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Laufen oder Radfahren – Was verbrennt mehr Fett?

Auch wenn es vielen von uns nicht gefällt – Cardiotraining ist und bleibt eine sinnvolle und effektive Sache wenn es darum geht, überflüssigen Pfunden den Kampf anzusagen. Wenn man dann aber schon regelmäßig Zeit im Cardiopark des Fitness-Clubs, im Wald oder sonst so verbringt, wo sich eben Cardiotraining absolvieren lässt, sollten die eingesetzten Minuten natürlich möglichst effizient sein. Es stellt also zum einen die Frage nach der Art des Cardiotrainings, also Steady-State-Cardio mit konstanter Wattzahl oder Intervalltraining mit seinen hochintensiven Spitzen und lohnenden Pausen. Hier scheint nach wie vor Intervalltraining die Nase vorn zu haben. Eine weitere Frage die man sich stellen muss ist die der Disziplin und damit, ob man sich nun von Laufeinheiten eine bessere Fettverbrennung erhoffen darf als von Cardioworkouts auf dem Fahrrad oder ob es sich vielleicht umgekehrt verhält. Eine Studie untersuchte eben diesen Sachverhalt und soll heute für Klarheit sorgen.

Die Studie

Juul Achten und Kollegen untersuchten an 12 trainierten Probanden inwieweit es Unterschiede in Sachen Fettoxidation zwischen Trainingseinheiten auf dem Fahrrad oder dem Laufband gibt und versuchten zudem das Ergebnis zu begründen. Sie ließen die Probanden je zwei abgestufte Belastungstests bis zur Erschöpfung durchführen, während Gasaustausch und Herzfrequenz kontrolliert wurden. Aus den Ergebnissen der Gasaustauschmessungen errechneten die Forscher später die tatsächliche Fettoxidation. Das interessante in diesem Versuch war, dass über die Variation der Intensitäten neben der Nettofettoxidation auch der Pulsbereich der maximalen Fettoxidation bestimmt werden konnte.

Die Ergebnisse

Aus den Tests ließ sich nun klar ableiten, dass sich bei ähnlichen Intensitätsstufen mit Laufen signifikant mehr Fett (28%) verbrennen ließ als mit Radfahren. Eine weitere (auch aus anderen Studien bestätigte) Erkenntnis ist die des Pulsbereiches für maximale Fettverbrennung der hier mit 60% VO2Max angegeben wurde. 60% VO2max entsprechen in etwa einer Herzfrequenz von 75% HFmax. Wer sich darunter bewegt, nutzt nicht sein maximales Potenzial zur Fettoxidation aus, wer sich darüber bewegt riskiert das anteilig mehr Protein und Kohlenhydrate und weniger Fett zur Energiegewinnung herangezogen werden. Im Rahmen der Ausbelastung stellten die Forscher für das Laufband höhere maximale Herzfrequenzen und höhere maximale Sauerstoffraten fest. Deutlich erkennen ließ sich zudem ein mit Radfahren trotz gleicher Intensität stärker ausgeprägtes Aufkommen an Milchsäure im Blut. Über diese Beobachtung kommen die Forscher nun zur Erklärung der verschiedenen Ergebnisse. Offensichtlich ist der Knackpunkt der unterschiedlich hohe Anteil eingesetzter Muskulatur, einmal für Radfahren und einmal für Laufen. Beim Laufen verteilt sich der Verbrauch auf wesentlich mehrere in die Tätigkeit involvierte Muskelgruppen die so länger einen dominant aeroben Stoffwechsel und damit eine starke Fettverbrennung aufrechterhalten können. Beim Radfahren werden hingegen die wenigen in die Trainingseinheit involvierten Muskelgruppen stärker belastet, somit entsteht eine Sauerstoffschuld und über dies aktiviert sich der anaerob-laktazide Stoffwechsel ebenfalls schneller und ausgeprägter.

Fazit

Egal ob Radfahren oder Laufen, 60%VO2mx gilt als „beste“ Herzfrequenz für maximierte Fettoxidation. Geht es um die Nettoausbeute an oxidiertem Fett ergeben sich deutliche Unterschiede zwischen Trainingseinheiten auf dem Laufband und dem Fahrrad-Ergometer zugunsten des Laufbandes und das trotz derselben Intensität. Während man also auf dem Laufband noch bereitwillig Fett verbrennt kann es sein, dass auf dem Fahrrad schon eine Versorgung aus Protein und Kohlenhydraten dominiert.
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