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Sind FitnessFreaks Beziehungsmenschen?

Was würdet ihr sagen. Macht uns Sport eher zu Beziehungsmenschen, zu glücklichen Singles oder kann man beides gar nicht in Verbindung bringen? Finden sportlich aktive Menschen schneller einen Partner als unsportliche Zeitgenossen?  Ich stelle euch heute das Ergebnis eines Forschungsberichts vor, der sich genau mit dieser Thematik befasst hat.

Rational Choice Theorie – So wählen wir unseren Partner

Könnt ihr die Frage beantworten, nach welchen Kriterien wir unseren Partner aussuchen? Die Wissenschaft geht hierbei von der Rational Choice Theorie aus die jeder Handlung Kosten und Nutzen zuschreibt. Die Partnerschaftsforschung ist bestrebt heraus zu finden, warum ein sog. Akteur (also die aktive Person bei der Partnerschaftssuche) sich einen bestimmten Partner aussucht. Insgesamt versuchen wir möglichst viele Gegebenheiten zu kontrollieren um ein höchstmögliches Kapital aus der Beziehung zu schlagen. Hinsichtlich persönlicher Merkmale zum Kennen lernen ist die Attraktivität von großer Bedeutung, geht es dann um Familie oder echte Partnerschaft spielen auch materielle Dinge wie das Einkommen eine Rolle. Fazit Romantisch ist anders – Wie der Begriff „Rational-Choice“ schon sagt, ist Partnerwahl zunächst wohl etwas sehr nüchternes und berechnendes. Wenn dem so ist, könnten sportlich-attraktive Menschen tatsächlich öfter in Beziehungen leben

Sportliche Menschen die besseren Partner?

Rein rationell gesehen möglicherweise ja. Sport wird überall in der Welt ausnahmslos mit etwas „Gesundem“ assoziiert. Auf Befragungen zu den Motiven sportlicher Aktivität antworten die meisten Deutschen, dass sie sich gesund halten wollen. Natürlich ist Sport bis zu einem gewissen Grad gesund und dient darum auch als anerkanntes Mittel zur Gesundheitsbeeinflussung. Die Frage die uns nun beschäftigt ist, ob dieser generell positive Tenor zu sportlicher Aktivität dazu führt, dass wir bei der Partnerwahl eher zu sportlichen Menschen tendieren. Aus der Evolutionsbiologie weiß man, dass wir auf der Suche nach Fortpflanzungserfolg sind um den Fortbestand der Art zu sichern. Weist unser gegenüber nun Merkmale auf die Gesundheit andeuten und ist er zudem attraktiv sowie physisch aktiv könnte dies in der Tat dazu führen, dass wir ihn als möglichen Partner mit hohem Nutzenfaktor in Erwägung ziehen. Fazit Physische Aktivität, gutes Aussehen und Gesundheit – all das beschreibt einerseits sportliche Menschen und signalisiert andererseits eine gute Möglichkeit zur Fortpflanzung sowie einen hohen Nutzenfaktor für eine Partnerschaft

Die Untersuchung

Basierend auf dem sozio-ökonomischen Panel (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung wurde nun untersucht, inwieweit sportliche Aktivität die Chance auf eine Beziehung steigert bzw. inwiefern sportliche Menschen mehr oder weniger häufig in Beziehungen leben. Befragt wurden insgesamt 3664 Probandinnen und Probanden von denen 1985 Single waren und 1679 angaben in einer Beziehung zu leben. Bei sportlicher Aktivität wurde nochmals unterschieden in „nie“, „selten“, „jeden Monat“ oder „jede Woche“. In der Gesamtbetrachtung aller Gruppen konnte ein linearer Zusammenhang zwar nicht hergestellt werden, besonders interessant für uns ist hier jedoch der Unterschied zwischen „jede Woche“ und den Personen die nie Sport treiben. In der Tat konnte hier ein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Von insgesamt 1345 wöchentlich aktiven Personen waren 681 Single und 664 vergeben, während bei den Unsportlichen von 1306 Befragten ganze 811 Personen Single waren und nur 495 in einer Beziehung lebten. Während der BMI als weitere untersuchte Größe keinen Einfluss auf das Beziehungsgefüge hatte, war der Einfluss des Lebensalters noch einmal hoch signifikant. Die Wahrscheinlichkeit auf eine Beziehung ist mit 26 bis 35 Jahren am höchsten und liegt damit sogar noch höher, als bei den 16-25 Jährigen. Dass die Altergruppe von 16-25 Jahren trotz Jugendlichkeit seltener in einer Beziehung lebt, könnte an der Einbindung in den Partnerschaftsmarkt liegen

Resümee

Ein eigentlich sehr emotionales Thema heute einmal sehr rationell, faktisch und nüchtern behandelt. Unterm Strich geht aus den Überlegungen und auch der Untersuchung klar hervor, dass sportliche Menschen bessere Karten haben einen Partner zu finden und auch häufiger in einer solchen leben. Neben den genannten Gründen wie Attraktivität, Aktivität und Gesundheit spielt sicher auch der soziale Anschluss eine große Rolle. Sport ist nur selten etwas das man ganz alleine und hinter verschlossener Türe macht. Sehr oft ist Sport gleichbedeutend mit Teamwork und zwischenmenschlichem Kontakt, mit Unterhaltung, Austausch und dem Verfolgen gemeinsamer Interessen. Gut möglich also, dass das gesamte Drumherum einen weiteren Faktor dafür darstellt, dass Sportler allem Anschein nach tatsächlich Beziehungsmenschen sind.
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