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Kalziumversorgung - Die Laktat-Licht-These

Wenn eine Lebensmittelgruppe sich ständig völlig konträrer Diskussionen hingeben muss sind dies die Milchprodukte. Dicke Haut, Intoleranzen, Unverträglichkeiten und letztlich auch noch Kalziumräuber….all das wirft man Milchprodukten vor zu sein. Fakt ist, dass es sich bei Milch um ein nahrhaftes, Natur belassenes Lebensmittel handelt, welches uns allen die wir hier im Forum von fitnessfreaks lesen unseren Post-Workout-Wheyprotein-Shake ermöglicht. Fakt ist auch, dass Molkenprotein in Sachen biologische Wertigkeit als Mono-Protein unangefochten auf Nummer 1 liegt. Es ist ein ständiges Für und Wieder. Wenn ihr mich fragt kann und darf die Diskussion um Milchprodukte niemals verallgemeinert werden! Ein weiteres Beispiel das mich zu dieser Auffassung bringt möchte ich heute kurz behandeln nämlich den Zusammenhang zwischen Milchzucker und der Aufnahme von Kalzium.

Vitamin D – Ein Muss für Die Kalziumaufnahme?

Für die Aufnahme durch die Dünndarmwand benötigt der Mensch Vitamin D in seiner Form als 1,25 Dihydroxycholecalciferol. Die Bildung dieser eher hormonähnlichen Verbindung erfolgt aus Cholesterin und UV-Licht weiter über die Leber und letztlich aus den Nieren. Wie viel Vitamin D aufgenommen wird regelt unser Körper eigentlich über die Hautpigmentierung. Helle haut deutet auf eine hohe Aufnahme hin, dunkle Haut eher auf eine niedrige Aufnahme da die Pigmentierung wie ein UV-Schutzfilter wirkt. Fazit Die Kalziumaufnahme über Vitamin D unterliegt einem gesteuerten Mechanismus

Was, wenn nicht genug Vitamin D vorhanden ist?

So weit so gut und dennoch lassen sich mit diesem Mechanismus nicht alle Konstellationen lösen die in Sachen Vitamin-D-abhängige Kalziumaufnahme in der Natur aufeinander treffen können. Situationen wie sie beispielsweise nördlich des Polarkreises herrschen, also Kälte und Monate lange Dunkelheit hebeln die geringe Hautpigmentierung aus, da hier ständige dicke Kleidung (oder einst Leder und Felle) die Haut bedeckt. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass sich ein zweites Kalziumtransportsystem durch Genmutation entwickelt hat, welches dominant vererbbar wurde und sich so auch relativ schnell ausgebreitet hat, der Laktase-Laktose-Komplex. Fazit Mutter Natur reagiert auf alle möglichen Konstellationen auch wenn es um die Aufnahme von Kalzium geht

Milchzucker als Kalziumtransporter

Im Zuge der Evolution veränderte sich unsere Fähigkeit das Enzym Laktase nicht nur im Kindes- sondern auch noch im Erwachsenenalter auszubilden. Dies verschaffte uns eine neue Möglichkeit Kalzium über die Nahrung aufzunehmen. Untersuchungen belegen eindeutig, dass Milchzucker die Aufnahme von Kalzium über die Dünndarmwand fördert und hier als Vitamin-D-Ersatz für oben angesprochene Konstellationen zum Zuge kommen kann. Aus der Not heraus hat die Evolution also ein zweites Kalzium-Transport-System geschaffen. Der Haken an der Sache betrifft ganz besonders laktoseintolerante Menschen, denn genau wie Studien Vorteile bei sog. „Laktasiern“ in Sachen Kalziumabsorption heraus stellen, konnten auch klare Nachteile bei „Alaktasiern“ festgestellt werden. Für Menschen mit Laktoseunverträglichkeit stellt die Aufnahme von Milch tatsächlich ein Problem in Sachen Kalziumaufnahme dar, da sich diese dadurch verschlechtert. Während der genau dahinter steckende Mechanismus noch unklar ist, lassen sich Zusammenhänge eindeutig feststellen. Fazit Milchzucker fungiert als Ersatz-Transporter für Kalzium

Resümee

Der beste und sicherste Weg Kalzium über den Darm ins Blut zu transportieren ist und bleibt eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D. Zu behaupten das Kalzium aus Milchprodukten sei gänzlich schlecht resorbierbar ist eine Falschaussage! Kalzium aus Milchprodukten wird sehr wohl aufgenommen, im Gegenteil, Personen die keine Unverträglichkeit gegenüber Milchzucker haben profitieren sogar von der Aufnahme über Milch. Wer Laktoseintolerant ist wird die Aufnahme von Milchprodukten ohne gleichzeitige Gabe entsprechender Enzyme alleine schon wegen sonstiger Symptome unterlassen. Tut er es doch hat er dadurch auch Nachteile in Sachen Kalziumversorgung zu befürchten
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