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Too much of a good thing - Vermeide folgende Fehler um deine Trainingsergebnisse nicht zu gefährden!

Sich an die Grenze seiner körperlichen Fitness zu bringen ist in Mode geraten. Sei es aufgrund extrem intensiver oder hochvolumiger Trainingspläne, sei es durch fehlinterpretierte Vorgehensweisen aus dem CrossFit oder seien es Heimtrainingsprogramme wie Insanity oder P90X. Diese Entwicklung ist ebenfalls sehr schön beim Thema Cardio zu beobachten. Während man früher noch steady state Cardio im eher extensiven Bereich betrieben hat um die Fitness zu steigern, den Fettabbau nach vorne zu treiben oder seinen Kalorienverbrauch zu erhöhen, ist mittlerweile das High Intensity Intervalltraining (HIIT) im Trend. Und wie immer wenn etwas im Trend ist kommt man schnell auf die Idee, dass mehr automatisch auch gleich besser sein muss. Doch ist dem wirklich so?

SSC vs HIIT

Betrachten wir die ganze Thematik doch einfach mal anhand des Steady State Cardios (SSC) und des High Intensitiy Intervalltraining (HIIT). Was ist besser? Beides und nichts. Warum? Weil es ein „besser“ in diesem Sinne nicht geben kann. Beide Trainingsvarianten haben ihr Vor- und Nachteile. Wer schon einmal ein wirkliches HIIT gelaufen ist - entschuldigt, GESPRINTET ist - wird wissen, dass diese Trainingsmethode einiges von einem abverlangt. Man geht wirklich bis an seine Grenzen und das nicht nur einmal. Tut man das nicht, hat man das Trainingsziel verfehlt. Kannst du dir vorstellen, diese Trainingsintensität täglich zu bringen? Ohne nachzulassen? Ohne auszubrennen? Ohne ins Übertraining zu geraten? Wenn ja, dann dürftest du wirklich eine Ausnahmeerscheinung sein und wir sollten dich bei den kommenden olympischen Spielen auf dem Treppchen sehen. Wenn nicht, dann bist du scheinbar doch wie jeder andere auch. Ein solches Vorhaben ist schlichtweg nicht möglich. Das Problem: Viele versuchen es trotzdem. Vielleicht nicht immer direkt oder ausschließlich mit HIIT, aber doch in irgendeiner Form der Intensität. Das Ergebnis: Die Intensität sinkt von Einheit zu Einheit und irgendwann kommt man gar nicht mehr über die Intensitätsschwelle hinaus, die nötig wäre für die entsprechenden und erwarteten Trainingsergebnisse. Oder man schafft es vielleicht auch einfach körperlich gar nicht mehr und trainiert sich tief ins Übertraining. Wäre es dann nicht sinnvoller das Training zu periodisieren und Phasen des SSC mit HIIT abzuwechseln?

Weg von der Ausdauer

Okay, bewegen wir uns nun einmal mehr in den Kraftbereich. Sieht es hier anders aus? Nicht wirklich! Denn das Motto der meisten Trainierenden lautet heutzutage, sich möglichst zu zerstören. Hat man nicht tagelang Muskelkater nach dem Workout, dann scheint das Training nichts wert gewesen zu sein. Geht man nicht jedes Mal an seine Grenzen, dann hat man nicht alles gegeben und muss sich schämen, nur halbherzig trainiert zu haben. Das Resultat hier: Es werden die unterschiedlichsten Intensitätstechniken angewendet - nacheinander und so heftig wie möglich! Früher galt noch, trainiere intensiv und kurz oder aber mit viel Volumen aber dafür einer geringeren Intensität. Heute heißt es, trainiere so lange und so oft wie möglich und versuche so viele Intensitätstechniken wie möglich einzubringen und verlasse das Studio erst dann, wenn du klinisch tot bist! Wundert es hier jemanden warum es immer mehr Sportler in den Studios gibt, die keine wirklichen Erfolge mehr verbuchen, dafür aber in Foren nach Supplements gegen Gelenkschmerzen fragen müssen? Mich wundert das nicht!

Ein Schwimmer schwimmt nicht bis zum Ertrinken!

Habt ihr schon mal einen Schwimmer gesehen der so lange geschwommen ist, bis seine Muskeln versagt haben und er einfach untergegangen ist? Ich hoffe nicht! Kein Leistungssportler dieser Welt würde auf diese Idee kommen. Warum ist das Training bis zum absoluten geht nicht mehr dann ausgerechnet bei Hobby-Sportlern so ausgeprägt? Es geht nicht darum, dass ihr in Zukunft nur noch lasche Wellnesseinheiten absolvieren sollt. Aber denkt einmal drüber nach, ob ihr vielleicht dazu neigt zu übertreiben und ob eurem Training eine sinnvolle Periodisierung nicht vielleicht auch gut tun würde.
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  • Mir hat jetzt am Ende dieser

    Mir hat jetzt am Ende dieser "Aha!"-Effekt gefehlt.
    Ansonsten sehr informativ, bin ein sehr interessierter Leser, aber deine vorherigen Beiträge haben mir besser gefallen, diesen hier hast du etwas zu knapp gehalten.
    Grüße

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