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Training Mask – Simuliertes Höhentraining Studio-tauglich?

Kürzlich war ich zu Gast ich einem Berliner Fitness-Club. Neue Gerätschaften, neue Menschen und natürlich auch Dinge die mal als Landei welches ich nun mal bin normalerweise nicht zu sehen bekommt, sondern nur aus Zeitschriften kennt. An vorderster Front des Cardio-Parks leistete ein Studiomitglied sein Ausdauertraining ab. Er war sichtbar kein Leistungssportler und dennoch trug er eine Art Gasmaske unter der ihm der Schweiß nur so vom Gesicht lief. Natürlich ist dieses Trainingsgerät nicht gänzlich neu und bedeutet für mich eigentlich einen Versuch seine Ausdauerleistungsfähigkeit zu verbessern indem man eine Art Höhentraining simuliert.  Da sicherlich viele immer noch nach der Sinnhaftigkeit und dem Potenzial des Einsatzes von Gasmasken im Training suchen, möchte ich heute einen kurzen Einblick geben. Aufgrund der Komplexität des Themas kann ich mich lediglich mit einigen grundsätzlichen Gegebenheiten befassen, werde aber sicher bei einigen die Neugierde wecken.

Gasmasken im Training

Die heute erhältlichen „Training Masks“ haben schon eine deutliche Entwicklung hinter sich. Waren früher Augen und teilweise sogar Ohren bedeckt, beschränken sich die Masken heute nur noch auf eine kleine Einrichtung die man sich um den Kopf  bzw. vor Mund und Nase schnallt. Die Hersteller geben eindeutig an, dass sich damit ein Höhentraining simulieren lässt und das die Effektivität eines Cardio-Workouts insofern erhöht werden kann, da man eine eigentlich 60-minütige Trainingseinheit aufgrund der simulierten Hypoxie sowie der höheren Belastung des Lungenkreislaufes auf 20 Minuten reduzieren kann und trotzdem effektiv die gleiche Leistung erbracht wird. Interessant ist, dass durch verschiedene Einsätze der Luftwiderstand sogar unterschiedlich eingestellt werden kann, d.h. es besteht die Möglichkeit Schweregrade einzustellen die eigentlich die jeweiligen Höhenmeter simulieren sollen. Über den sog. Bohr-Effekt findet Stufe für Stufe immer wieder eine Adaption statt, so die Theorie hinter der Maske. Neben der Verbesserung der Lungenaktivität und Lungenkapazität wird auch das Zwerchfell durch ein Training mit der Training Mask angesprochen und verbessert so gesamtheitlich die Atmung und natürlich auch die Ausdauerleistungsfähigkeit. Der Einsatz einer solchen Maske macht darüber hinaus natürlich nicht nur beim reinen Ausdauersportler sondern auch bei Sportarten im gemischten Stoffwechsel wie Kampfsportarten Sinn wo man diese auch immer wieder in der Praxis beobachten kann. Fazit In der Theorie lässt sich mit dem Einsatz der Training-Mask sowohl die aerobe als auch die anaerobe Leistungsfähigkeit nachhaltig verbessern

Höhentraining im Leistungssport

Worin besteht der Unterschied zwischen einem Bergaufenthalt über 4-6 Wochen und 4-6 Wochen mit jeweils drei bis vier Trainingseinheiten unter Hypoxie-Bedingungen dank der Training-Mask? Ganz genau, der Bergaufenthalt heisst 24 Stunden mit einer nur geringen Sauerstoffsättigung der Luft während man mit der Maske nur das sog. LL-TH-Konzept verwirklichen kann was soviel bedeutet wie „Low Living – High Training“. Aus der Sportwissenschaft weiß man, dass sich damit kaum Veränderungen der aeroben Leistungsfähigkeit, wohl aber der anaeroben Leistungsfähigkeit bewirken lassen indem es zu einer effizienteren Sauerstoffnutzung der Muskelzellen, einer Erhöhung oxidativer Enzyme in den Mitochondrien, einer Optimierung der Glykolyse und einer verbesserten Kapillarisierung kommt. Sinnvolle Trainingseinheiten können im Rahmen von 20-120 Minuten abgehalten werden, sind allerdings nur von kurzer Wirkung, da eben keine Anpassung der Grundlagenausdauer stattfindet. Von einem Effekt profitiert man zwischen 10 und 15 Tagen, weshalb im Leistungssport auch vorrangig in der unmittelbaren Wettkampfphase oder in intensiven Trainingsphasen damit gearbeitet wird. Fazit Das umsetzbare Trainingsmodell mit der Training-Mask ermöglicht signifikant lediglich eine kurzfristige Steigerung der anaeroben Leistungsfähigkeit

Resümee

Die Training-Mask darf keinesfalls als nutzloser Schwachsinn oder Gag abgetan werden. Richtig eingesetzt kann man davon sicherlich profitieren und das sowohl in Ausdauersportarten als auch in Sportarten die im gemischten Stoffwechsel ablaufen. Leider vermute ich, dass ein Gros der Anwender sich zu wenig mit der Thematik befasst und alles für bare Münze nimmt was das Marketing der Maske verspricht. Der heutige Artikel verschafft nur einen kleinen Einblick macht jedoch möglicherweise Lust auf MEHR Infos und mehr Wissen.
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