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Low-Carb vs. Low Fat – Der ewige Krieg

Gar kein Fett, wenig Fett oder viel Fett? Gar keine Kohlenhydrate, wenig Kohlenhydrate oder viele Kohlenhydrate? Eine Diskussion die schon seit etlichen Jahren geführt wird und zu der es inzwischen wirklich eine Menge fundierter, gut aufgestellter Studien gibt. Während ich selbst in Sachen Sporternährung früher auch eine Low-Carb-Ernährung für die beste Alternative gehalten habe, verfolge ich hier inzwischen eher den Ansatz einer bedarfsgerechten Gabe von Makronährstoffen ohne eine Art von Einseitigkeit in die Ernährung einzubringen. Müsste ich mich zumindest in Sachen Körperfettreduzierung heute zwischen beiden Ansätzen entscheiden, würde ich auch heute noch eher dazu tendieren Low-Carb zu essen und das sowohl aufgrund eigener Erfahrung als auch aufgrund etlicher Studien die von Vorteilen in Sachen Körpergewichtsreduktion und Körperfettreduktion aber auch weiterer vor allem gesundheitlicher Marker berichten.

Das sagen Studien

Um Euch nicht mir langweiligen Designs, Methoden ect. zu langweilen stelle ich Euch in aller Kürze nun beispielhaft einige Studienergebnisse zur Thematik Low-Carb vs. Low-Fat vor: (LC = Low-Carb / LF = Low-Fat) Foster GD, et al. A randomized trial of a low-carbohydrate diet for obesity. New England Journal of Medicine, 2003
  • 63 Probanden, aufgeteilt in 2 Gruppen (LC und LF) über 12 Monate
  • Signifikant stärkerer Gewichtsverlust in der LC-Gruppe über 3 und 6 Monate
  • Verbesserungen bei Triglyceriden und HDL in der LC-Gruppe
Samaha FF, et al. A low-carbohydrate as compared with a low-fat diet in severe obesity. New England Journal of Medicine, 2003
  • 132 übergewichtige Probanden, teilweise diabetisch oder Symptomatik des metabolischen Syndroms, aufgeteilt in 2 Gruppen (LC und LF)
  • Die LC-Gruppe verlor  3x soviel Körpergewicht wie die LF-Gruppe
  • Signifikant stärkerer Abfall bei Triglyceriden in der LC im Vergleich zur LF-Gruppe
  • Signifikant stärkerer Abfall des Nüchternblutzuckers in der LC im Vergleich zur LF-Gruppe
  • 27% weniger Insulin in der LC-Gruppe, leicht erhöhte Werte in der LF Gruppe
Aude YW, et al. The national cholesterol education program diet vs a diet lower in carbohydrates and higher in protein and monounsaturated fat. Archives of Internal Medicine, 2004
  • 60 übergewichtige Probanden, 2 Gruppen (LC und LF), 12 Wochen, beide kalorienreduziert
  • Die LC-Gruppe verlor 1,8x soviel Gewicht im Vergleich zur LF-Gruppe
  • Verbesserung bei Gesamtcholesterin in beiden Gruppen
  • Deutlich größere Absenkung bei Gesamt-Triglyceriden in der LC-Gruppe
  • Die Anzahl und Größe der gefährlichen LDL-Partikel verringerte sich ausschließlich in der LC-Gruppe
JS Volek, et al. Comparison of energy-restricted very low-carbohydrate and low-fat diets on weight loss and body composition in overweight men and women. Nutrition & Metabolism (London), 2004
  • 28 übergewichtige Probanden (Frauen und Männer), 30 bzw. 50 Tage Studiendauer, 2 Gruppen (LC und LF)
  • Bei beiden Geschlechtern signifikant mehr Gewichtsverlust mit LC
  • Bei beiden Geschlechtern signifikant mehr Verlust an Körperfett mit LC
  • Männer auf LC verloren dreimal soviel viszerales Fett im Vergleich zu Männern auf LF

Meta-Analyse mit eindeutigem Ergebnis

Die 4 zitierten Studien stellen nur die Spitze des Eisbergs dar. Eine Meta-Analyse aus 23 Studien ergab bei 21 Studien signifikante Vorteile in Sachen Gewichtsentwicklung mit dem Low-Carb-Ansatz. In Sachen LDL und Gesamtcholesterin sind die Vorteile für Low-Carb-Diäten zumindest im Langzeitvergleich  nicht derart ausgeprägt wie beim Gewichtsverlust, es treten aber trotz höherer Aufnahme von Fett hier absolut keine Nachteile auf. Erfreulich ist, dass die Low-Carb-Diäten für deutlich mehr HDL sorgten und so das den LDL/HDL-Quotienten letztlich verbesserten. Auch bei Triglyceriden kommt es mit Low-Carb-Diäten zu eindeutig besseren Werten im Vergleich zu Low-Fat-Diäten.

Resümee

Low-Carb hat aus gesundheitlicher Sicht eindeutig die Nase vorn! Was therapeutisch bei bestehender Adipositas oder bestehendem metabolischem Syndrom funktioniert, kann auch präventiv durchaus von Nutzen sein. Je mehr sportliche Aktivität oder Bewegung zum Alltag dazukommt, sollten auch etwas mehr Kohlenhydrate wieder Einzug halten  
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  • Intersannter Beitrag

    Intersannter Beitrag, danke.

    Zu den Studien:
    Können Sie genaue Informationen zu der Ernährung (und vielleicht Training?) der Probanden schreiben?
    Wie hoch war das Kaloriendefizit der Probanden? Wie war die Makronährstoffverteilung? Was ist low-carb in diesem Fall? 15%, 20%, 25%, 30% Kohlenhydrate?

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