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Studie zeigt: Leute, die regelmäßig Gym-Selfies posten, haben ein psychisches Problem

Sind wir doch mal ehrlich – es NERVT! Es ist absolut nichts dagegen einzuwenden wenn jemand etwas für sich Außerordentliches erreicht und diesen Erfolg in Form eines Selfies oder vorher/nacher-Vergleichs mit anderen teilt. Heutzutage ist es leider so, dass jeder meint den kleinsten „Furz“ der annähernd mit Sport zu tun hat in Selfie-Form festzuhalten und auf Facebook oder Instagram einzustellen. „Schaut mal her ich esse Fleisch“ „Hier seht ihr die Ader auf meinem Bizeps“ „Meine neue Trainingshose“ „Heute wieder mal Legday“ „Cheating-Day“ „Meine Entwicklung seit 2 Wochen“ „Heute wieder Tag 1 nach 2 Wochen Erkältung“ …. um nur mal einige wenige beinahe schon lächerliche Postingtitel zu nennen, wie Sie jeden Tag zuhauf im SocialMedia erscheinen. Die Leute sind süchtig sich mit zu teilen und  man fragt sich förmlich wie es bisher ohne Selfies gegangen ist. Meine persönliche Missgunst zu dieser Entwicklung ist das eine, jetzt gibt es aber tatsächlich eine Studie, die sich mit dem „Selfie-Wahn“ befasst und bedenkliches ergeben hat.

The Big Five, self-esteem, and narcissism as predictors of the topics people write about in Facebook status updates

In der Studie der der Brunel University in London wurden Intentionen und Beweggründe untersucht, warum bestimmte Personen auf bestimmte Art und Weise via Postings bei Facebook auftreten. Grundlage der Untersuchung sind die sog. „Big Five“, also die fünf markantesten Merkmale aus denen sich unsere Persönlichkeit immer unterschiedlich zusammensetzt, nämlich: - Extroversion (Konzentration von Interessen auf äußere Objekte und Äußerlichkeiten) - Neurotizismus (das Gesamtbild aus emotionaler Labilität, Schüchternheit und Gehemmtheit) - Offenheit - Verträglichkeit (Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit) - Gewissenhaftigkeit. Extrovertierte Menschen sind sehr offen, gesellig und lieben es zu kommunizieren. Für Sie ist Facebook ein Werkzeug zur Kommunikation und zum knüpfen neuer Kontakte. Sie posten gerne und viel. Der neurotische Facebooker sucht nach Anerkennung und Zuspruch. Er legt Gefühle offen in seinen Postings dar und ist auf der Suche nach sozialem Anschluss. Gerne stellt er sich selbst zur Schau und versucht sich möglichst oft von seiner besten Seite zu zeigen. Der „offene“ Facebooker tritt mit einer gewissen Kreativität und Intelligenz auf, er ist interessiert an der Verbreitung von Inhalten und Themen die ihn persönlich interessieren sowie am angeregten Austausch von Meinungen und Informationen. Der selbstlose Facebooker möchte sich selbst gar nicht darstellen. Er ist gerne auf Facebook um anderen zu helfen und derjenige der sich für viele Postings öffentlich durch Kommentieren und Liken interessiert. Die gewissenhafte Person findet man nicht täglich unter den Neuheiten bei Facebook. Postings fallen wenn dann sehr diskret und unpersönlich aus. Der gewissenhafte Facebooker ist kein Selbstdarsteller. Auch Personen mit mangelndem Selbstbewusstsein können leicht identifiziert werden. Sie machen sich via Facebook gerne der Öffentlichkeit zugänglich. Postings fallen teilweise negativ aus und beinhalten auch intime Einblicke in das Gefühlsleben. (z.B. Liebeskummer). Der Narzisst unter den Facebook-Usern zehrt von Selbstverherrlichung, vom Posten seiner Fortschritte und seiner körperlichen Erscheinung, seiner Disziplin sowie seinen täglichen Mahlzeiten. Er benötigt Anerkennung und Bestätigung von seinem Umfeld und erscheint deshalb sehr oft in den Neuheiten. In unsere Untersuchung wurden insgesamt 555 Facebook-User involviert, die aus völlig verschiedenen sozialen Schichten stammen. 65% davon leben in einer Beziehung, 34% hatten mindestens schon ein Kind, 57% von Ihnen sind täglich auf Facebook aktiv. Alle mussten einen Fragenkatalog bearbeiten der eine Beurteilung des Persönlichkeitsprofils zulässt. Die Probanden wurden zudem zu deren Aktivitäten in Facebook befragt, also wie oft Sie online sind, wie oft Sie neue Freundschaftsanfragen checken, wie oft Sie welche Inhalte posten, welche Postings Sie kommentieren, liken, uvm.. Auch spezifische Fragen zu Fitness- und Ernährungspostings wurden gestellt, ebenso wie Motive für die Aktivität in Facebook abgefragt wurden.

Eindeutiges Ergebnis

Die Resultate geben letztlich die Persönlichkeitsstruktur etlicher Facebook-User wieder. Das für uns interessanteste Ergebnis sieht für alle „Fitness-Selfie-Poster“ eine eindeutige Veranlagung zum Narzissmus. Narzissten messen der eigenen Erscheinung übermäßig oder sogar krankhaft viel Bedeutung bei. Sie zeichnen sich aus durch einen Mangel an Einfühlungsvermögen, wenig Selbstwertgefühl und eine Überempfindlichkeit gegenüber Kritik. Das alles soll mit einem beeindruckenden äußeren Erscheinungsbild kompensiert werden. Interessant auch, dass stetig wiederkehrende Postings zur Beziehung mit übertrieben netten Kosenamen und Bildchen für wenig Selbstachtung sprechen.

Resümee

Eine hoch interessante Studie die jeden Facebooker transparent macht und das alleine nur über die Art und Weise seines Auftritts. Auch wenn die Hemmschwelle gering ist jeden Tag mehrmals auf sich aufmerksam zu machen, sollte man gerade im SocialMedia immer mit Bedacht auftreten und bedenken wie man mit seinem Verhalten auf andere Menschen wirkt. Viele kennen Euch nur aus Facebook, also handelt mit Bedacht!
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