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Mythos Milch macht dick und krank

Wen ich etwas nicht mag, sind es halt- und beleglose Mythen zu Milchprodukten. Der beliebteste, blödinnige Mythos aus der Fitnessszene besagt, dass Milch generell Wasser unter der Haut speichert, Sie so dick macht und einem damit die Form ruiniert. Komisch, dass etliche Bodybuilder die sich über diesen Mythos hinweg gesetzt haben, kohlenhydrat- und fettarme Milchprodukte noch bis kurz vor einem Wettkampf verspeisen. Milchprodukte seien auch schlechte Kalziumlieferanten weil Sie zu viele Säuren produzieren. Jeder Proteinträger produziert im Körper Säuren. Ein Zustand den es durch die Aufnahme genügend basenbildender Lebensmittel eben auszugleichen gilt und schon ist das Thema vom Tisch. Noch wichtiger ist in diesem Zusammenhang übrigens der Vitamin D Status! Heute geht es um einen weiteren Mythos der besagt, dass Milchprodukte und hier vor allem der Fettanteil verantwortlich für Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Diabetes sind. Sogar die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ruft dazu auf, bei Milchprodukten eher fettfreie Varianten zu wählen und reiht sich damit ein in die Riege derer ein, die diesem Mythos unterstützen. Eine neue klinische Querschnittsstudie aus den USA befasste sich genau damit! Die Ergebnisse werde ich Euch heute vorstellen.

Gesicherte Erkenntnis zu Milchfett

Der Fettanteil in Vollmilch setzt sich zu etwa 11% aus kurzkettigen, 16% aus mittelkettigen 38 % aus langkettigen, 32% aus einfach ungesättigten und 3% aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen. An Einzelvertretern sind Palmitinsäure, Stearinsäure und Mystrinsäure dominant. Insgesamt überwiegt bei Milchfett der Anteil gesättigter Fettsäuren, was auch der Grund für das schlechte Image von Milchprodukten ist. Gesättigte Fettsäuren wurden im Laufe der Jahre einfach zum Buh-Mann unter den Fettsäuren auserkoren. Inzwischen hat eine Reihe von Meta-Analysen gezeigt, dass der Konsum von Milchfett weder mit Übergewicht noch mit Herz-Kreislauferkrankungen in Verbindung gebracht werden kann. Kohortenstudien aus den USA stellten in Zusammenhang mit einem höheren milchfetttypischen Fettsäureaufkommen im Blut ein niedrigeres Typ-2-Diabetes-Risiko fest. Fazit Schon die bisherige Datenlage spricht sich gegen Nachteile von Milchfett in Hinblick auf die Herzgesundheit und die Entstehung von Zivilisationskrankheiten aus

Dairy fat intake is associated with glucose tolerance, hepatic and systemic insulin sensitivity, and liver fat but not β-cell function in humans

So lautet der Titel einer der aktuellsten Studien zu dieser Thematik. 17 Probanden, davon 12 Männer und 5 Frauen mit nicht-alkoholischer Fettleber (NAFLD) und 15 Kontrollpersonen ohne NAFLD erhielten entweder eine standardisierte Ernährung einmal mit und einmal ohne Milchfettanteil oder es wurden Ernährungstagebücher ausgewertet. Im Ergebnis konnten in Verbindung mit dem Aufkommen milchspezifischer Fettsäuren im Blut günstigere Leberfettwerte und geringere Nüchternglukosewerte festgestellt werden. Das Aufkommen der milch-spezifischen trans-Palmitoleinsäure korrelierte positiv mit der Insulinsensibilität.

Resümee

Noch eine Studie die dieses Mal sogar einen positiven Zusammenhang zwischen dem Konsum von Milchfett und der Glukosetoleranz feststellt, was im Umkehrschluss auch das Diabetes-Risiko zu senken vermag. Ich rufe Euch mit diesem Artikel nicht zum ungefrönten Konsum fetter Milch auf, denn JA Sie liefert eine Menge Kalorien und JA es gibt Menschen die mit Milchzucker und/oder Milchprotein Probleme haben. Was mich stört sind Aussagen die ein Lebensmittel gänzlich und für die Allgemeinheit schlecht reden wollen. Diese findet man bei Milchprodukten leider zuhauf. Wer mit dem Konsum von Milchprodukten ein gutes Biofeedback verbindet sollte Sie in den Ernährungsplan einbauen! Quelle Kratz, M et al.: Am J Clin Nutr 2014;99:1385-1396
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