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Machen rotes Fleisch und Wurstwaren uns krank?

Immer mehr Menschen treten dem Vegetarismus bei und verzichten damit auf den Verzehr von Fleisch. Die Beweggründe hierzu sind unterschiedlichster Natur. Statistisch gesehen sind religiöse Gründe auf Platz eins, gefolgt von moralischen Motiven und natürlich auch aus Gesichtspunkten einer vermeintlich gesunderen Ernährung halten sich Menschen von Fleisch fern. Zumindest für die nutritiven Beweggründe gibt es in der Tat einige interessante Studien die besonders für rotes Fleisch keine wirklich guten Noten vergeben. Um die Diskussion „Vegetarier vs Fleischfresser“ wieder ein wenig anzutreiben werde ich Euch heute zwei Studien vorstellen zu diesem Thema vorstellen.

Meat intake and mortality: a prospective study of over half a million people

Ja ihr habt richtig gelesen! 550.000 Männer und Frauen im Alter von 50-71 Jahren wurden über 10 Jahre lang hinsichtlich deren Fleischkonsums und einem möglichen Zusammenhang zur Sterblichkeit beobachtet. Bei den verschiedenen Fleischarten wurden drei Gruppen unterschieden:
  • Rotes Fleisch (Rind, Schwein, Wild sowie kleine Wiederkäuer)
  • Weißes Fleisch (Fisch, Truthahn, Huhn)
  • Verarbeitetes Fleisch (Wurstwaren, Aufschnitt, Hotdogs und Würstchen)
Auch bei den Todesursachen wurde differenziert in
  • Krebs
  • Unfälle und plötzliche Todesfälle
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Sonstige Todesursachen (wie Diabetes, HIV, Infektionen, degenerative Krankheiten…)
Ergebnis Innerhalb der 10 Jahre wurden 23.276 Todesfälle bei Frauen und 47.976 Todesfälle bei Männern verzeichnet. Das Sterblichkeitsrisiko erhöhte sich in der Gruppe mit dem höchsten Rotfleischverzehr signifikant um 31% bei Männern und 36% bei Frauen. Auch die Krebssterblichkeit war in der Gruppe mit dem höchsten Rotfleischverzehr signifikant erhöht ebenso wie die Wahrscheinlichkeit auf einen plötzlichen Tod. Bei verarbeiteten Fleischwaren stieg das Gesamtsterblichkeitsrisiko, die Krebssterblichkeit, und das Risiko auf einen Tod durch eine Herz-Kreislauferkrankung, nicht aber für plötzliche Todesfälle. Weißes Fleisch erzeugt einen genau umgekehrten Effekt, hier konnte mit dem höchsten Konsum eine niedrigere Gesamtsterblichkeit beobachtet werden. Das BfR greift 2009 das Ergebnis der Studie auf, stellt es zwar als um eine geeignete Studie dar, gibt aber auch Bedenken zur Gültigkeit für deutsche Verbrauchen aufgrund unterschiedlicher Verzehrgewohnheiten, anderen Herstellungs- sowie Zubereitungsmethoden und einiger weiterer Gründe. Fazit Vernichtende Ergebnisse für all diejenigen die gerne regelmäßig rotes Fleisch und verarbeitete Fleischwaren in hoher Menge aufnehmen, auch wenn das BfR versucht die Ergebnisse herunter zu spielen

Red meat intake, NAT2, and risk of colorectal cancer: A pooled analysis of 11 studies

Zumindest für ein erhöhtes Darmkrebsrisiko, resultierend aus einem hohen Verzehr von rotem Fleisch untersuchte ein internationales Forscherteam (mitunter aus Deutschland) insgesamt 11 Studien, davon 5 retrospektiv (hier wird das Ernährungsverhalten erst nach der Diagnose erhoben) und 6 prospektiv (Daten zur Ernährung liegen schon vor der Diagnose vor). Die Erhebung bestand aus Genanalysen, Fragebögen und der Ermittlung bestimmter Enzymvarianten je Proband, an insgesamt 8290 Patienten mit Darmkrebs und 9115 Kontrollprobanden. Ergebnis Lediglich für die als eher fehlerhaft anzusehenden retrospektiven Studien konnte ein erhöhtes Darmkrebsrisiko festgestellt werden, während in prospektiven Studien im Vergleich der Gruppen mit dem höchsten und niedrigsten Rotfleischverzehr kein erhöhtes Darmkrebsrisiko verzeichnet werden wurde Fazit Zumindest eine teilweise Erleichterung vermittelt diese Metaanalyse wenn es um Zusammenhänge zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und einem erhöhten Darmkrebsrisiko geht

Resümee

Auch ich gönne mir gelegentlich gerne ein schönes Rindersteak und werde dies aufgrund des heutigen Artikels auch nicht einstellen dennoch geben vorgestellte Arbeiten Grund zur Annahme, dass man es mit dem Verzehr von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischwaren nicht übertreiben sollte

Quellen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19307518 http://mdlinx.pdr.net/nursing/print-preview.cfm/5668228/red-meat-risk-colorectal-cancer http://www.bfr.bund.de/cm/343/studie_zu_fleischverzehr_und_sterblichkeit.pdf
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