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Low-Carb vs. Low-Fat - Was verbrennt mehr Fett

Was ist besser: Low-Carb oder Low-Fat? Die Diskussion zu diesem Thema hat schon einen Bart so alt ist Sie und dennoch wird nach wie vor fleißig geforscht, mit welcher Ernährungsform man den Körperfettgehalt und das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen besser senken kann. Natürlich wird nicht geforscht, um uns Sportlers damit einen Gefallen zu tun, sondern um neue Möglichkeiten zu finden, Geld für die Adipositastherapie zu sparen oder Geld in der Pharmaindustrie mit neuen Medikamenten zu verdienen, weshalb viele Studien in diese Richtung mit adipösen Menschen abgehalten werden. Wichtig ist dabei zu wissen, dass ein „gesunder“ adipöser Mensch sich in Sachen Metabolismus nicht zwangsläufig signifikant von einem Sportler unterscheiden muss. Adipös zu sein bedeutet heutzutage immer noch, einen bestimmten BMI (Body Mass Index) zu überschreiten und wir alle wissen, wie schwachsinnig diese Kategorisierung in manchen Fällen zu bewerten ist! Die Welt der Sporternährung ist sich inzwischen darüber im Klaren, dass weder Low-Carb, noch Low-Fat die beste Ernährungsform für aktive Menschen darstellt und dass sich bedarfsoptimierte Konzepte immer mehr durchsetzen. Trotz dieser Erkenntnis  ist es interessant zu erfahren, welche Tendenz neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu Tage bringen, weshalb ich heute eine aktuelle Studie aus 2014 vorstellen möchte, die den Battle „Low-Carb vs. Low-Fat“ weiter führt.

Effects of Low-Carbohydrate and Low-Fat Diets: A Randomized TrialEffects of Low-Carbohydrate and Low-Fat Diets

Mit diesem Titel untersuchten Wissenschaftler der Tulane Universität in New Orleans die Effekte einer entweder fettreduzierten Ernährung mit 30% Protein und 55% Kohlenhydraten oder einer kohlenhydratreduzierten Ernährung mit einer täglichen Aufnahmemenge unter 40g Kohlenhydrate pro Tag, auf die Körperzusammensetzung und Blutmarker als Hinweise auf den Gesundheitsstatus des Herz-Kreislauf-Systems. Wichtig zu wissen ist, dass es keinerlei Beschränkung hinsichtlich der Aufnahme von Kalorien gab! Von den 148 Probanden waren 88% Frauen. Alle hatten einen BMI über 35, keiner jedoch Diabetes oder irgendwelche Anzeichen auf kardiovaskuläre Erkrankungen. Die einjährige, randomisierte, parallele Interventionsstudie sah je zwei 24-Stunden Ergebnisprotokolle, sowie medizinische Untersuchungen zu Beginn, nach 3, 6 und 12 Monaten vor, bei denen Blut entnommen, das Körpergewicht bestimmt und die Körperzusammensetzung festgestellt wurde. Bis dato galt als gesicherte Erkenntnis dass, gleichgültig mit welcher Diät Körpergewicht reduziert wird, sich die größten Verluste innerhalb der ersten 6 Monate einstellen. Nach dieser Zeit stagniert die Gewichtsabnahme, bzw. verlangsamt sich stark, wobei dieser Effekt bei eiweißreichen Diäten weniger oft und weniger deutlich ausfällt als bei Diäten mit geringem Proteingehalt.

Die Ergebnisse

Während des Untersuchungszeitraumes nahmen beide Gruppen mit der Zeit auch ohne jegliche Vorgabe weniger Kalorien zu sich. (Durchschnittlich 500kcal pro Tag).  Die Low-Carb-Gruppe stach hervor, da deren Probanden durchschnittlich 3,5kg Gewicht verloren, währen sich das Gewicht der Probanden aus der Low-Fat-Gruppe nur um durchschnittlich  1,8kg reduzierte. Für junge, spritzige FitnessFreaks weniger von Bedeutung, allgemein dennoch sehr interessant ist die Tatsache, dass die Low-Carb-Gruppe letztlich auch bessere Werte bei HDL-Cholesterin, Triglyceriden und dem Aufkommen des Entzündungsmarkers CRP zu verzeichnen hatte und sich auch das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin im Vergleich zur Low-Fat-Gruppe besser darstellte.

Resümee

Wenn es um die Reduzierung von Körpergewicht und Körperfett sowie kontinuierliche Fortschritte im Rahmen einer Reduktionsdiät geht, haben auch neuesten Studien zur Folge Ernährungsformen mit weniger Kohlenhydraten und moderaten Mengen bei Protein die Nase vorne! Sicher stellt sich die Situation bei Leistungssportlern mit einem extrem hohen Kohlenhydratbedarf etwas anders dar, für das Gros aller trainierenden Freizeit- und Breitensportler sind Low-Fat-Diäten dennoch nach wie vor als kritisch und nicht bedarfsgerecht anzusehen.

Quelle

Bazzano, L et al.: Annals Intern Med 2014;161:309-318
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