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Protein-News – Macht zuviel Protein dick und herzkrank?

Die Wissenschaft schläft nie und steht darum auch nie still! Gerade wenn es ums Thema Makronährstoffe und hier insbesondere um Protein geht, wollen echte FitnessFreaks natürlich auf dem neuesten Stand sein bzw. von uns auf dem Laufenden gehalten werden. Diesem Anspruch werde ich heute einmal Rechnung tragen, indem ich Euch zwei der neuesten Studien zum Thema Proteinaufnahme vorstelle. Studie eins befasst sich mit den Auswirkungen einer proteinlastigen Ernährung auf den Blutdruck, Studie zwei zeigt die Effekte einer sehr hohen Proteinaufnahme auf die Körperzusammensetzung.

Studie 1 – Proteinreiche Ernährung senkt den Blutdruck!

Noch immer stuft die DGE proteinlastige Ernährungsformen als bedenklich für kardiovaskuläre Risikoparameter ein und hält sich hartnäckig an eine Empfehlung der Proteinaufnahme von lediglich 0,8g pro Kilogramm Körpergewicht. Bis dato gilt als gesicherte Erkenntnis, dass der Ersatz eines Teiles der Nahrungskohlenhydrate durch tierische oder pflanzliche Protein (und/oder Fett) mit einem Rückgang des Blutdrucks verbunden ist. Besonders interessant ist dieser Konsens für die Schlaganfallprophylaxe. Eine neue prospektive Kohortenstudie der Harvard University in Boston befasste sich mit den längerfristigen Zusammenhängen zwischen dem Proteinkonsum und dem Blutdruck. Die 1361 herzgesunden Probandinnen und Probanden mit einem Studieneingangsalter von 30-54 Jahren mussten über 4 Jahre Blutdruckwerte abgeben und zudem Einsicht in Ernährungsprotokolle gewähren. Über 11,3 Jahre wurde letztlich das Risiko für Bluthochdruck bestimmt und bewertet. Im Ergebnis sorgte ein höherer Proteinverzehr für geringere Blutdruckwerte sowohl im systolischen als auch im diastolischen Bereich. Mit einer erhöhten Proteinaufnahme sank das relative Risiko einer Hypertonie im Vergleich zwischen höchstem und niedrigstem Konsum um 40%. Die Effekte stellten sich sowohl mit der Aufnahme pflanzlicher und tierischer Protein ein und traten bei normal- und übergewichtigen Personen auf. Die gesamt festgestellte Risikominderung für Bluthochdruck mit einer Ernährung reich an Protein und Ballaststoffen betrug 51% Fazit Mehr Protein arbeitet PRO Herzgesundheit!

Studie 2 – Zuviel Protein macht nicht fett

Im Mai 2014 erschien eine interessante Studie im Journal of the international Society of Sports Nutrition die sich mit dem Einfluss einer hohen Proteinzufuhr von 4,4g pro Kilogramm Körpergewicht auf die Körperzusammensetzung bei Sportlern befasste. Zu diesem Zweck wurden 30 gesunde, krafttrainingserfahrene Probanden im Alter von durchschnittlich 24 Jahren entweder in eine Kontrollgruppe oder eine Versuchsgruppe eingeteilt, Beide Gruppen mussten über 8 Wochen deren gewohntes Ernährungsmuster beibehalten, der einzige Unterschied in der HP-Gruppe (High-Protein) bestand eben darin, dass hier 4,4g Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aufzunehmen waren, während die Proteinaufnahme in der Kontrollgruppe bei durchschnittlich 1,8g pro Kilogramm Körpergewicht lag. Das Trainingsvolumen wurde definiert und war in beiden Gruppen exakt gleich. Im Ergebnis konnte in der HP-Gruppe ein deutlich höherer Protein- und Kalorienverbrauch festgestellt werden als in der Kontrollgruppe. Bis auf diese Veränderung ergaben sich keinerlei signifikante Veränderungen in Sachen Körpergewicht, Fettmasse, fettfreie Masse oder dem Körperfettgehalt. Fazit Die Sinnhaftigkeit einer Proteinzufuhr von 4,4g pro Kilogramm Körpergewicht einmal außen vor gelassen, beantwortet diese Studie dennoch zweifelsfrei die Frage, ob man von zu viel Protein dick werden kann mit einem NEIN. Ebenfalls mit einem NEIN lässt sich die Frage beantworten ob mehr Protein zwangsläufig immer auch bedeutet, dass man sich davon mehr Muskelnmasse erhoffen darf.

Quellen

Buendia, JR et al.: Am J Hypertension, online am 06.09.2014 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24834017
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