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Sind Aminos wirklich notwendig?

Wenn es nach Herstellern von Supplements geht, sollte man sich am besten mit einem Protein für Frühstück und Zwischenmahlzeiten, einem für das Training, einem weiteren für die Bed-Time-Mahlzeit und dann noch mit Aminos Pre- und Intra-Workout eindecken um wirklich immer optimal mit Protein versorgt zu sein. Ich möchte Euch heute einmal mein Statement dazu abgeben, was mir als wirklich notwendig erscheint, heute ganz besonders, ob der Einsatz von Aminosäurepräparaten Sinn macht oder nicht.

Was sind Aminos?

Aminosäurenpräparate sind flüssig, als Pulver oder Tabletten erhältlich. Man kann Sie als Peptide oder aber als freie Aminosäuren kaufen. Begründet wird die Notwendigkeit der Aufnahme damit, dass man von der gesteigerten Aufnahmefähigkeit und einer rasend schnellen Absorptionsgeschwindigkeit profitiert. Aminosäurepräparate werden letztlich aus denselben Rohstoffen hergestellt wie Proteinpulver auch. Meist handelt es sich um sog. Hydrolisate was soviel bedeutet wie, dass Sie aufgrund des besonderen Herstellungsverfahrens bereits vor verdaut sind und so nicht mehr enzymatisch im Verdauungstrakt aufgespalten werden müssen. Dies ermöglicht natürlich eine rasend schnelle Aufnahme und damit auch einen starken Anstieg des Blutaminosäurespiegels. Fazit Aminosäurepräparate glänzen in der Tat durch eine schnelle Aufnahme. Pulver und flüssige Darreichungsformen haben im Vergleich zur Amino-Tablette hier nochmals einen kleinen Vorteil, da Sie nicht gelöst werden müssen. Die Frage ist, wann man davon profitiert?

Der Aminosäure-Pool

Wer sich schon einmal mit dem Aminosäuremetabolismus auseinandergesetzt hat weiß, dass alle Aminosäuren und Peptide zunächst über die Pfortader zur Leber gelangen. Die Leber fungiert als zentrales Verteilerorgan und leitet Aminosäuren nach Bedarf an bedürftige Stellen weiter, speichert einen Überschuss aber auch für „schlechte“ Zeiten im Aminosäure-Pool. Auch wenn man sich nicht einig ist wie hoch die Kapazität genau ausfällt, reicht die in der Leber gespeicherte Menge dafür aus, den Protein-Turn-Over einige Stunden im Gleichgewicht zu halten, weshalb es eigentlich nicht entscheidend ist, ob wir nun schnell oder langsam verfügbares Protein zu uns nehmen, Hauptsache wir nehmen genug Protein pro Tag auf. Ich kenne Coaches, die ihren Schützlingen zu jeder Mahlzeit 5-6 Aminotabs a 2g Protein aufnehmen lassen. Unter diesem Aspekt entbehren solche Vorgehensweisen jeglicher Grundlage. Fazit Von Aminosäurepräparaten gehen im Regelfall keinerlei Vorteile aus, solange die Proteinversorgung gesamt ausreichend hoch ausfällt

Aminos Post-Workout

Während die Gegebenheit des Aminosäure-Pools auch für die Proteinaufnahme Pre-Workout zutrifft, haben wir nach dem Training eine ganz besondere Situation. Training verringert nachweislich die Proteinsynthese, während eine schnelle Anhebung des Blutaminosäurespiegels diesen Tiefstand vermag wieder zu beheben. Wer also nach dem Training mit Aminosäurepräparaten arbeiten möchte kann dies gerne tun und erfüllt damit sogar einen gewissen Zweck. Wenn ihr euch dafür entscheidet müsst ihr natürlich bedenken, dass der Whey-Shake dann unnötig ist und keinen zusätzlichen Nutzen bringen wird. Andererseits ist auch Wheyprotein als schnell verfügbares Protein bekannt und wird neben Konzentraten und Isolaten auch als Hydrolisat angeboten. Fazit Aminosäurepräparate und Wheyprotein erfüllen ein und denselben Zweck! Nach dem Training macht die Aufnahme eines der beiden Präparate sicher Sinn. Beides einzunehmen birgt keinen zusätzlichen Vorteil!

Resümee

Aminosäurepräparate liefern Protein und sollten wenn überhaupt nur im Rahmen der notwendigen täglichen Proteinmenge eingesetzt werden. Der große Vorteil liegt in der schnellen, unbelastenden Aufnahme, kann aber nur nach dem Training ausgespielt werden wenn viele von uns eigentlich ja schon einen Whey-Shake trinken, indem sich letztlich genau dieselben Aminosäuren befinden. Überlegt logisch wenn ihr vor der Wahl steht zu Aminos zu greifen oder nicht! In diesem Fall kann es Euch möglicherweise davor bewahren, Euren Geldbeutel unnötig leichter zu machen.
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