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Goal-Setting: Wie man sich Ziele setzt und sie erreicht

Artikel die das Thema Motivation aufgreifen, gibt es viele. Gut, schließlich ist Motivation ein begrenztes und sich ständig erschöpfendes Gut, das von jedem Athleten in regelmäßigen Abständen erneuert werden sollte – ganz so, als würde man weiteres Holz ins Feuer legen und der Flamme des Antriebs neue Nahrung liefern. Das Gesetz der trägen Masse besagt, dass ein Objekt schwer in Bewegung versetzt werden kann, aber wenn es erst einmal auf dem Weg ist, dann ist es oftmals ein Kinderspiel das Tempo zu halten. Und Motivation ist genau der Treibstoff, den wir benötigen, um in stressigen Situationen am Ball zu bleiben. Einige Kraftsportler haben bereits in Kindheitstagen gelernt, wie man am besten die Motivation bewahrt und die Flinte nicht vorschnell ins Korn wirft. Einige von uns brauchten vielleicht erst das Arbeitsleben oder ein Studium – einen kräftigen Tritt in den Hintern – um die Dinge zu kapieren, auf die es in Sachen Erfolg ankommt. Diejenigen, die es dagegen nicht gelernt haben, fangen viele Sachen an aber nur die wenigsten bringen sie zu Ende. Ihnen fehlt der Überblick, vielleicht auch der Anreiz und mit Sicherheit das Ziel vor Augen. Ziele im Leben sind wichtig, denn sie dienen uns als eine Art von Checkpoint, an dem wir inne halten können und an dem wir uns selbst, unseren Weg und unsere Leistung genauer in Augenschein nehmen. Und wir sollten kritisch sein! Haben wir alles Erdenkliche getan, was in unserer Macht steht, um unser Ziel zu erreichen? Hätten wir etwas besser machen können? Wenn ja, wie? Auf Aktion folgt Reflektion folgt Reaktion (und eine Kurskorrektur!)

Das Ziel vor Augen: Warum es wichtig ist

Wer keine Ziele im Leben hat, der treibt im endlosen Ozean des Lebens. Es treibt ihn hier hin und da hin, durch schweres Unwetter und ruhige See. Doch eigentlich ist das auch egal, schließlich gibt es ja keinen Hafen, der angesteuert wird. Keinen Ort, wo es gilt anzukommen. Ob man nun nach links oder rechts treibt, ist bei einer derartigen Denkweise egal. Was man dabei immer bedenken sollte: Wer kein Ziel im Leben hat, der kommt auch niemals irgendwo an (und falls doch, dann niemals dort, wo man es gerne hätte) – er bleibt ein Spielball der Gezeiten. Die Jahre vergehen und ehe man sich versieht blickt man auf ein langweiliges, durch und durch durchschnittliches, Leben zurück, welches einem weder Zufriedenheit noch Erfolg beschert hat. Und worauf soll man auch stolz sein – hat man doch nichts im Leben erreicht und nicht weiterentwickelt, weil man es versäumt hat sich klar abgesteckte Ziele zu setzen, welche man ambitioniert und entschlossen verfolgen kann.

Willst du der Beste sein oder nur der Durchschnitt?

Die meisten Menschen setzen ihre Messlatte, aus Furcht zu versagen, ganz tief an. Die Mehrheit hält es nicht für möglich, dass sie jemals großartige Dinge im Leben vollbringen wird, also zielen fast alle auf ein durchschnittliches Leben ab, welches sie nicht enttäuschen kann. Was viele vergessen: Der stärkste Konkurrenzkampf liegt nicht an der Spitze, sondern in der Mittelmäßigkeit – an der Spitze ist es oft einsam, wie man so schön sagt, doch es ist genug Platz für uns alle da, wenn wir es wirklich wollen. Wer sich ein hohes Ziel steckt, der kann versagen, doch wenn er kontinuierlich und mit Fleiß, Ambition und Ehrgeiz am Ball bleibt, dann kommt er sehr viel weiter, als derjenige, der vor lauter Unentschlossenheit und Furcht nicht einmal den ersten Schritt (in ein besseres Leben) wagt. Fehlschläge und Sackgassen gehören zum Spiel des Lebens dazu. „Irren ist menschlich,“ lautet ein bekanntes Sprichwort, doch tatsächlich sind es die Fehler, die wir machen, die uns nach vorne bringen und aus denen wir lernen. Wir irren uns zum Erfolg. Thomas Edison, der Erfinder der Glühbirne, hätte euch 10.000 Wege aufzeigen können, wie man eine Glühbirne nicht zum funktionieren bringt (denn genau so viele Versuche hat er laut Angaben gebraucht, bis er endlich die eine Lösung hatte). Henry Ford, der Mann der unsere Welt durch motorisierte Fahrzeuge revolutionierte, ließ seine Ingenieure mehrere Jahre nach einer bestimmten Bauteil für sein legendäres T-Modell forschen und das, obwohl ihm seine Leute immer und immer wieder gesagt haben, es sei unmöglich eine solche Maschine zu entwickeln. Ford, der Visionär, der er war, sagte ihnen, dass es ihm egal sei wie lange sie dafür brauchen würden. Er wolle diese Maschine und er werde sie auch kriegen! Nach mehreren Jahren hatten die Männer endlich Erfolg: der V8-Motor war geboren und Ford verdiente ein Vermögen. Was hatten Edison und Ford gemeinsam? Sie haben sich ein festes Ziel vor Augen gesetzt und alles Mögliche daran gesetzt, es zu erreichen, ohne Kosten und Mühen zu scheuen. Sie hatten die Idee, welche nur bis dato in ihrem Kopf existierte und übertrugen diese auf die reale Welt. Und auch wenn es mehrere Jahre dauerte und viele Fehlschläge gab, hielten sie an ihren Plänen fest. Das Wort „Unmöglich“ bedeutet nur, dass bisher noch niemand eine Lösung für das Problem gefunden hat. Und nur weil etwas unmöglich für jemanden erscheint, muss es nicht unmöglich für euch sein.

Ein Crash-Kurs in Sachen Zielsetzung

#1: Definition & Dokumentation

Wenn es darum geht seine Zukunft zu planen, dann kommt ihr nicht drum herum euch konkrete Ziele zu setzen. Jedenfalls nicht wenn ihr wollt, dass ihr sie erreicht. „Ein bisschen abnehmen“ oder „mehr Geld haben wollen“ reicht da nicht aus. Ihr müsst eure Ziele klar und deutlich definieren und am besten irgendwo niederschreiben. Ob Tagebuch, .doc-Datei oder ein Zettel, den ihr euch so hinhängt, dass ihr ihn jeden Tag seht: Eure Ziele müssen allgegenwärtig in eurem Kopf sein und eure Denkweise dominieren. Nur so seid ihr in der Lage das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und auch in schwierigen Zeiten den Überblick zu behalten. Unter klar definierten Zielen verstehe ich folgendes:
  • - Das Körpergewicht auf 80 kg reduzieren
  • - Den Körperfettanteil in den einstelligen Bereich bringen
  • - 100 kg auf der Bank drücken
  • -  Das doppelte Körpergewicht heben
  • - Jeden Tag ein halbes Kilo Gemüse essen
  • - einen 10 km Lauf ohne Probleme schaffen

#2: Begründung

Wählt hierfür Ziele aus, die in eurem Machtbereich liegen und auf die ihr Einfluss nehmen könnt. Was könnt ihr IM MOMENT tun, um näher an eure Ziele heranzurücken? Schreibt ebenfalls auf was euch das Erreichen des Ziels bringt. Was wird sich in eurem Leben verändern? Wieso ist es wichtig für euch, das Ziel zu erreichen? Findet einen Grund für eure Ziele.

#3: Zeitlimit

Wichtig ist dass ihr euch ein Zeitlimit setzt. Erstens sorgt dies für einen entsprechenden Fokus und zweitens arbeiten viele Menschen effizienter und zielorientierter, wenn sie eine Deadline haben. (Siehe Parkinsons Law: „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“) Heißt, je weiter ihr euer Ziel in die Zukunft verlegt, desto abstrakter wird es und desto leichter ist es, dieses Ziel aus dem Auge zu verlieren. Das Parkinson’sche Gesetz findet nach eigener Erkenntnis sehr oft bei Studenten Anwendung, nämlich dann, wenn die Zeit bis zur Klausur immer weniger wird. Plötzlich studieren alle Full-Time, anstatt zu prokrastinieren. Im Arbeitsleben und bei Projektarbeit ist es oft nicht anders: Man schiebt auf bis zur letzten Minute – wo wir bei #4 landen!

#4: Teilziele und Gesamtziele

Setzt euch langfristige Ziele (+5 Jahre), mittelfristige Ziele (6-12 Monate) und kurzfristige Ziele (Wochen bis wenige Monate). Parkinsons Law gilt hier ebenfalls und das Setzen von TEILZIELEN, hilft euch dabei EIN GROßES ZIEL der langen Frist in kleinen Schritten zu erreichen. Stellt euch vor, ihr müsstet eine Hausarbeit schreiben und würdet jeden Tag eine Seite schreiben – das ist MACHBAR und leicht zu erreichen. Doch wenn ihr zu lange wartet und dann +20 Seiten in 2 Tagen oder weniger schreiben müsst, dann ist das der Horror. Nehmt dem Arbeitsvolumen den Schrecken und arbeitet es Stück für Stück ab.

#5: Fehlschläge für angepasstes Wachstum

Schließlich solltet ihr auch bereit sein Fehlschläge zu akzeptieren. Dies gehört dazu und sorgt obendrein für eine große Lernkurve. Ihr lernt euch und euren Körper besser kennen, sammelt wichtige Erfahrung und wachst mit neuen Herausforderungen. Es ist keine Schande zu Boden zu gehen, doch es ist eine Schande, wenn man sich dazu entschließt nicht mehr aufzustehen und weiterzumachen.

#6: Evaluation erreichter Ziele

Wann immer ihr Teilziele (Kurzfristige bis mittelfristige Ziele) und Gesamtziele (Langfristige Ziele) erfolgreich erledigt habt, befindet ihr euch an einem sogenannten Checkpoint. Nun ist es an der Zeit euren Werdegang zu reflektieren und einmal auf das von euch Geleistete zurückzublicken. Ihr solltet dabei vielmehr auf den Weg schauen, wenn ihr bereits zurückgelegt habt und nicht das, was vor euch liegt. Schaut nicht auf die Kosten und Mühen – die (augenscheinlich) unüberwindbaren Berge – die noch vor euch liegen, sondern konzentriert euch immer nur auf den nächsten Schritt, der vor euch liegt. Eine Sache zur Zeit! Evaluiert euer Vorgehen und wie effizient es war. Was hätte man besser machen können? Wo gab es Schwierigkeiten? Wo lauerten Fehlschläge und kann man diese irgendwie umschiffen?

#7: Belohnung

Zuckerbrot-und-Peitsche-Prinzip. Ich denke, es sollte klar sein, dass ihr nach Erreichen eines Ziel stolz auf euch sein könnt. Für einige ist die Belohnung hinterher ein weiterer Anreiz, um sein Bestes zu geben. Zwar sollte das Erreichen des Ziels mitunter Belohnung genug sein, aber wenn ihr beispielsweise wirklich den einstelligen KFA-Bereich geknackt habt, wären ein paar neue Klamotten vielleicht eine passende Belohnung. Oder vielleicht doch besser ein Urlaub? Ein neues Videospiel? Tipp: Ich würde nicht unbedingt auf kulinarische Belohnungen (Fresstage/Junk) optieren, aber wenn ihr euch nach einer harten Diät einen Besuch im Steakhouse gönnt, bin ich der Letzte der meckert. ;)

Abschließende Worte

Sind Ziele in unserem Leben wichtig? Wenn ihr diese Frage nach dem Lesen dieses Artikels nicht beantworten könnt, dann solltet ihr ihn vielleicht noch einmal in aller Ruhe durchlesen. Ziele zu haben ist niemals verkehrt, doch die meisten Menschen machen den Fehler, dass sie ihre Ziele niemals wirklich ausformulieren und folglich in einer Grütze aus Unentschlossenheit und Furcht vor dem Versagen herumpaddeln. Die Folge: Sie sind wie gelähmt und lassen sich in die Passivität drängen. Nicht zu handeln, bedeutet, dass andere für einen das Handeln übernehmen und ihr werdet ein Spielball der Gesellschaft und eurer Mitmenschen/Situationen. Übernehmt die Verantwortung für euer Leben und fasst konkrete Entscheidungen darüber, wie ihr zu Leben wünscht. George Bernard Shaw, ein begnadeter Schriftsteller sagte einst: „Der vernünftige Mensch passt sich an die Welt an; der Unvernünftige setzt stattdessen alles daran, dass sich die Welt an IHN anpasst. Aus diesem Grunde basiert jeglicher Fortschritt auf dem unvernünftigen Mann.“ Edison und Ford waren solche Männer, sie waren Visionäre. Seid unvernünftig und träumt groß. Es ist nicht schlimm groß zu träumen. Es ist nur schlimm wenn man hofft, dass sich diese Träume realisieren ohne dass man dafür den Finger krumm macht.
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