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Salz – Teufel der Szene oder eine absolute Notwendigkeit für Muskelaufbau?

Grundregel 1 für alle Bodybuilder und Fitnesssportler: „Meide Salz wo es nur geht!  Salz macht dich dick und wässerig, nimmt Dir die Form und Bluthochdruck bekommt man davon auch noch!“ Ich verwette mein Hinterteil darauf, dass diejenigen unter Euch, die schön länger dem Eisensport treu sind, sich genau diese Standpredigt schon das ein oder andere Mal anhören durften. Geht man nach einigen alt eingesessenen Leuten der Szene kann man fast nichts Schlimmeres machen, als sein Essen zu salzen oder bereits gesalzene Lebensmittel in seinen Ernährungsplan auf zu nehmen. Der heutige Artikel befasst sich aus diesem Grund mit der verteufelten Mineralstoffverbindung.

Salz = Natrium oder wie ist das?

Salz (auch genannt Kochsalz) ist eine Verbindung namens NaCl, also Natriumchlorid. Für Mensch und Tier stellt Natriumchlorid den wichtigsten Mineralstoff überhaupt dar, darum enthält der Körper eines Menschen auch durchschnittlich 150-300g davon. Die tägliche Ausscheidungsmenge beträgt je nach Schweißverlusten zwischen 3 und 20g und genau diese Menge muss auch wieder über die Nahrung ausgeglichen werden. Einer der Bestandteile dieser Verbindung, das sog. Natrium zählt zu den Mengenelementen die überwiegend extrazellulär, also im Plasmawasser, im Knochenwasser, der Lymphflüssigkeit, in Verdauungstrakt oder im interstitiellen Raum (dazu gehört das Bindegewebe) im Körper vorkommen und das in einer Menge von etwa 1,4g pro Kilogramm Körpergewicht (gesamt). Natrium zeichnet sich generell durch eine hervorragende Aufnahmefähigkeit aus und kann, gebunden an Glucose, Chlorid, oder Aminosäuren, so vollständig vom Darm ins Blut aufgenommen werden. Immer wenn Salz aufgenommen wird, wandert damit auch immer eine gewisse Menge Wasser mit ins Blut. Ist die Salzkonzentration des Blutes zu hoch erfahren wir dies, indem uns unser Körper über Durst signalisiert, dass wir für Ausgleich zu sorgen haben. Fazit Kochsalz mit seiner Komponente dem Natrium kommt in relativ hoher Menge in unserem Körper vor und wird täglich verbraucht, was einen gewissen Nachschub über die Nahrung notwendig macht.

Was macht Natrium in unserem Körper?

Das interessante an Natrium ist, dass es direkt an der Funktionalität von Nervensystem und Muskulatur beteiligt ist. Es wird benötigt für die Kommunikation und Koordination zwischen unserem Nervensystem und der Peripherie, also Körperteilen. Zu wenig Natrium stört diese Kommunikation empfindlich! Auch direkt in der motorischen Einheit, also in der Verbindung von Nervenzelle und Muskelfaser wirkt Natrium, indem es für das Aktionspotenzial verantwortlich ist, welches letztlich eine Muskelkontraktion auslöst. Fazit Für jeden FitnessFreak ist wichtig zu wissen, dass wir ohne genug Natrium nicht einmal in der Lage wären eine Hantel zu heben

Wie viel ist notwendig?

Es existieren mehrere Aufnahmeempfehlungen für Natrium die sich im Bereich von 550-3000mg pro Tag bewegen. Abhängig ist dies natürlich ganz stark von den Verlusten und hier besonders von Natrium, welches über Schweiß verloren geht. Je schweißtreibender ein Sport, desto eher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch eine höhere Menge Natrium ausgeschieden wird, obgleich sich mit steigendem Leistungslevel Natriumverluste über den Schweiß verringern können. Der Durchschnittsdeutsche nimmt Natrium über Fertigprodukte, Süßspeisen, Soßen und Dips teilweise sogar im Überschuss auf, während Sportler mit deren eher naturbelassener Ernährung teilweise sogar in die Situation eines Mangels geraten können. Als guter Durchschnittswert lässt sich für Sportler eine tägliche Aufnahmemenge ab 2000mg Natrium, evtl. sogar etwas mehr ansetzen. Für die Versorgung ist wichtig zu wissen, dass 0,55g Natrium einer Kochsalzmenge von 1,4g entsprechen was bedeutet, dass bis zu 5g Kochsalz am Tag in den meisten Fällen eine aquädate Menge darstellen. Für Sportler ist es zur Versorgung mit Natrium zudem wichtig darauf zu achten, dass auch die Versorgung mit Kalium mindestens im selben Rahmen gedeckt ist, da Kalium wenn man so möchte als der Gegenspieler von Natrium bezeichnet werden kann.

Resümee

Die alte Weisheit von der salzfreien oder salzlosen Ernährung eines Sportlers entbehrt jeglicher Grundlage. Salz kommt in hoher Menge in unserem Körper vor, ist direkt in die Funktionalität des Muskelapparates involviert und wird überdies jeden Tag mitunter über Schweißverluste mehr oder weniger verbraucht, weshalb der gelegentliche Griff zum Salzstreuer als eher produktiv zu bewerten ist
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