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Milch für mehr Muskeln und starke Knochen

Was mussten sich Befürworter schon alles an Negativ-Presse zu Milch und Milchprodukten um die Ohren hauen lassen. Zu den aberwitzigsten Mythen zählt, dass Milch die Haut dick werden lässt und dafür sorgt, dass eine definierte und harte Optik verloren geht. Hierzu ist zu sagen, dass es sicherlich einige Fälle gibt bei denen dies in Verbindung mit der Aufnahme größerer Mengen Milch auftritt, hier haben wir es dann aber mit einer individuell aufgetretenen Unverträglichkeit gegen einen der Bestandteile von Milch oder einem exzessiv hohen Milchverzehr zu tun und nicht mit etwas das man auf die Allgemeinheit umlegen kann. Der heutige Artikel relativiert einige Aussagen zum Thema Milch und stellt eine interessante Studie vor die sich mit der Verwendung von Milch als Post-Workout-Getränk beschäftigt hat.

Laktoseintoleranz

Wie gut oder schlecht wir in der Lage sind, den in Milch enthaltenen Zucker, auch genannt Laktose (einen Zweifachzucker bestehend aus D-Galactose und D-Glucose) zu spalten wird uns gewissermaßen in die Wiege gelegt. Das Gen LC-1 ist direkt an der Bildung des dafür notwendigen Enzyms Laktase beteiligt. Heute weiß man, dass sich das menschliche Erbgut an einen vermehrten Verzehr von Milchprodukten anpasst. In Ländern mit einem hohen Pro-Kopf-Verbrauch von Milch liegt die Zahl der Laktoseintoleranten  bei nur 16% (England), 20% (Canada) oder 50% (Europa), während in Ländern wie Asien mit 95% und Süd-Amerika mit 85% Laktoseintoleranz noch weitaus verbreiteter zu sein scheint. Es ist also Unfug pauschal zu behaupten, dass wir alle ein Problem damit haben Milch zu verdauen weil wir keine Babys mehr sind und keine Enzymkapazität mehr vorhanden ist. Fazit Der Mensch passt sich mehr und mehr an einen Milchverzehr an

Milch und Kalzium

Auch als Kalziumräuber stehen Milchprodukte am Pranger. Komisch, da der Kalziumgehalt im Milch ganz hervorragend ausfällt und Milch nach wie vor als Kalziumlieferant Nummer 1 angepriesen wird. Kritiker sehen in Milch einen zu starken Säurelieferanten der zum Ausgleich des ph-Werts Mineralstoffe wie Kalzium sogar aus den Knochen ausschleust. Drei Dinge werden hierbei immer wieder übersehen. 1. Inwieweit man für Ausgleich des Säure-Basenhaushalts sorgt hängt von der gesamten Ernährung ab und nicht allein von der Aufnahme an Milchprodukten. Es existieren durchaus noch stärkere Säurebildner! 2. Damit Kalzium überhaupt dort hingelangt wo es benötigt wird bedarf es der gleichzeitigen Anwesenheit von Vitamin D. Ein schlechter Vitamin-D-Status bedeutet auch einen schlechten Kalziumstatus 3. Milchzucker fungiert als Ersatz-Transporter von Kalzium durch die Dünndarmschleimhaut, d.h. wenn nicht genug Vitamin D vorhanden sein sollte, schafft es das Kalzium aus Milch dennoch eher ins Blut als Kalzium aus anderen Quellen, vorausgesetzt man ist nicht Laktoseintolerant Fazit Milch ist und bleibt ein hervorragender Lieferant für Kalzium. Eine ph-neutrale Ernährung sowie eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D stellen die Voraussetzung für einen gesunden Kalziumstatus dar

Milch als Muskel-Booster

Aller Negativ-Presse zum Trotz möchte ich Euch abschließend noch eine Studie von Hartmann et al vorstellen die den Einfluss von fettarmer Milch in Verbindung mit Krafttraining an 56 gesunden jungen Männern untersuchte. Die Probanden führten über insgesamt 12 Wochen 5 Mal pro Woche ein standardisiertes Krafttrainingsprogramm durch und tranken einmal sofort nach dem Workout und nochmals eine Stunde später entweder fettfreie Milch (500ml), Sojaprotein (500ml) oder Maltodextrin (500ml). Alle drei Gaben lieferten denselben Brennwert. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass es zwar keine Unterschiede in Sachen Kraftentwicklung gab, sich die Muskelfaserfläche bei Typ I und Typ II Fasern jedoch besonders stark in der Milch-Gruppe erhöhte und somit auch der Anteil fettfreier Masse in der Milch-Gruppe den signifikantesten Anstieg verzeichnete. Fazit Das Gesamtkonstrukt Milch schlägt nach dem Training verabreicht Sojaprotein und Kohlenhydrate in Sachen Muskelfaserentwicklung und Aufbau von Muskelmasse

Resümee

Das Thema Milch muss differenziert betrachtet werden. Wie bei jedem anderen Lebensmittel macht auch bei Milch die Dosis das Gift. Wer mit dem Konsum von Milch keine Probleme hat oder sogar ein gutes Biofeedback verbindet, darf und sollte Milchprodukte in jedem Fall in seinen Ernährungsplan mit aufnehmen
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