicher Butter enthalten und es muss aus der Verpackung klar hervorgehen, dass sich „light“ auf den Kaloriengehalt bezieht. Auch für andere Bezeichnungen gibt es inzwischen derartige Vorgaben.
  • Wir ein Produkt als „energiearm“ angeboten, darf es maximal 40kcal pro 100g bzw. 20kcal pro 100ml liefern
  • Für den Begriff „energiefrei“ dürfen maximal 4 Kalorien pro 100g oder 100ml enthalten sein.
  • Ein Produkt darf sich „fettarm“ nennen, wenn es maximale 3g Fett pro 100g bzw. 1,5g Fett pro 100ml enthält.
  • Für die Bezeichnung „zuckerarm“ gelten Vorgaben bis maximal 5g Zucker pro 100g oder 100ml
  • „Zuckerfrei“ darf sich ein Lebensmittel letztlich nennen, wenn es maximal 0,5g Zucker pro 100g oder 100ml liefert
Fazit „Light“ heißt bei weitem nicht immer auch kalorienarm!

Fehler 1 – Light heißt nicht automatisch weniger Kalorien

Der größte Fehler der in Zusammenhang mit Light-Produkten immer noch gemacht wird, wurde eingangs bereits ausführlich thematisiert. „Light“ ist kein Garant für die Aufnahme weniger Kalorien mit derselben Menge eines Lebensmittels. Fazit Wer mit „light“ weniger Kalorien aufnehmen möchte, muss sich Klarheit darüber verschaffen auf was sich „light“ beim jeweiligen Produkt bezieht

Fehler 2 – Größere Mengen Light-Produkte verzehren weil Sie ja „light“ sind

Ein großer Fehler den viele im Umgang mit Light-Produkten begehen ist, Kalorien nicht wirklich zu sparen, sondern einfach mehr von den jeweiligen Produkten zu verzehren in der Hoffnung dadurch mehr Sättigung zu erfahren als durch herkömmliche „nicht-light“ Produkte. Dieser Schuss kann leider gewaltig nach hinten losgehen, da viele Light-Produkte noch immer weit weniger gehalt- und geschmackvoll sind und so auch die Geschmacksknospen weit weniger ansprechen. Die im Magen-Darm-Trakt befindlichen Chemo-Rezeptoren für Kaloriendichte und Mechano-Rezeptoren für das Volumen eingehender Nahrung werden ebenfalls nicht wirklich stärker oder sogar schwächer angesprochen. Fazit Wer durch die Verwendung von Light-Produkten auf eine Aufwertung des Ess-Erlebnisses und kurz- bzw. mittelfristig auf eine bessere Sättigung hofft irrt sich in vielen Fällen

Fehler 3 - Light auf Kosten der Analyse

Leider wird der Begriff „light“ oftmals auch dazu benutzt, die Produkt-Analyse des Ausgangslebensmittels drastisch zu verändern und das bei Weitem nicht immer zu Gunsten des Verbrauchers wie es scheint. Prominentes Beispiel ist die gute alte Erdnussbutter. In Ihrer originalen Form enthält Sie 100% Erdnüsse und etwas Salz bei um die 500kcal pro 100g. Als Light-Variante reduziert sich hier hauptsächlich der Fettgehalt und wird ersetzt durch dieselbe Menge übelster, billigster Einfach- und Zweifachzucker wie Rübensirup oder Glucosesirup aber auch durch minderwertige, billige Fette wie Palmfett und Co. Der Verbraucher bekommt in diesem Fall für einen höheren Kaufpreis dank „light“ ein deutlich minderwertigeres Produkt! Wer Light-Wurst kauft, wirtschaftet damit auch eher in die Taschen von Produzenten als sich selbst etwas Gutes zu tun. Mit seiner Packung „Light-Schinken“ erhält er weniger originale Wurstbestandteile und mehr Wasser, ergo auch weniger Protein und sonstige gute Bestandteile auf die wir eigentlich ja Wert legen. Fazit „Light“ bedeutet leider oftmals einen enormen Qualitätsverlust des jeweiligen Lebensmittels

Resümee

Augen auf beim Kauf von Light-Produkten! Nicht immer ist „light“ die bessere Alternative. Es gibt durchaus Beispiele bei denen es Sinn macht darauf zu setzen, gänzlich überall blind auf „light“ zurück zu greifen ist aber mit Sicherheit ein Fehler!
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