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Ganja Workouts – Haben bekiffte FitnessFreaks die Nase vorn?

Es gibt nichts das es nicht gibt. Neulich bin ich auf einen Trend in Verbindung mit Yoga gestossen, den es wohl schon seit 2009 gibt, der mir bis dato aber nicht bekannt war, das sog. “Ganja Yoga”. Dee Dussault, ihres Zeichens Yoga-Lehrerin bietet sog. “Smoke-Sessions” an bei denen in der Tat erst mal “einer durchgezogen wird” bevor es in die entspannende, aktivierende Yoga-Stunde geht. Ich habe mit einer Yoga-Lehrerin aus Deutschland, Andrea Szodruch, gesprochen und Sie zu Ganja-Yoga befragt. Ausserdem habe ich in Eurem Auftrag nach Verweisen gesucht die eine Verwendung von Cannabis möglicherweise auch für Muskelaufbau und Fettabbau rechtfertigen würde.

Yoga und Cannabis – Das sagt die Expertin

Die Amerikaner sind ein verrücktes Volk das steht fest. Neue “Crazy-Trends” schwappen oftmals über den großen Teich zu uns, so eben auch besagtes Ganjah-Yoga bei dem (sofern ärztlich verordnet) vor den eigentlichen Sessions gekifft wird. Wer kein ärztliches Attest zum Konsum von Cannabis vorweisen kann darf gerne schon “stoned” zu den Sessions erscheinen, aber eben vor Ort nicht mehr konsumieren.  Hintergrund zu Ganja-Yoga sei eine auf den Konsum von Cannabis folgende deutlich bessere Dehnungs- Streckungs- und Entspannungsfähigkeit. Andrea Szodruch sieht den Zusammenhang zwischen Yoga und Cannabis als sehr schwammig:  “Der ein oder andere mag das vielleicht befürworten, für mich ist das als Yoga und Fitness Coach aber unnötig und nicht wirklich sinnvoll”, so die Münchnerin.  Weiter fügt sie hinzu: “Ich glaube da wurde nicht ganz verstanden, worum es beim Yoga geht”. Im Yoga geht es zum einen darum, die Beweglichkeit zu verbessern zum anderen hat Yoga aber auch einen großen mentalen Aspekt. Es fördert unsere Konzentration, unser Durchhaltevermögen und hilft uns, vom Alltag abzuschalten. Bei fast jedem von uns ist Multitasking tagein- tagaus standard im Tagesablauf. Meistens bekommen wir dadurch aber weniger getan, als wir schaffen würden, wenn wir uns auf eine Sache konzentrieren würden. Genau hier setzt Yoga an. Während einer Yogastunde konzentriert man sich nur auf die Atmung, die Bewegungen und darauf, wie sich der Körper anfühlt. Tut mir eine Haltung gut? Bis wohin kann ich gehen? Hier kommt es nicht darauf an, was der Nebenmann oder die Nebenfrau macht, sondern darauf, was unserem Körper in dem Moment gut tut. Durch das Verharren für einige Atemzüge in den jeweiligen Asanas (das sind die Yogahaltungen) stärken und dehnen wir unsere Muskulatur gleichermaßen. Weil die ein oder andere Haltung durchaus anstrengend werden kann, wird somit auch unser Durchhaltevermögen gefordert. Fazit Die Expertin sieht den zusätzlichen “Cannabis-Rausch” in Verbindung mit Yoga als unnötig. “Sinne sollen geschärft nicht vernebelt werden” und ein Maximum an Dehnungsfähigkeit sei keine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Yoga Session

Kiffen für FitnessFreaks

Nach dem wir nun leider Gottes erfahren haben, dass “Ganja-Yoga eher einen guter Marketingtrick als eine wirklich sinnvolle Trainingskombination darstellt stellt sich natürlich die Frage, wie sich der Konsum von Cannabis auf Muskelaufbau und Fettabbau niederschlägt. Leider finden sich auch hierzu vernichtende Hinweise, die eine Verwendung von Cannabis für FitnessFreaks zum NoGo machen. Mehrere durch Cannabis ausgelöste Mechanismen wie eine Hemmung der Cholesterin Esterase, eine Hemmung der 3βHSD-Aktivität (ein Enzym welches an der Testosteronsynthese beteiligt ist), oder eine festgestellte Wechselbeziehung zu Progesteron sorgen für tendenziell sinkende Testosteron-Level in Verbindung mit der Aufnahme von Cannabis. Wer an einer Reduzierung des Körperfettgehalts interessiert ist tut ebenfalls gut daran, Cannabis abzuschwören. In Cannabis enthaltenes Cannabigerol sorgt für eine Stimulierung sog. a2-adrenerger Rezeptoren. Sie fungieren als “Lipolyse-Bremse”, d.h. Sie wirken der Ausschleusung von Fettsäuren aus den Fettdepots eher entgegen als Sie zu fördern. Auch eine direkt hemmende Wirkung auf die b-Oxidation, also die Verbrennung langkettiger Fettsäuren in den Mitochondrien (den Kraftwerken der Zelle) ist von Cannabis bekannt. Durch eine hemmende Wirkung auf den sog. Carnitin-Carrier, also das Fettsäure-Taxi kommen weniger Fettsäuren dahin wo Sie eigentlich der energetischen Verwertung zu geführt werden sollen, ergo die Fettverbrennung ist gehemmt. Letztlich sorgen weitere von Cannabis ausgelöste Signale für eine begünstigte Fettakkumulation und Fettsäuresynthese.

Resümee

Kiffer sind Kiffer, Sportler sind Sportler, ich denke diese Message geht aus dem heutigen Artikel relativ eindeutig hervor. Cannabis verspricht weder Vorteile für Entspannungstechniken wie Yoga noch für Muskelaufbau oder Fettabbau.

Quellen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/867048 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/461997 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/693551 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20002104 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20204561 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15864349 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15864340
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