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Hochwertiges Protein für weniger Körperfett?

Es existieren in der Fitnesswelt Ansätze, die es sich schon verdammt leicht machen. „Iss was du willst Hauptsache du hältst die Kalorien ein“ oder „egal welches Protein, Hauptsache Protein“ hört und liest man immer wieder und sicher eilen auch eine Menge Leute einem solchen Trend nach, da er ihnen die Möglichkeit verschafft, sich mit extrem wenig Aufwand als Sportler zu fühlen und alles richtig zu machen. Wenngleich ich mir durchaus bewusst darüber bin, dass derartige Ansätze teilweise sogar durch Studien gestützt werden, existieren aber eben auch Arbeiten die das Gegenteil aufzeigen. Ganz besonders interessant ist die Frage nach der Qualität eines Proteins sowie nach der Mahlzeitenfrequenz. Wenngleich es sicher hinsichtlich der Versorgung nicht notwendig ist, alle 2-3 Stunden etwas zu essen muss man sich dennoch die Frage stellen, ob man möglicherweise auf andere Art und Weise davon profitieren könnte, auch die Proteinzufuhr ein klein wenig zu planen.

Vorüberlegungen

Die heute vorgestellte Studie von Loenneke et al befasste sich mit einer möglichen Relation zwischen dem Gehalt an essentiellen Aminosäuren einer Proteingabe und der Körperzusammensetzung. Aus früheren Studien ist bekannt, dass essentielle Aminosäuren die Muskelzelle unabhängig von einer erhöhten Insulinverfügbarkeit vermögen zu stimulieren, sie zeigen aber auch, dass eine maximale Stimulation von einem Gehalt an essentiellen Aminosäuren in Höhe von 10g stattfindet und darüber hinaus keiner signifikanten Verbesserungen mehr zu erwarten sind. Ebenfalls ist aus Studien bekannt, dass ein erhöhter „Protein-Intake“ vermag die Körperzusammensetzung zu verbessern und das hier Komponenten wie ein besseres Sättigungsgefühl, eine erhöhte Thermogenese und ein Erhalt von Magermasse eine entscheidende Rolle spielen. Gesundheitlich besonders interessant ist hier die Veränderung des sog. Taille/Hüft-Quotient. Er gilt als direkter Marke für abdominale Fettleibigkeit und das in diesem Zusammenhang erhöhte Risiko auf die Ausbildung des metabolischen Syndroms. Fazit Es scheint doch einen gewissen Unterschied zu geben, wie viel und welches Protein man  zu sich nimmt

Quality protein intake is inversely related with abdominal fat

Ziel dieser Studie war es, Beziehungen zwischen der Menge hochwertigen Proteins sowie der Mahlzeitenfrequenz und der Körperzusammensetzung zu untersuchen. Zu diesem Zweck wurden insgesamt 27 aktive Männer und Frauen in Hinblick auf sportliche Tätigkeit und die Aufnahme an EAA sowie anderer Aminosäuren aber auch Kohlenhydrate und Fette über Protokolle untersucht. In Sachen Körperzusammensetzung diente ein DXA-Scan als Bemessungsgrundlage. Im Ergebnis konnte kein Zusammenhang einer unterschiedlichen Aufnahme von Kohlenhydraten oder Fettsäuren in Hinblick auf die Körperzusammensetzung festgestellt werden. Was sich aber mäßig bis sogar stark zeigte, war eine Korrelation zwischen der Qualität und der Einnahmegewohnheit von Protein in Abhängigkeit der bereits zitierten 10g-Schwelle bei essentiellen Aminosäuren.

Resümee

Diese Studie zeigt an durchaus repräsentativen Probanden, dass es NICHT gänzlich egal ist, wann man welches Protein zu sich nimmt, zumindest nicht wenn man es auf eine optimale Wirkung von Nahrungsprotein auf die Körperzusammensetzung abgesehen hat. Je nach gesamter Aufnahmemenge fährt man offensichtlich am besten damit, Proteingaben immer im Bereich von 10g enthaltener essentieller Aminosäuren einzuplanen. Ein MEHR hätte keine signifikanten Vorteile, während ein WENIGER nicht das maximale Potenzial zur Erhöhung der Proteinsynthese ausschöpfen würde. Wer also behauptet dass es egal ist, ob man seinen gesamten Proteinbedarf im Rahmen einer Mahlzeit aufnimmt oder verteilt auf mehrere Mahlzeiten sollte diesen Ansatz nochmals überdenken

Quellen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22284338 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2666737/
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