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Low-Carb-Brot – Nur eine weitere Marketingstrategie?

Mit dem Begriff Low-Carb verbindet man inzwischen mehr als nur eine Art sich zu ernähren. Low-Carb hat sich zum Lifestyle entwickelt, wenngleich neue Ernährungskonzepte ganz klar die Nachteile von Low-Carb und der damit verbunden starken Einschränkung der Kohlenhydratzufuhr herausgearbeitet haben. Auch Sie sprechen sich aber nur für den gezielten Einsatz von Kohlenhydraten zu bestimmten Tageszeiten aus und würden so ein Low-Carb-Brot als Zwischenmahlzeit zumindest in Sachen Kohlenhydratgehalt und glykämischer Last mit Sicherheit favorisieren. Low-Carb ist das Eine, die Frage ist aber an dieser Stelle mit welchen weiteren Eigenschaften von Low-Carb-Brot man durch den Entzug von Kohlenhydraten rechnen muss?

Low-Carb, High- ?

Die Inhaltstoffe in Low-Carb-Brot können heutzutage sicherlich nicht mehr allgemein gültig und standardisiert angegeben werden, da das Angebot und die Vielfalt inzwischen sehr groß sind. Wenngleich es Unterschiede gibt, bestehen bei allen auch Gemeinsamkeiten, weshalb ich beispielhaft eine mögliche Analyse eines Low-Carb-Brotes anführen möchte: Low-Carb-Brot fertig gebacken: 305kcal pro 100g 4,9g Kohlenhydrate pro 100g 15,3g Ballaststoffe pro 100g 14,9g Fett pro 100g 28,6g Eiweiß pro 100g Ohne sich näher mit den einzelnen Nährstoffkategorien zu befassen lässt sich klar der Schluss ziehen, dass es sich bei Low-Carb-Brot tatsächlich um ein kohlenhydratarmes Lebensmittel handelt. Die Reduzierung bei Kohlenhydraten geht hierbei in etwa gleichmäßig verteilt zu Gunsten enthaltener Proteine und enthaltener Fettsäuren. Fazit Low-Carb, High-Protein, Moderate-Fat  --  so lautet die Antwort in Hinblick auf die Nährstoffverteilung bei Low-Carb-Brot

Low-Carb = Low-Calorie – Ein Trugschluss

Wer in der Hoffnung lebt, er könne sich mit Low-Carb-Brot auch kalorienarm ernähren erlebt heute leider eine kleine Enttäuschung. Genau das Gegenteil ist der Fall! Während herkömmliches Mischbrot mit etwa 210 kcal pro 100g zu Buche schlägt (je nach Sorte kann es zu Abweichungen kommen) liefert Low-Carb-Brot in etwa nochmals ein knappes Drittel an Kalorien mehr! Der Grund dafür ist klar, er liegt in der Verwendung eines höheren Fettanteils. Wie wir oben gesehen haben, heißt es bei Low-Carb-Brot anders als bei herkömmlichen Brot nicht „Low-Fat“ sondern Moderate-Fat“. Da es sich bei Fett um den Nährstoff mit der höchsten Kaloriendichte handelt macht sich dies natürlich auch in der kalorischen Analyse pro 100g bemerkbar. Fazit Low-Carb-Brot liefert im Vergleich zu herkömmlichem Brot MINDESTENS genau so viel, in vielen Fällen sogar mehr Gesamtkalorien pro 100g

Glutenbombe Low-Carb-Brot

Sicher ein Nachteil für all diejenigen die eine Abneigung gegen Gluten (den sog. Weizenkleber) haben oder all jene denen Gluten Verdauungsprobleme bereitet. Genetisch bedingt kommt es inzwischen bei einer nicht zu vernachlässigenden Menge an Menschen zu einer sog. Zöliakie, der Glutenunverträglichkeit. Diese chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut führt zu Symptomen wie Müdigkeit, Durchfall, Gewichtsverlust,  Appetitlosigkeit, oder sogar Depressionen. Fazit Wer Schwierigkeiten mit der Aufnahme von Gluten hat, sollte sich von Low-Carb-Brot fern halten, wird aber auch mit der Aufnahme von herkömmlichem Weizenmischbrot schon seine Schwierigkeiten haben

Low-Carb-Brot und die Ballaststoffversorgung

Wenn Low-Carb-Brot eines ist, dann ein guter Ballaststofflieferant. Schon 100g decken in etwa die Hälfte des täglichen Gesamtbedarfs eines Erwachsenen ab. Ballaststoffe stehen besondern mit positiven Effekten auf den Verdauungstrakt in Verbindung. Fazit Low-Carb-Brot deckt einen erheblichen Teil des Ballaststoffbedarfs ab

Proteine und Fettsäuren in Low-Carb-Brot

Letztlich gibt es über die beiden Hauptbestandteile in Low-Carb-Brot zu sagen, dass sich beide mit guten Bilanzen in Low-Carb-Brot widerspiegeln. Die Fettsäureverteilung ist in Ordnung und bei einigen Sorten stimmt dank der verwendeten Saaten sogar die Gewichtung von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren. Auf Seiten der Proteinbilanz findet sich in Low-Carb-Brot oftmals eher minderwertiges Weizen- und Sojaprotein mit allgemein eher schlechten Eigenschaften. Wer die Analysen der angebotenen Produkte studiert findet aber sicher auch Angebote mit hohem Anteil an Lupinenprotein, welches sich trotz seiner als Eigenschaft als pflanzliches Protein durch eine  bemerkenswert gute biologische Wertigkeit auszeichnet. Fazit Beim Vergleich der Angebote an Low-Carb-Brot finden sich tatsächlich gute und schlechte Vertreter. Auf was es zu achten gilt ist Euch jetzt bekannt!

Resümee

Auf die Frage ob es sich bei Low-Carb-Brot nur um eine Marketingstrategie handelt kann ich mit einem klaren NEIN antworten, wenngleich ich diese Aussage nur für einen Teil der Angebote auf diesem Sektor unterschreiben würde. Richtig ausgewählt und eingesetzt spricht nichts dagegen Low-Carb-Brot zu einem gelegentlichen Bestandteil seiner Ernährung zu machen.
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