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Fitness-Tracker im Test – Wer schneidet am besten ab?

Fitness ist „in“ das bemerken mehr und mehr auch die Hersteller elektronischer Gerätschaften. Der neueste Trend mit dem versucht wird Geld in Kassen zu erwirtschaften ist das Fitness-Tracking, Life-Tracking oder wie auch immer man es bezeichnen möchte. Man gibt den Menschen etliche Daten über deren Tagesaktivität an die Hand in der Hoffnung, sie würden sich damit zu einem Lebensstil mit mehr Bewegung hinreißen lassen. Verkaufen lassen sich Fitness-Tracker zweifelsohne aber haben sie auch wirklich einen Wert? Die Königsdisziplin beim Tracking ist zweifelsohne die Ermittlung des ECHTEN Kalorienbedarfs. Zu wissen, wie hoch der individuelle Kalorienverbrauch ausfällt kann in der Tat eine alles entscheidende Information darstellen. Zwei Dinge müssen hierzu aber trotz Tracking gegeben sein: 1. Man muss sich mit den Ergebnissen befassen und etwas draus machen / 2. Die Ergebnisse müssen stimmen. Gerade hinsichtlich Punkt 2 ist Anzahl der Geräte mit minderwertigen, unbrauchbaren Daten immer noch extrem hoch, während nur sehr wenige Geräte wirklich gute Informationen liefern. Der heutige Artikel befasst sich mit dem neuesten Vergleich unterschiedlicher Kalorien-Tracker sowie einer Studie der Harvard-University aus der hervorgeht, ob Life-Tracking wirklich das Verhalten der Menschen verändert oder nicht.

Kalorien-Tracker im Test – Wer ist der Sieger?

Yang und Kollegen untersuchten 2015 die Fehlerrate mehrerer derzeit erhältlicher Kalorien-Tracker. Mit dabei: - Body Media Fit Core - Actigraph GT3X+ - Fitbit Flex - Nike+ FuelBand SE - Jawbone UP24 - Misfit Shine - Polar Loop Zu allen Geräten mit Ausnahme des Polar Loop liefert die Studie nun genaue Daten, einmal natürlich zur Gesamtabweichung aber auch zu Fehlerraten bei spezifischen Tätigkeiten. Gemessen wurde an insgesamt 52 Probanden im Alter von 18 bis 65 Jahren über 20 bzw. 25- minütige Intervalle einmal die Fehlerabweichung bei sitzender Tätigkeit, aerobem Training und anaerobem Training. Im Ergebnis wurde die Gesamtfehlerrate wie folgt dargestellt: - BodyMedia Core: 15.3 % - Actigraph GT3X+: 16.7 % - Fitbit Flex: 16.8 % - Nike+ FuelBand SE: 17.1 % - Jawbone UP24: 18.2 % - Misfit Shine: 30.4 % Hinsichtlich der einzelnen Tätigkeiten stellte sich heraus,  dass die genauesten Ergebnisse im Rahmen sitzender Tätigkeit gemessen werden, dass alle Kalorientracker die größten Schwierigkeiten nach wie vor mit der Interpretation anaerober Tätigkeiten haben und dass es tatsächlich Geräte gibt, bei denen es zu Einzelabweichungen in Höhe von 50% bis 60% kommt. Anbei zwei Beispiele: - Misfit Shine – Fehlerrate aerobe Tätigkeit  60,1% - Jawbone – Fehlerrate anaerobe Tätigkeit 52,6% Geheim-Tipp: Polar M400 Aus einem Selbsttest habe ich ganz aktuell interessante Ergebnisse aus einem Direktvergleich BodyMedia und Polar M400 erhalten. Gemessen über 6 Tage unterschieden sich die Ergebnisse aus dem Kalorientracking um im Durchschnitt weniger als 2,5% was ein hervorragendes Ergebnis darstellt. Da der Sieger aus oben genannter Studie (BodyMedia) offiziell nicht mehr hergestellt wird, könnte der Polar M400 tatsächlich eine genaue und günstige Alternative darstellen. Fazit Der Testsieger heißt BODYMEDIA CORE. Insgesamt verspricht dieser Tracker die geringsten Abweichungen hinsichtlich der Ermittlung des Kalorienbedarfs. Geheim-Tipp in Sachen Tracking ist der Polar M400

Sorgen Tracker tatsächlich für mehr Bewegung?

Nachdem wir nun den derzeit „besten“ Kalorientracker ausfindig gemacht haben, gilt es noch die Frage zu klären, inwieweit Tracking wirklich für mehr Bewegung sorgt. Hierzu gibt es eine ebenfalls aktuelle Studie der Harvard-University mit 51 übergewichtigen, älteren Frauen die für gewöhnlich durchschnittlich 33 Minuten pro Woche Sport im moderaten bis intensiven Bereich trieben. Man teilte die Probandinnen in zwei Gruppen. Gruppe 1 erhielt lediglich einen Schrittzähler wie er auch schon in aktuellen Smart-Phones installiert ist. Die Probandinnen aus Gruppe 2 arbeiteten mit FitBit (ein Aktivitäts- und Schlaftracker). Beide Gruppen wurden angehalten, für die kommenden 16 Wochen mindestens 10.000 Schritte täglich zu gehen und sich mindestens 150 Minuten pro Woche moderat bis intensiv zu betätigen. Auf den ersten Blick enttäuscht das Ergebnis. Keine der 51 Frauen schaffte es, weder mit Schrittzähler noch mit Fitness-Tracker die vorgegebenen Tagesziele zu erreichen. Immerhin bewegte Tracking die Fitbit-Gruppe zu durchschnittlich 38 Minuten mehr Aktivität als der Schrittzähler was letztlich aber auch nur einer kurzen Trainingseinheit pro Woche entspricht. Fazit Fitness-Tracker machen aus unsportlichen Menschen keine Sportler. Auch wenn man mehrmals täglich daran erinnert wird und seine Tagesaktivität angezeigt bekommt, muss man dennoch genug Eigenmotivation aufbringen um die Vorgaben auch zu erfüllen. Beim Thema Motivation stößt damit also auch Tracking an seine Grenzen
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  • Die Werte der M400 kann ich auch bestätigen

    Die Werte der M400 kann ich auch bestätigen, habe BM und M400 zeitgleich getragen. Interessant dabei ist: die in der M400 verbaute Technik beinhaltet die Funktion des Polar Loop. Beide zeitgleich getragen weichen die Werte doch um 3-400kcal ab. Aber eventuell kann der Nachfolger, Loop 2 in verbesserter Version eher mit der M400 mithalten.

    Leider ist bei dem Test die Fitbit Charge HR nicht berücksichtigt. Mein persönlicher Favorit. Letztendlich sollte man sich aber nie blind auf ein Gerät verlassen um nicht das Gefühl für den eigenen Körper zu verlieren. Das Spiegelbild ist immer noch am aussagekräftigsten. Beste Grüße

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