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Muskelaufbau-Präparate lassen Hoden erkranken

Fürchterliche neue Nachrichten für alle männlichen FitnessFreaks die sich Muskelaufbau auf die Fahne geschrieben haben und hierfür zu Nahrungsergänzungen greifen. Das British Journal of Cancer veröffentlichte am 31.05.2015 eine neue Studie die nun einen direkten Zusammenhang zwischen der Verwendung von „Aufbau-Supplements“ und einem höheren Hodenkrebsrisiko nachweist. Auch Creatin wurde in der Studie explizit genannt.

Muscle-building supplement use and increased risk of testicular germ cell cancer in men from Connecticut and Massachusetts

Unter diesem Titel untersuchten Hauser et al an der  Brown University in Rhode Island besagten Zusammenhang zwischen der Verwendung sog. „muscle-building-supplements“ und dem Hodenkrebsrisiko. Befragt wurden insgesamt 869 Probanden, davon 356 mit diagnostiziertem Hodenkrebs und 513 ohne eine Erkrankung. Sie gaben nicht nur Auskunft über den Einsatz aufbauender Substanzen, es wurden natürlich auch andere Risikofaktoren für die Krebsentstehung wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, genetische Prädisposition oder bestehende Verletzungen im Bereich der Hoden oder Leistengegend abgefragt um eine eindeutigere Bewertung vornehmen zu können. Die Auswertung wurde ebenfalls um Störfaktoren wie Alter, Abstammung oder anderer demographischer Faktoren bereinigt, bevor man das Ergebnis präsentierte. Wie sich zeigte, konnte in Verbindung mit der Verwendung muskelaufbauender Ergänzungen ein um 65% erhöhtes Risiko auf die Entstehung von Hodenkrebs im Vergleich zu den Probanden festgestellt werden, die keine Ergänzungen einnahmen. Das Risiko wurde nochmals auf 177% angehoben wenn die Einnahme dauerhaft (mindestens 3 Jahre) stattfand. Ebenfalls erhöhte sich das Risiko bei den Probanden die bereits vor dem 25. Lebensjahr angefangen haben mit Aufbau-Supplements zu hantieren. Die Forscher sind noch nicht soweit, die genauen Zusammenhänge herstellen zu können. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden jedoch federführend für weitere Studien in diese Richtung sein. Fazit Regelmäßig und schon in jungen Jahren damit zu beginnen, Muskelaufbau via aufbauender Supplements zu fördern erhöht dieser Studie zur Folge tatsächlich das Risiko an Hodenkrebs zu erkranken

Was sind Muskelaufbauende Supplements?

Was nun natürlich noch fehlt ist die Definition des Begriffs „Muskelaufbauendes Supplement“. Ich denke jedem ist klar, dass es hier in erster Linie um illegale Dopingsubstanzen wie Testosteron und Co. geht. Von deren Verwendung weiß man schon seit längerer Zeit um ein erhöhtes Risiko zur Ausbildung der sog. benignen Prostatahyperplasie, einer gutartigen Vergrößerung der Prostata (Vorsteherdrüse) die betroffenen Männern das Leben schwer macht, indem es zu vermehrtem nächtlichem Harndrang, Harnverhalt oder massiv erhöhtem Blasenentleerungsdruck kommt. Zu bedenken gilt es, dass sich Wachstumssignale durch derartige Substanzen nicht selektiv auf Muskelzellen lenken lassen und somit auch andere Gewebe mit Testosteronrezeptoren und Anbindungsstellen für Metaboliten wie DHT (Dihydrotestosteron) angesprochen werden. Interessanter Weise wurden in der Studie auch explizit Androstendion (ein sog. Pro-Hormon) und Creatin als risikobehaftet herausgestellt und zwar bereits ab einer Einnahme über vier aufeinander folgende Wochen. Insbesondere Creatin gilt nach wie vor als sichere Nahrungsergänzung die erwiesenermaßen in der Lage ist, die Schnellkraft im Rahmen intensiver körperlicher Belastung zu steigern. Fazit Anabole Steroide, Pro-Hormone und auch Creatin stehen unter Verdacht, dass Hodenkrebs-Risiko zu erhöhen

Resümee

Während man einen Einfluss auf Krebszellen für anabole Hormone durchaus nachzuvollziehen kann, sollte ein solcher Hinweis aus einer Fall-Kontroll-Studie, also einer nicht experimentellen retrospektiven Studie gerade bei Creatin zwar durchaus zur Kenntnis genommen werden, weitere Untersuchungen müssen sich jetzt aber mit dem genauen Zusammenhang auseinandersetzen.
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