Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Kaffee – Mehr als nur Koffein und Wasser

Kaffee gehört in unserer Gesellschaft eigentlich schon zum guten Ton und ist aus der Gesellschaft nicht mehr weg zu denken. Man trifft sich zum „Kaffee trinken“, morgens geht es erst nach dem ersten Kaffee richtig in den Tag, nach dem Essen ein Espresso der die Mahlzeit letztlich abrundet usw.. Die Gelegenheiten zu denen Kaffee getrunken wird sind zahlreich und werden ständig noch mehr. Starbucks schreibt schwarze Zahlen und was wäre die sonstige Gastronomiebranche ohne die Umsätze aus Kaffee und Kuchen. Als Sportler bedient man sich ebenfalls des Öfteren der belebenden Wirkung von Kaffee. Hier geht es hauptsächlich aber um die Wirkung eines einzigen Inhaltsstoffes, dem Koffein. Bei all dem Konsum stellen sich wahrscheinlich die wenigsten die Frage, was Sie eigentlich mit jeder Tasse Kaffee zu sich nehmen und welche Wirkungen Kaffee auf unseren Körper hat. Ich möchte dies heute zum Thema machen und mich einmal ganz bewusst nicht mit Koffein sondern mit der Wirkung aller sonstiger in Kaffee enthaltener Substanzen befassen.

Die Kaffeebohne – Aus ihr entsteht Kaffee

Kaffee ist das gemahlene gefilterte und aufgebrühte Endprodukt der Kaffeebohne. In ihr befinden sich noch immer etwa 35% unbekannt Substanzen. Bekannt sind 24% scheinbare Kohlenhydrate, 13% Fette und Lipoide, 9% scheinbares Eiweiß, 4,5% Säuren, 4% Mineralstoffe, 2,5% Wasser, 1,2% Koffein, 0,1% flüchtige Aromastoffe und 0,02% Nikotinsäure. Nährstoffe Der Anteil an Kohlenhydraten besteht größtenteils aus Polysacchariden, Fette und Lipoide verstecken sich in den Zellwänden und werden auch Kaffeeöle genannt. Für die Verwendung von Kaffee sind beide Makronährstoffe eher uninteressant genauso wie der Proteinanteil, da auch er  im Laufe des Röstens verloren geht.  Der Mineralstoffanteil in Kaffee fällt je nach Sorte anders aus. An signifikanten Mengen findet man in Kaffee wenn überhaupt lediglich Kalium, Eisen (hier logischerweise die Nicht-Häm-Form) und Kupfer. Was den Vitaminanteil angeht muss man besonders den Gehalt an Nikotinsäure (Vitamin B3) herausstellen. Im Rahmen des Röstprozess steigt der Gehalt auf das 20-fache der ursprünglich in der Bohne enthaltenen Menge an. Säuren und Alkaloide Unter all den enthaltenen Säuren ist besonders die Chlorogensäure für alle Sportlerinnen und Sportler sehr interessant da man ihr einen Fett verbrennenden Charakter nachsagt.  Je nach Röstverfahren verlier t die Bohne bei der Röstung jedoch wieder 60-90% Ihres Anteils an dieser speziellen Säure.  Da man Chlorogensäure nachsagt, dass Sie Magenreizungen hervorrufen kann, wird bei sog. „milden“ Kaffeesorten ganz gezielt eine Reduzierung von Chlorogensäure herbeigeführt. Zu der Substanzgruppe der Alkaloide zählt auch der wohl bekannteste Inhaltstoff in Kaffee, das Koffein, aber auch andere Alkaloide wie Theobromin, Theophyllin oder Trigonellin. Während der Koffeingehalt von der Röstung weitestgehend verschont wird (Verlust maximal 10%),  geht der Gehalt an Trigonellin weitestgehend verloren. Aromastoffe und Farbstoffe Die bereits in Kaffeebohnen  enthaltenen Aromastoffe sowie die unzähligen erst im Laufe des Röstprozess über die sog. Maillard-Reaktion gebildeten Aromastoffe in Kaffee sind der Grund, warum bis heute keine synthetische Kaffeevariante existiert.  Das Kaffee braun ist haben wir übrigens ebenfalls dem Röstvorgang zu verdanken. Antioxidantien Oben nicht angeführt, dennoch aber in Kaffee enthalten, sind einige antioxidative Substanzen die ausgehend von Kaffee körpereigene antioxidative Systeme beim Kampf gegen freie Radikale unterstützen können. Neben der eigenständigen Wirkung der enthaltenen Antioxidantien vermag Kaffee zudem die Aktivität antioxidativ wirkender Leberenzyme zu erhöhen. Inhaltstoffe in fertigem Kaffee Fertiger Kaffee beinhaltet nur einen kleinen Teil (18-35%) der tatsächlich in Kaffeebohnen enthaltenen Substanzen. Jede Tasse (7,5g Röstkaffee in 150ml) liefert etwa 250mg Chorogensäuren, 80mg Koffein, 1400mg Nikotinsäure, 51mg sonstiger Säuren, 240mg Mineralstoffe, 100mg Eiweiß, 410mg Polysaccharide, 7mg Monosaccharide, 13,5 Lipide und einige weitere kleinere Bestandteile Fazit An unterschiedlichen Inhaltstoffen mangelt es der Kaffeebohne nicht. Nur ein kleiner Teil davon findet sich letztlich in unserem Kaffee wider. Koffein ist dennoch nur eine von vielen Substanzen die wir mit Kaffee zu uns nehmen

Eigenschaften von Kaffee

Cholesterin Besonders aufgebrühter Kaffee und Kaffee aus Maschinen enthalten hohe Mengen sog. Diterpene. Ausgehend von diesen, kommt es Interventionsstudien zur Folge zu Veränderungen des Cholesterinaufkommens in Richtung LDL. Es scheint, als würde eine direkte Dosis-Wirkung-Beziehung zu bestehen, d.h. je mehr Kaffee desto stärker der Einfluss auf das Cholesterinaufkommen. Wer bereits an Hyperlipidämie leidet muss mit noch ausgeprägteren Veränderungen rechnen Fazit Kaffee kann sich negativ auf das Cholesterinaufkommen auswirken Diabetes-Typ 2 Wer regelmäßig Kaffee (ob koffeinfrei oder mit Koffein)  trinkt, kann damit möglicherweise das Risiko für Diabetes Typ II reduzieren.  Obwohl der Auslöser dieses antidiabetogenen Effekts noch nicht bekannt ist, bestätigen diesen Effekt inzwischen mehrere Studien Fazit Regelmäßiger Kaffeekonsum senkt das Diabetes-Typ-2-Risiko Demenz Unter Demenz versteht man im Allgemeinen eine Abnahme kognitiver, sozialer und emotionaler Fähigkeiten. In den meisten Fällen ist das Kurzzeitgedächtnis betroffen.  Zu den häufigsten Formen der Demenz zählt die allseits bekannte Erkrankung Alzheimer. Studien zeigen bei Kaffeetrinkern ein signifikant niedrigeres Aufkommen an Demenzerkrankungen im Vergleich zu nicht-Kaffeetrinkern. Es wird vermutet das antioxidative Substanzen wie Polyphenole, Melanoidine oder Chlorogensäure in Kaffee für  diese Wirkung verantwortlich sind Fazit Mit Kaffee lässt sich das Demenzrisiko verringern Nerven Belegt sind bei Kaffee auch neuroprotektive Wirkungen. Inhaltstoffe in Kaffee fördern zudem die Neurogenese. Dieser Umstand macht Kaffee interessant in der Prophylaxe zur Entstehung von Nervenkrankheiten wie Parkinson. Effekte sind bis dato hier lediglich nur bei Männern belegt. Bei Frauen weiß man, dass die Einnahme postmenopausaler Hormone die Effekte von Kaffee diesbezüglich zunichtemacht und es sogar zu einem gesteigerten Parkinsonrisiko kommen kann. Fazit Kaffee schützt unsere Nerven und fördert die Bildung von Nervenzellen

Resümee

Kaffee nur als koffeinhaltiges Getränk zu bezeichnen wäre eine stark oberflächliche Behauptung. In Kaffee verbirgt sich eine Vielzahl an Substanzen mit einigen interessanten Eigenschaften die mit der Aufnahme von Kaffee auf uns einwirken. Bei der Menge an Kaffee die viele von uns täglich konsumieren schadet es sicher nicht, sich dieser Effekte bewusst zu sein.
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

  • Sehr positiver Bericht über das schwarze Gold

    Sehr positiver Bericht über das schwarze Gold. Keine negativen auswirkungen? Ist die Alternative Tee (grün) nicht mehr zu empfehlen?

  • Ich hatte wie Deeger auch gehofft eine vollständige Darstellung zu bekommen

    Ich hatte wie Deeger auch gehofft eine vollständige Darstellung zu bekommen. Kaffee ist meiner Meinung nach super - einerseits schmeckt er mir, andererseits ist das Koffein ein schöner Booster. Jedoch bin ich der Meinung das mehr als 1-2 Tassen Kaffee am Tag zu viel sind. Eine Koffeinresistenz ist ja nicht das Ziel des Konsums.
    Die Kombination mit Grünem Tee empfinde ich als sehr hilfreich, am liebsten Morgens einen Kaffee, 3h später 0,5l Grüner Tee und 2h danach wieder einen Kaffee, bevor es dann Trainieren geht =)

    Könnte vielleicht ein zweiter Teil verfasst werden, indem die negativen Seiten des Kaffee betrachtet werden?

Newsletter bestellen und informiert sein!