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DOPING-SKANDAL – Profifußballer Zidane verwendet CREATIN

Der Stern präsentierte unlängst einen Skandal den die meisten FitnessFreaks eigentlich nur belächeln würden. Zinedine Zidane, seines Zeichens Weltfußballer 2003 muss sich vor Gericht dafür verantworten, während seiner aktiven Zeit bei Juventus Turin regelmäßig Creatin als leistungssteigernde Nahrungsergänzung eingenommen zu haben. Die Rede ist von 2 Gramm welches nach Anweisung des verantwortlichen Teamarztes in Spielpausen regelmäßig zum Einsatz kam. Fragwürdig wie man sich hinsichtlich einer Verwendung von Creatin recht zu fertigen hat, da Creatin nicht auf dem Doping-Index steht. Auch andere Vertreter des Fußballsports wie Paul Merson vom Premier-Ligisten Aston Villa machen eine unglaubliche Welle um die Verwendung von Creatin im Fußballsport indem Sie die Wirkung wie folgt beschreiben „Du glaubst zu fliegen“. Recherchen zur Folge, sei die Verwendung von Creatin im Fußball absolut nichts unübliches, vielleicht nicht derart regelmäßig wie im Fitness- und Bodybuildingbereich, dennoch aber beispielsweise nach Verletzungspausen. Diskutiert werden gefährliche Wassereinlagerungen und mögliche schädliche Langzeitwirkungen, Verkürzungsgefühle in der Muskulatur und angeblich „creatin-bedingte“ Faserrisse.

Ist Creatin nun doch nicht unbedenklich?

Untersuchungen zur Folge verwenden zwischen 70 und 80 Prozent aller Schnellkraftsportler Creatin als leistungssteigernde Nahrungsergänzung. Aus dem amerikanischen Schulsport ist bekannt, dass schon unter den 10-18 jährigen jeder sechste Athlet mit Creatin arbeitet und es sich besonders im Football und Hockey größter Beliebtheit erfreut. Unwahrscheinlich also, dass man Creatin in absehbarer Zeit auf dem Doping-Index wieder finden wird, zumal auch die Europäische Behörde für Lebensmittelrecht (EFSA) Creatin für unbedenklich erklärt und ihm nachweislich eine Steigerung der Muskelmasse und Muskelkraft sowie mehr Muskelleistung insbesondere für hochintensive, repetitive Tätigkeiten bescheinigt. Creatin zählt damit zu den wenigen Nahrungsergänzungen bei denen es Herstellers erlaubt ist, eine leistungssteigernde Wirkung auch auf den Produkten sowie den Angebotsseiten zu bewerben. Lediglich für eine Hochdosisphase (wie sie heutzutage zumindest in unserem Sport nicht mehr praktikabel ist) sind gelegentlich eintretende Wassereinlagerungen, Blähungen, Durchfall oder Muskelkrämpfe belegt. Der EFSA zur Folge, gelten bis zu 3g Creatin pro Tag als absolut risikofrei. Die oben zitierte eingesetzte Menge von 2g Creatin findet sich übrigens in natürlichen Lebensmitteln beispielsweise schon in 200g Hering oder 250g Lachs sowie Rindfleisch. Ein schädigender Einfluss von Creatin auf die Nieren gilt schon seit 2008 als widerlegt. In einer Studie aus dem European Journal Of Applied Physiology verabreichten die Forscher untrainierten Probanden im Alter von 18 bis 35 Jahren über 3 Monate entweder 10g Creatin oder ein Placebo in Verbindung mit aerobem Training und kontrollierten den Einfluss spezifische Marker zur Nierenfunktion sowie Nierenbelastung. Im Ergebnis konnte keinerlei Störung der Nierenfunktion durch Creatin festgestellt werden. Auch in einer Langzeitstudie blieben negative Auswirkungen einer regelmäßigen Creatinsupplementierung von durchschnittlich 9,7g pro Tag über bis zu 4 Jahre der Einnahme aus. Untersucht wurden hier insgesamt 65 Blutmarker die allesamt Rückschlüsse auf die Organfunktion zulassen. Erfahrungsberichte zu einer vermeintlichen Schädigung von Muskelgewebe mit höherer Anfälligkeit zu Muskelfaserrissen mit der Anwendung von Creatin existieren in der Tat, eine fundierte Studienbasis an der sich ableiten ließe wie viel Creatin hier über welchen Zeitraum verabreicht wurde und welche negativen Effekte konkret von Creatin ausgehen fehlen allerdings bis dato. Bekannt ist hingegen, dass Creatin gerne nach Sportverletzungen zum Einsatz kommt um beschädigte Gewebsstrukturen wieder zu kräftigen.

Resümee

Ein Doping-Skandal der sich auf der Verwendung von Creatin im Hochleistungssport begründet entbehrt nicht nur aus Sicht von IOC, EFSA und Co jeglicher Logik sondern lässt sich auf Seiten einer potenziell von der Verwendung ausgehenden Gefahr nicht begründen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir Creatin noch sehr lange Zeit als legale, wirkungsvolle Substanz erwerben können.
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