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Erkältung im Anmarsch! —Wie steht es mit Training?

Es ist jedes Mal eine Gewissensfrage. Man fühlt sich eigentlich nicht wirklich schlecht, befindet sich vielleicht gerade im Muskelaufbau und freut sich auf jedes Energie geladene Training und dann passiert es  --  der Hals fängt an zu kratzen, eine leichte Rotznase macht sich bemerkbar und das ein oder andere Hüsteln lässt erahnen, dass sich möglicherweise eine Erkältung anbahnt. Was tun? Wie sind die ersten Vorboten einer Erkältung zu bewerten? Was passiert während dessen in unserem Körper und wie sollte man sich jetzt verhalten? Eine Situation mit der besonders jetzt in den kalten Wintermonaten täglich zu rechnen ist, darum heute Mal einige grundsätzliche Informationen zu unserem Immunsystem und dem Einfluss von Training auf unser körpereigenes Abwehrsystem.

Was ist das Immunsystem eigentlich?

Unser Immunsystem setzt sich aus einer Vielzahl an Einrichtungen zusammen. Immunzellen, Moleküle aber auch der Säureschutzpuffer (ph-Wert) unserer Haut zählen mitunter dazu. Das Immunsystem schützt uns einerseits vor negativen äußeren Einflüssen, sorgt aber auch IM Körper für „Ordnung“ in dem es sich um die Entsorgung alter kranker Zellen kümmert und bestimmte Zellen die es als fremdartig oder gefährlich ansieht sogar zum Absterben bewegt (Apoptose – programmierter Zelltod). Grundsätzlich muss man zwei Arten der Immunabwehr voneinander unterscheiden. Das angeborene Immunsystem hat statisch-gleich bleibende Funktionen und setzt sich aus den Ephitelschichten der Haut mit deren Säureschutz sowie einer Barriere aus Makrophagen und Granulozyten zusammen, die fremdartige Erreger im Körper entlarven, anzugreifen und weitere immunologische Schritte in Gang zu setzen. 90% aller Infektionen werden bereits hier abgewehrt. Das adaptive Immunsystem ist deshalb so effektiv weil es in der Lage ist, sich an neue Erreger anzupassen. Im Rahmen dieser Adaption bildet es spezifische, genau auf den jeweiligen Erreger passende Antikörper. Einmal gebildet werden die entsprechenden Informationen gespeichert und können bei einem nochmaligen Auftreten desselben Erregers schnell wieder abgerufen werden. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen das beispielsweise Gruppeschutzimpfungen genau diese Möglichkeit des Körpers ausnutzen. Es werden kleine Mengen eines Erregers gespritzt und das Immunsystem so zur Bildung von Antikörpern angeregt, damit im Falle einer echten Infektion schnell und effektiv dagegen vorgegangen werden kann. Das Problem mit derartigen Impfungen besteht leider in der Wandelbarkeit von Grippeviren, so dass nicht sichergestellt ist, dass eine Impfung alle Arten von Grippeviren abdeckt. Fazit Unser Immunsystem besteht aus einer Vielzahl an Einrichtungen. Sie arbeiten alle Hand in Hand und bekämpfen so zum einen gemeinsam negative Einflüsse von außen, sorgen aber auch IN unserem Körper für Ordnung

Wann wird man krank?

Wenn es um das Thema Krankheit und Sport geht; muss man sich im Klaren darüber sein, wann wir überhaupt richtig krank werden und wann nicht; denn nicht immer führen die eingangs erwähnten Symptome zum tatsächlichen Ausbruch einer Krankheit. Entscheidend sind dabei 2 Faktoren: 1. Wie stark ist der Erreger und in welcher Menge wird unser Körper damit konfrontiert 2. Wie stark ist unser Immunsystem und kann es sich in vollem Umfang um den Erreger kümmern Bei Punkt 1 geht es um die sog. Erregerdosis. Man versteht darunter die Menge eines Erregers bei der unser Immunsystem die Notwendigkeit sieht, eine richtige Krankheitssymptomatik auszulösen um dem Erreger Herr zu werden. Ob er sich dafür entscheidet oder versucht das Problem mit „einfacheren Mitteln“ in den Griff zu bekommen; hängt nun natürlich auch von Punkt 2, der vorhandenen Kapazität ab und hier kommt nun auch das Thema Sport ins Spiel. Fazit Unser Immunsystem entscheidet je nach Erregerstärke und Kapazität seiner Gegenmaßnahmen darüber, ob aus einer kleinen Rotznase eine manifeste Erkältung wird oder nicht

Sport beeinflusst das Immunsystem!

….ein Fakt der vielfach belegt ist! Es kann sogar ganz genau bestimmt werden, welche Immunmarker sich unter dem Einfluss von Sport auf welche Art und Weise verändern. Generell sagt man intensivem exzessivem Sport eher eine negative Wirkung auf das Immunsystem zu. Es wird STARK in Mitleidenschaft gezogen; da ein enormes Aufkommen an oxidativem Stress akut bewältigt werden muss und sich das Immunsystem zudem um den Abtransport defekter zerstörter Zellen kümmern zu kümmern hat, die ebenfalls im Training anfallen. In Zuge dessen ist einigen sicher der Begriff „open window“ bekannt, bei dem es sich um die ersten Stunden nach einem intensiven Workout handelt in denen unser Immunsystem stark geschwächt ist und wir besonders empfänglich für Erkrankungen sind. Soll nicht heißen das Sport in dieser Art und Weise ungesund ist, in Verbindung mit anfliegenden Krankheiten muss man hier jedoch äußerste Vorsicht walten lassen und sollte wirklich nur GANZ gesund trainieren. Moderate Belastungen wirken sich zwar positiv auf das Immunsystem aus und verbessern immunologische Parameter, dennoch nimmt auch eine moderate Belastung zunächst einmal einen Teil der Kapazität des Immunsystems in Anspruch der gerade JETZT wo es gilt Erreger akut zu bekämpfen nicht zur Verfügung steht. Auch hier sollte man also den vernünftigen Weg gehen und aufs Training verzichten, damit es möglicherweise gar nicht zum Ausbruch der Krankheit kommt. Fazit Vorausschauend sollte man auch bei einer angehenden, noch nicht ausgebrochenen Krankheit auf das Training verzichten um so möglicherweise einen Ausbruch zu verhindern!

Resümee

Beim Thema „Erkältung im Anmarsch“ ist Voraussicht und Vernunft angesagt. Effektiv lassen sich durch einen Tag Pause mehr möglicherweise mehrere Tage ohne Training vermeiden.
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