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Servicewüste deutsche Fitness-Clubs – Die Wahrheit über Körperfettmessungen

Heute komme ich nicht umher meinen Unmut über die derzeit anscheinend gängige Vorgehensweise in deutschen Fitness-Clubs Kund zu tun. Einige von Euch wissen vielleicht, dass ich in Facebook die Gruppe Body-Coaches gegründet habe in der sich Sportlerinnen und Sportler austauschen. Leider häufen sich derzeit Dialoge wie Folgender: Andre:                   Hallo, kennt sich hier jemand mit extrazelluläres und intrazelluläres Körperwasser                                  aus und weiß wie man es loswerden kann? Holger:                 Du willst ICW loswerden....WHY!!?? Andre:                    Also ich habe gerade eine Körperfettmessung machen lassen, und beim                                 Durchschauen der Werte Zuhause festgestellt, dass ich 26,1 l ECW (Normalwert=                                14,8-21,5 l ) und einen ICW 32,2l (Normalwert= 24,3 bis 29,5) besitze Fitness-Clubs machen Messungen und Auswertungen bei deren Kunden, nehmen sich im Anschluss aber nicht die Zeit Ihnen das ganze auch in Sachen Inhalt zu erklären und die Einzelergebnisse zu interpretieren. NEIN, man hat einen Termin zur Messung, freut sich über Klarheit in Sachen Körperzusammensatzung und vor allem Körperfettanteil sowie Muskelmasseanteil und bekommt dann im Anschluss an die durchgeführte Messung einen Zettel in die Hand gedrückt dessen Inhalt einen noch mehr verwirrt als vorher und der (schlimmer noch) wie oben dargestellt bei Fitnessbegeisterten Ideen auf den Plan ruft die jeglicher Grundlage entbehren und sich sogar kontraproduktiv auf deren Entwicklung  auswirken können. Kann man hier dem Mitglied des Fitness-Clubs die Schuld geben? – NEIN! Schuld sind vermeintliche Fachkräfte in Fitness-Clubs die entweder mangels Personalstärke oder mangels Qualifikation nicht in der Lage sind Auswertungen auch ausführlich zu besprechen und für den Kunden auszudeutschen. Das Resultat seht ihr oben und leider ist dies kein Einzelfall. Sicher mag es Fitness-Clubs geben bei denen das Ganze vorbildlich verläuft und genau diesen möchte ich an dieser Stelle auch einerseits ein Lob aussprechen, andererseits möchte ich alle Leserinnen und Leser aber auch davor warnen, sich in anderen Fällen auf derartige Auswertungen zu stützen. Eine zumindest kleine einführende Erklärung des oben beschriebenen Verfahrens der „Bioimpendanz-Analyse“ möchte ich heute allen Leserinnen und Lesern von FitnessFreaks.com mit auf den Weg geben.

BIA – Bioimpendanz

Wenn eine Messapparatur Euch Auswertungen des Wassergehalts zusätzlich zu Massewerten wie dem Körperfett (BF – Bodyfat oder FM – Fat Mass) oder der BCM (Body-Cell-Mass oder Muskelmasse) sowie der fettfreien Masse (FFM) liefert, handelt es sich dabei um einen Abkömmling der sog. Bioimpendanz-Analyse. Um Euch nicht mit zuviel Theorie zu langweilen handelt es sich dabei in einem Satz um eine Gerätschaft die über Widerstände eines durch Euren Körper geschickten Impulses auf das Flüssigkeitsaufkommen und die Flüssigkeitsverteilung schließt. Richtige BIA-Geräte bei denen man vor der Messung 5-10 Minuten liegen muss damit sich das Flüssigkeitsaufkommen verteilt um danach dann ebenfalls liegend die Messung durch zu führen versprechen in Sachen Flüssigkeitshaushalt tatsächlich relevante Werte. Diese sind: TBW – (Total Body Water) Die Gesamtmenge an Wasser in Euren Körper ECW – (Extrazelluläres Wasser) Alles Wasser das sich außerhalb Eurer Zellen befindet ICW – (Intrazelluläres Wasser) Alles Wasser das sich innerhalb der Zellen befindet

Was ihr darüber wissen solltet:

1. ICW arbeitet FÜR euch. Es kann als „gutes“ Wasser angesehen werden. Niemand möchte es loswerden! 2. ECW ist ebenfalls notwendig, kann bei einem Überaufkommen aber eher belastend wirken und sich auch negativ auf die Optik niederschlagen. Es gibt mehrere Gründe warum ECW erhöht auftreten kann (Cortisolüberschuss, Entzündungen, Nierenprobleme ect.) 3. Sobald TBW außerhalb der Norm (über der vorgegebenen Referenz)  ist, werden alle dazu ausgewerteten Massewerte falsch ausgewertet. In der Regel ist der Anteil an Körperfett (BF oder FM) dann niedriger angesetzt und der Anteil an FFM oder BCM fällt zu hoch aus. Schuld daran ist eben eine falsche Interpretation bei der Bewertung der Wasserwerte durch das Gerät. Bei zu wenig TBW ist es genau andersherum!

Resümee

Was ich heute ausgeführt habe ist nur die Spitze des Eisbergs und stellt einen Bruchteil dessen dar, was ein guter Fitness-Trainer euch an zusätzlichen Infos zu Eurer Auswertung mit auf den Weg geben müsste. Sprecht das Personal GEZIELT darauf an, denn letztlich kann das geschulte Auge Aussagen besser treffen wenn die zur Auswertung passende Person direkt vor einem sitzt.
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