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Tod mit 33 – Die Geschichte vom dicksten Mann Englands

Es gibt ja wirklich eine Menge bemerkenswerte Rekorde auf dieser Welt. Der größte Oberarmumfang, die beste Leistung beim Bankdrücken, ein außerordentlich großer Penis oder was auch immer. Carl Thompson erlangte den zweifelhaften Ruhm als dickster Engländer. Ein Titel der schon mit 33 Jahren dafür sorgte, dass Carl das Zeitliche segnete. Auszüge aus seiner Geschichte geben Aufschluss über ein Leben das einzig und allein aus Essen bestand.

Zeitlebens übergewichtig

Carl war noch nie richtig schlank. Er wuchs als übergewichtiges Kind ins Teenageralter und war schon mit 17 Jahren derart übergewichtig, dass man ihm Berufsunfähigkeit bescheinigte. Schon damals soll er Berichten zur Folge um die 1100 Euro alleine für Essen ausgegeben haben. Gewöhnliche Bemühungen sein Körpergewicht zu reduzieren scheiterten. Sport ist mit derartigen Ausmaßen kaum möglich und das Einsetzen eines Magenbandes für schnellere mechanische Sättigung lehnte Carl wohl strikt (warum auch immer) ab.

Gnadenstoß mit dem Tod seiner Mutter

Als seine Mutter 2012 verstirbt bricht er vollends ein. Täglich 10.000 Kalorien sorgen binnen einiger Zeit dafür, dass Carl bettlägerig wird und sich sein Essen via Lieferdienst bestellen muss. Alles war bestens organisiert, der Lieferservice erhielt einen Haustürschlüssel und konnte so mehrmals täglich alles ans Bett liefern. Im letzten Jahr seines jungen Lebens konnte Carl keinen Fuß mehr vor die Türe setzen, er war gefangen in seinen eigenen 4-Wänden, schlimmer noch in seinem Bett. Pfleger waren dafür zuständig, Carl zu versorgen und zu waschen. Als dickster Mann Englands bringt er letztlich über 400kg (413) auf die Waage und erlangt damit diesen zweifelhaften Titel der ihm natürlich auch einiges an öffentlichem Interesse einbringt. Depressionen werden deutlich als er in einem seiner Statements verlauten ließ: „Ich verpasse mein ganzen Leben nur weil ich esse“. Trotz anraten von Ärzten dringend 70% seines Körpergewichts reduzieren zu müssen war Carl offensichtlich nicht in der Lage dies umzusetzen.

Letzter Hilferuf?

Anscheinend hatte sich im letzten Jahr alles prima eingespielt und zwar so sehr, dass ein vermeintlich letzter Hilferuf nicht erhört bzw. nicht richtig interpretiert wurde, denn vor seinem Ableben reduzierte Carl die Anzahl seiner Bestellungen auf 1-2 pro Tag. Man wunderte sich offensichtlich, wirklich interessiert hat sich jedoch niemand für ihn oder den Grund wie es scheint. Mit 33 Jahren verstirbt er letztlich in seiner Wohnung in Dover. Zur Bergung seines Leichnams sind mehrere Stunden notwendig.

Esssucht – Eine Krankheit

Natürlich fragt man sich was hier los ist und wie es soweit kommen kann. Esssucht ist ein wahrlich großes Problem. Verfällt man diesem Teufelskreis ist es sehr schwer wieder auszubrechen. Störungen des Hunger- und Sättigungsempfindens sorgen dafür, dass man sich nicht mehr auf die Signale seines Körpers verlassen kann und einfach isst ohne zu wissen ob man eigentlich noch Hunger hat oder nicht. Ablehnung und Diskriminierung seitens der Gesellschaft führen zur Flucht in weiteres essen als Trost. In den meisten Fällen resultieren  derartige Essstörungen aus psychischen Missständen. Oftmals fehlt es Betroffenen an geordneten Familienverhältnissen, Aufmerksamkeit, Liebe oder einem sozialen Umfeld so das Essen zum Lebensmittelpunkt wird. Im Falle von Carl passt diese Beschreibung hervorragend, da er sich wohl erst mit dem Tod seiner Mutter völlig aufgegeben hatte.

Resümee

Ein wahrlich tragisches Schicksal welches in diesem Ausmaß sicher einmalig ist, dennoch aber wesentlich häufiger vorkommt als wir FitnessFreaks uns dies auch nur erträumen würden. Essstörungen in die eine oder andere Richtung sind allgegenwärtig. Neben dem Verfolgen des eigenen Erfolgs sollten wir als „sozial starke und anerkannte“ Personen auch das ein oder andere Mal auf vermeintlich schwächer gestellte Personen zugehen oder Sie zumindest nicht mit Spott und Hohn konfrontieren. Kleine Lichtblicke können möglicherweise so manches Schicksal bestimmen und die Geschichte psychisch labiler Menschen stark beeinflussen die Flucht im Essen oder auch im Hungern suchen
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