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Die 3 hartnäckigsten Ernährungsmythen

Man kann reden und schreiben so viel man möchte, Tag für Tag liest man an jeder Straßenecke, in jedem Boulevardblättchen oder in Frauenzeitschriften angebliche Gegebenheiten zum Thema Ernährung die alles sind nur eben nicht wahr. Der heutige Artikel befasst sich mit drei der hartnäckigsten Ernährungsmythen und stellt Sie auf den Prüfstand.

Mythos 1 – Fett macht Fett

Der Mythos Jeder der auf seine Figur wert legt sollte auf fetthaltige Speisen verzichten, sie machen dick! Die Wahrheit Wenngleich Nahrungsfett natürlich in unseren Fettdepots als Triglyceride abgelegt werden können, muss für unseren Körper hierzu dennoch erst einmal eine Veranlassung gegeben sein. Diese Veranlassung lautet nun nicht viel Fett zu essen, sondern sich hyperkalorisch zu ernähren. Wer mehr Kalorien aufnimmt als sein Verbrauch in der Lage ist zu kompensieren wird diesen Überschuss in den Adipozyten ablegen. Ob das „mehr“ an Kalorien nun aus Fettsäuren oder aus Kohlenhydraten stammt ist erst einmal egal. Im direkten Vergleich zwischen High-Fat und Low-Fat-Diäten haben diejenigen mit einem höheren Fettgehalt und einer weniger hohen Aufnahme an Kohlenhydraten die Nase vorn wenn es um die Körperzusammensetzung und auch um das cardiovaskuläre Risiko geht, dies bescheinigen neueste Studien. Fettsäuren werden nicht nur insulinneutral aufgenommen, es hat sich zudem gezeigt, dass ein erhöhtes Aufkommen an gesättigten Fettsäuren im Blut als Risikofaktor für Diabetes eher das Resultat einer erhöhten Aufnahme von Kohlenhydraten ist, welche die Leber zur sog. De-Novo-Lipogenese anregen und damit den Fettsäurespiegel im Blut ansteigen lassen. Fazit Wer eine gute Figur behalten möchte muss nicht auf Nahrungsfette verzichten. Viel wichtiger ist es die Gesamtkalorienbilanz im Auge zu behalten und Kohlenhydrate nicht im Überschuss aufzunehmen

Mythos 2 – Fleisch ist ungesund

Der Mythos Wer Fleisch isst stirbt früher – es ist ungesund Fleisch zu essen Die Wahrheit Zunächst handelt es sich bei allen Arten von Fleisch um einen wichtigen Lieferanten für Protein und Mikronährstoffe. Auch in der Bewertung der Proteinqualität nach der BW (biologische Wertigkeit) schneiden tierische Proteinquellen wie Fleisch deutlich besser ab als die meisten pflanzlichen Proteinquellen, da deren Aminosäurematrix eine bessere Umwandlung in körpereigenes Protein erlaubt. Aussagen wie „Fleisch ist ungesund“ stammen dennoch nicht von ungefähr. Die Rede ist von diversen Medikamentenrückständen in  Fleisch und auch die Verarbeitung zur Wurstware sorgt dank enthaltener Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und künstlicher Aromen immer wieder für Negativpresse. In der Tat finden sich auch auf Seiten der Wissenschaft erdrückende Hinweise dafür, dass man es mit dem Konsum bestimmter Fleischsorten nicht übertreiben sollte. Die Sinha-Studie wertete die Daten von rund 550.000 Männern und Frauen aus und stellte fest, dass mit hoher Aufnahme von rotem und verarbeitetem Fleisch die Sterberate im Vergleich zum Wenigverzehr bei Männern um 31% und bei Frauen um 36% ansteigt. Klingt erst einmal sehr schlimm, was man jedoch wissen muss ist, dass bei weißem Fleisch ein genau umgekehrter Effekt zu beobachten war, d.h. hoher Geflügel- und Fischverzehr senkte das Sterberisiko. Fazit Fleisch ist und bleibt ein wichtiges und wertvolles Lebensmittel. Auch mit rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischwaren gibt es keine Probleme, solange man es hier mit der Menge nicht übertreibt – Die Dosis macht das Gift!

Mythos 3 – Man kann so viel Obst essen wie man möchte

Der Mythos Obst ist gesund und hat nur wenige Kalorien – der perfekte Diäthelfer! Die Wahrheit Vorsicht vor zu viel Obst! Was überall als ach so gesundes Lebensmittel propagiert wird sollte nur mit Maß und Ziel in Eurem Ernährungsplan auftauchen. Bei Obst handelt es sich um kohlenhydrathaltige, protein- und fettarme Lebensmittel mit einem relativ hohen Wassergehalt und je nach Sorte mehr oder weniger hohen Mengen an Ballaststoffen. Der Kohlenhydratanteil setzt sich aus einem Glucose/Fructose-Gemisch zusammen. Beide ergänzen sich optimal wenn es um die Aufnahme aus dem Verdauungstrakt geht. Während der Glucoseanteil jetzt jedoch direkt in Blut geleitet wird um dort den Blutzuckerspiegel zu erhöhen und Insulin auszuschütten, muss Fructose weiter zur Leber transportiert werden wo Enzyme sie spalten. Erst jetzt kann Fructose in den normalen Energiekreislauf eingeschleust werden. Der Vorteil von Fructose ist damit, dass Sie insulinneutral aufgenommen werden kann mit dem Nachteil, dass natürlich auch keine insulinvermittelte Sättigung eintritt. Im Gegenteil - Von zu hohem Fructoseverzehr weiß man um die negative Beeinflussung des Leptinaufkommens und damit um einen starken Einschnitt in unser Sättigungsempfinden. Auch ein Rückgang der Insulinsensibilität unserer Zellen sowie eine verstärkte Lipogenese (Neubildung von Fettzellen) konnte unter hoher Aufnahme von Fructose beobachtet werden. Letztlich belegen Miller und Adeli 2008 ein erhöhtes Risiko für die Ausbildung des metabolischen Syndroms mit zu hohem Fruchtzuckerkonsum. Fazit Der wirklich gefährliche und hoch dosierte Fruchtzucker stammt natürlich nicht aus Obst, sondern aus verarbeiteten Lebensmitteln, insbesondere Getränken. Man sollte sich dennoch auch bei Obst der Tatsache bewusst sein, dass es stetig Kalorien aus Kohlenhydraten (Einfachzuckern) liefert und das zu viel Fructose eine Reihe von Nachteilen birgt. Einen Freifahrtschein für Obst in der Diät kann man nicht ruhigen Gewissens ausstellen
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