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Fitness-Mythen unter der Lupe!

In der Fitness Szene schwirrt so Einiges an Mythen herum. Oftmals vollkommen ohne (wissenschaftliche) Begründung. Oftmals weiß man vielleicht auch schon gar nicht mehr, woher die einzelnen Aussagen eigentlich stammen oder sie sind so tief in den Köpfen der Sportler und Athleten verankert, dass man sie schon gar nicht mehr in Frage stellt, sondern als richtig und sinnvoll hinnimmt. Wir wollen uns mit einigen dieser Mythen nun einmal etwas genauer beschäftigen.

HIIT - das einzig Wahre

Unter HIIT versteht man hochintensives Intervalltraining, welches in den letzten Jahren immer mehr in Mode gekommen ist. Genau genommen ist es derart in Mode, dass man es schon als „das einzig Wahre“ zum Fettabbau bezeichnet. Doch was ist dran? Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge soll ein HIIT den Nachbrenneffekt stark erhöhen. Sprich, der Körper verbrennt auch Stunden und Tage nach der Belastung noch immer zusätzlich Kalorien, da der Stoffwechsel derart intensiv angekurbelt wurde. Und dieser Nachbrenneffekt wurde auch dokumentiert. Es folgt das große ABER! All die Studien, die zu einem wirklich relevanten und signifikanten Nachbrenneffekt geführt haben, wurden an Leistungssportlern durchgeführt. Wie selbst die Wissenschaftler beschrieben haben, könne eine derartige Intensität, die nötig wäre um einen entsprechenden Nachbrenneffekt auszulösen von Freizeitsportlern nur in den aller seltensten Fällen erbracht werden. Für Anfänger ist HIIT als nahezu Zeitverschwendung, wenn es zur Stimulation des Nachbrenneffektes eingesetzt werden soll. Nehmen wir nun aber an, wir sind etwas Besonderes. Wir sind ausnahmslos der Anteil der der Freizeitsportriege, die mit Hochleistungssportlern und Profi-Sportlern mithalten können. Wann setzen wir HIIT in der Regel ein? Wahrscheinlich während einer Diät. Können wir es uns tatsächlich anmaßen, dass wir die Intensität, die ein Profi-Sportler in bester Verfassung unter absoluter Ausbelastung aufbringen muss um den Nachbrenneffekt zu erhöhen, einfach mal so im „Vorbeilaufen“ während einer kalorienreduzierten Diät (welche schon für sich alleine nicht leistungsfördernd ist) aufbringen und den gleichen Nutzen daraus ziehen? Wohl eher nicht. HIIT scheint also zumindest in der praktischen Umsetzung nicht das einzig Wahre zu sein.

Das „Window of Opportunity“

Dieses „Window“ wird meist auch als „anaboles Zeitfenster“ nach dem Training beschrieben. Zu dieser Zeit soll der Körper besonders aufnahmefähig sein für Nährstoffe und nur wer während dieser Zeit ausreichend Nährstoffe in Form von Proteinen, Aminosäuren und Kohlenhydraten zuführt wird maximalen Erfolg durch sein Training haben. All diejenigen die dieses Zeitfenster verpassen, können nicht mit maximalen Trainingsfortschritten und Trainingsanpassungen rechnen. Nun, auch das hat sich ganz offensichtlich als nicht ganz richtig herausgestellt. Es ist zwar richtig, dass der Körper nach einer Belastung besonders aufnahmefähig ist, jedoch spielt dies keine Rolle, wenn man nicht gerade mehrfach täglich trainiert. Wer also mindestens 24 Stunden Zeit bis zur nächsten Trainingseinheit hat, muss sich keine Sorgen um mangelnde Fortschritte machen, nur weil er/sie nicht innerhalb der ersten 45 Minuten nach dem Training Protein zugeführt hat. Wichtiger als das Timing ist, am Ende des Tages die ausreichende Menge an Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten und weiteren essentiellen Nährstoffen aufgenommen zu haben. Denn wenn es tatsächlich ein anaboles Zeitfenster während dem Training geben sollte, dann ist dies mindestens drei Stunden lang geöffnet. Und innerhalb dieser Zeit nach dem Training nimmt in der Regel jeder eine kleine Mahlzeit zu sich. Die „Take-Home-Message“ ist hier also klar: Konzentriere dich nicht übermäßig auf Optimierungen und deinen Post-Workout-Shake, sondern bring deine Ernährung während des gesamten Tages auf Vordermann, wenn du maximale Resultate aus deinem Training ziehen möchtest. Das ist deutlich wichtiger und entscheidender für den langfristigen Erfolg als ein kleines „30 Minuten Zeitfenster“ nach einer einzelnen Trainingseinheit!
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