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Protein im Vergleich – Rind oder Mehlwurm – Wer gewinnt?

Beobachtet man das Angebot an Proteinergänzungen fällt auf, dass neben gängigen Sorten wie Wheyprotein, Casein und Co. immer mehr auch Alternativen erhältlich sind. Einen steigenden Anteil nehmen dabei vegane Proteinkonzentrate wie IronMaxx 100% Reis Protein ein. Auch bei tierischen Proteinen findet man seit einiger Zeit mehr und mehr Proteinvarianten wie Olimp Gold Beef Pro-Tein oder das Protein von Hühnerfleisch. FitnessFreaks mögen es abwechslungsreich und gleichzeitig effektiv, aber würdet ihr auch das Protein von Insekten in Euren Ernährungsplan aufnehmen wenn es qualitativ hochwertig und bezahlbar wäre?

Insekten – Das steckt drin

Mikronährstoffe und Ballaststoffe Eine Studie von Rumpold und Schlüter aus dem Jahre 2013 befasste sich mit dem Nährwert von insgesamt 236 essbaren Insekten. Die Forscher bemerkten, dass diese eine Vielzahl an Mikronährstoffen wie beispielsweise Kupfer, Eisen, Magnesium, Selen und Zink enthalten. Auch zeigte die Analyse signifikante Mengen bei Folsäure, Pantothensäure und Biotin. Auf Seiten der Vitamine enthalten Insekten je nach Art unterschiedlich hohe Mengen an Vitamin B1, Vitamin B2, das Heimchen sogar Vitamin B12, Retinol, Beta Carotin und Vitamin E. Auf Seiten der Ballaststoffe finden sich Angaben von 2,7 mg bis 49,8mg pro kg und 11,6 mg bis 137,2 mg pro Kilogramm (bezogen auf das Trockengewicht). Bei Insekten dominiert der Ballaststoff Chitin. Kalorien und Protein Auf Grund der großen Artenvielfalt und der Zubereitungsarten variiert der Energiegehalt bei Insekten von 89  kcal auf bis zu 1272 Kalorien pro 100 Gramm. [Ramos Elordy et al. 1997] Xiaoming et al. (2010) fand bei der Analyse des Proteingehaltes heraus, dass auch dieser innerhalb der Insektenordnung stark variiert (13 – 77%), dennoch aber einen sehr großen Anteil unter den Makronährstoffen mit minimal 7 und maximal 48 Gramm pro 100 Gramm einnimmt. Abhängig ist der Proteingehalt von der Fütterung der Insekten und von dem Status der Metamorphose. Insekten wie die Grasshüpfer in Nigeria, die grundsätzlich Kleie fressen, liefern fast doppelt so viel Protein wie diejenigen, die mit Mais gefüttert werden. Ausgewachsene Tiere enthalten mehr Protein als in den anderen Stadien. [Ademolu et al., 2010)] Fettsäuren Neben Protein sind Insekten zudem hervorragende Fettträger. Die Fettsäurezusammensetzung unterscheidet sich auch hier von der Art des Insekts und wie die Tiere gefressen haben. Grundsätzlich können einfach ungesättigte Fette (Palmitoleinsäure), teilweise auch Ölsäure aber auch Alpha Linolensäure und Linolsäure auf Seiten der mehrfach ungesättigten Fette enthalten sein. Roos 2012 wies darauf hin, dass man die ganzen Insekten verzehren sollte um von allen Mikronährstoffen zu profitieren. Fazit Insekten haben einiges zu bieten – Sie liefern High-Protein, Low-Carb, High-Fibre und Low-Carb und sind damit eigentlich das optimale Diet-Food.

Rindfleisch und Mehlwurmlarven im Vergleich

Wie schlagen sich Insekten und Würmer im Vergleich zu dem guten alten Rindfleisch? Dieser Frage ging eine weitere Forschergruppe nach. Sie verglich die Larven eines Mehlkäfers, die wegen ihres wurmartigen Aussehens als Mehlwürmer bezeichnet werden, mit Rindfleisch. Sowohl das Fleisch als auch die Mehlwürmerlarven wurden auf 100 Gramm Trockengewicht verglichen: Auf Seiten der Makronährstoffe liefert Rindfleisch mehr Energie durch geringfügig höhere Mengen Protein und einen leicht höheren Fettgehalt wie dieser bei Mehlwürmerlarven vorzufinden ist. Rindfleisch liefert mehr Glutamin, Lysin und Methionin. Mehlwürmer hingegen weisen größere Werte von Isoleucin, Leucin, Valin (BCAA), Tyrosin und Alanin auf. Mehlwürmer enthalten auch wesentlich mehr Linolsäure als Rindfleisch. Vergleichsweise ähnlich sind sich beide bei den Mineralstoffen Kupfer, Kalium, Eisen, Zink, Selen und Natrium. Bukkens untersuchte Palmrüsselkäferlarven und fand hier einen mehr als doppelt so hohen Zink Gehalt wie dieser in Rindfleisch (26,5 mg vs. 12,5 mg) auftritt. Er wies auch nochmals auf den hohen Eisengehalt von Insekten hin und gibt zu Protokoll, dass sich in der Mehlwurmlarve insgesamt mehr Vitamine wieder finden. Fazit Ich denke wir sollten uns langsam aber sicher damit anfreunden Insekten als vollwertige Nahrungsquelle in unsere Essgewohnheit zu integrieren. Was in anderen Kulturen schon Gang und Gäbe ist, könnte auch hier bei uns bald schon zur Gewohnheit werden, insbesondere wenn es gelingt Protein aus Insekten kostengünstig zu herzustellen. Unterm Strich steht der Mehlwurm Rindfleisch in nichts nach!

Quelle

http://www.fao.org/docrep/018/i3253e/i3253e06.pdf
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