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Glaubt ihr immer noch an den Fettverbrennungspuls?

Ein Thema wie es aktueller nicht sein kann. Neulich bei meiner Cardioeinheit auf dem Cross-Trainer durfte ich wieder einmal Zeuge eines Gesprächs zwischen Trainer und Schützling werden in dem es um die beste Strategie zum Fettabbau ging. Auf hoch wissenschaftliche Art und Weise erklärte der Trainer die Bedeutung der Herzfrequenz auf das verstoffwechselte Energiesubstrat und schlägt damit voll in die Kerbe des Mythos vom Fettverbrennungspuls „Wer die Fettverbrennung maximieren möchte, sollte dies immer mit einer niedrigen Herzfrequenz tun. Je niedriger die Herzfrequenz desto mehr Fett wird anteilig verbrannt“ Mit diesem Satz tapste der Schützling dann gemütlich vor sich hin und wunderte sich sicher, dass er nicht einmal ins Schwitzen gekommen war, trotzdem aber unwahrscheinlich viel Fett abgebaut haben sollte. Leider ist diese Situation noch immer absoluter Studioalltag der wieder einmal unterstreicht, wie es teilweise um die Qualität der sog. „Trainer“ in Fitness-Clubs bestellt ist die sich für 7 bis 8,50 Euro auf der Trainingsfläche als hoch qualifizierte Mitarbeiter ausgeben oder ausgeben müssen. Lasst uns den Mythos des Fettverbrennungspulses heute kurz und knapp relativieren!

Die Sache mit der Herzfrequenz

Der Mythos des Fettverbrennungspulses wird von Generation zu Generation weiter gegeben seit ich denken kann. Demnach sollte man Cardiotraining mit einer Herzfrequenz von maximal 120 Schlägen abhalten um sich damit voll in der Fettverbrennung zu befinden. JA es stimmt….. mit einer Herzfrequenz von 120 Schlägen pro Minute wird prozentual gesehen tatsächlich mehr Fett verbrannt als mit einer höheren Herzfrequenz wie beispielsweise 150 Schlägen pro Minute. Begründen lässt sich dies dadurch, dass im Rahmen dieser Herzfrequenz noch ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht um damit Fettsäuren maximal in den Mitochondrien (den Kraftwerken unserer Zellen) zu oxidieren um daraus Energie bereit zu stellen. Ausreichend Sauerstoff ist das KO-Kriterium für eine dominante Rolle der Fettverbrennung im Rahmen des Energiestoffwechsels beim Sport. Die Frage die sich jedoch stellt ist, wie es denn nicht prozentual sondern ausgedrückt in Gramm um das tatsächlich verbrannte Fett bei einer Cardioeinheit im Fettverbrennungspuls im Gegensatz zu einer höheren Herzfrequenz bestellt ist. Hierzu ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung: Nehmen wir einmal eine 60-minütige Cardioeinheit mit einer Herzfrequenz von im 120 Schlägen pro Minute an. Aufgrund der geringen Belastung verbraucht diese Art der Betätigung bis maximal 8kcal pro Minute, ergo etwa 480kcal pro Stunde. 80% dieses energetischen Aufwands kann man der Fettverbrennung zuordnen, was einem tatsächlichen Verbrauch von 41g Fett oder 384 kcal gleich kommt. Eine ebenfalls 60-minütige Cardioeinheit mit einer Herzfrequenz von 150 Schlägen pro Minute wird sich individuell verschieden etwa im Bereich von 15kcal pro Minute einpendeln. Der Mehrumsatz begründet sich logischerweise aus der stärkeren metabolischen Gesamtbelastung. Etwa 50% dieser angenommenen 900kcal entfallen auf Fett, d.h. es ergibt sich ein Verbrauch von 48,4g Fett und das obwohl  nur die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs aus Fett stammt. Fazit Cardiotraining mit höherer Herzfrequenz verbrennt anteilig am Gesamtverbrauch weniger Prozent Fett. Insgesamt führt die höhere Belastung über den höheren Gesamtkalorienverbrauch dennoch zu einer netto stärkeren Fettverbrennung

Resümee

Unterm Strich ist der Fettverbrennungspuls eine effektive Methode, ineffektiv eine Menge Zeit auf dem Cardiogerät zu verbringen. Altertümliche Überlegungen zur prozentualen Beteiligung des Energieverbrauchs gehen am Gesamtziel vorbei, möglichst schnell möglichst viel Fett los zu werden. Sollte Euch ein Trainer über diese Gegebenheit derart falsch aufklären wollen…. lasst ihn stehen und macht Euer eigenes Ding denn ihr wisst es besser!
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