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Trainingsphilosophie: Bist du ein Praktiker oder ein Theoretiker?

Um ein Trainingsprogramm als „durchschlagend“ und „erfolgreich“ bezeichnen zu können, muss es in erster Linie einen wesentlichen Aspekt erfüllen:
  • - Im Falle einer Aufbauphase: Erhöhung des Muskelmasseanteils ohne dabei größere Mengen an Fett mit aufzubauen
  • - Im Falle einer Definitionsphase: Reduktion des Körperfettanteils ohne dabei größere Mengen an Muskulatur zu verbrennen.
Jeder Kraftsportler lässt sich am ehesten auf einem breiten Spektrum einordnen, welches durch zwei Stereotypen am jeweiligen Ende gekennzeichnet ist: dem Theoretiker und dem Praktiker. Natürlich gib es die Reinformen nicht besonders häufig, aber jeder von uns tendiert in gewisser Hinsicht zu einer Seite hin.
  • - Athleten, die tendenziell eher auf die Theorie, als auf die Praxis setzen, versuchen für alles, was sie tun, eine triftige Begründung zu finden, ihren Ernährungsplan aufs Gramm genau zu berechnen (und danach zu essen) und jede einzelne Wiederholung im TP festzuhalten. Der Hang geht in diesem Fall eindeutig zum Perfektionismus.
  • - Athleten, die tendenziell eher auf die Praxis, als auf die Theorie setzen, stürzen sich erst einmal ins Geschehen. Sie haben wohlmöglich auch einen Trainingsplan und eine ganze Menge Bro-Science-Wissen – aus diesem Grund reicht es ihnen oft schon aus, wenn jemand mit einer ordentlichen Statur eine Behauptung aufstellt, um diese zu übernehmen. Das Markenzeichen des Praktikers liegt darin, dass er weniger Fragen stellt und dafür mehr macht, in der Regel härter trainiert, aber auch öfter mit Schmerzen und Verletzungen zu kämpfen hat.
Nun fragt euch selbst: Wo würdet ihr euch selbst auf einem solchen Spektrum einordnen? Seid ihr mehr der theoriegetriebene Typ, der Studien wälzt und alle Details plant oder gehört ihr zu der praktischen Fraktion, die sich vor dem Training Motivationsvideos mit Hardcore-Athleten reinzieht und tendenziell eher auf ihr Gefühl, die Intuition und eine ordentliche Portion Aktion verlässt?

Extreme sind selten gut

Wir alle kennen vermutlich den typischen Bodybuilder-Ausspruch „Don’t overanalyze it,“ welcher auch allzu gerne mit „Paralyse durch Analyse“ beschrieben wird. Wer sich selbst eher in der Theoretiker-Ecke sieht, dem mangelt es vermutlich an der Fähigkeit den Kopf auch mal abzuschalten zu können und einfach Mal zu machen. Wenn man alles und jeden hinterfragt, kann dies aber dazu führen, dass man bei all der Recherche völlig vergisst, selbst zu trainieren. Theoretiker handeln oft nach dem Vorsichtsprinzip, aber denkt immer daran, dass euch der beste und raffinierteste Plan nichts bringt, wenn ihr nicht in der Lage seid hart und intensiv danach zu trainieren. Auf der anderen Seite kann dem Praktiker ein wenig fundiertes Hintergrundwissen bezüglich Training und Ernährung mit Sicherheit nicht schaden. Vielleicht kennen ja einige von euch CT Fletcher, welcher behauptet, dass es so etwas wie Übertraining gar nicht gibt; Fletcher ist mit Sicherheit der Prototyp des Praktikers, der auf Erfahrung und eigene Wahrnehmung setzt – und damit auch Erfolg hat. Zwar bin ich auch der Meinung, dass nur die wenigsten Kraftsportler jemals in ein waschechtes Übertraining abrutschen, allerdings denke ich nicht, dass es sich hierbei um einen Mythos handelt und das solltet ihr auch nicht. Jeder Mensch hat seine persönlichen physischen wie psychischen Limits. Hartes Training ist in jedem Fall eine subjektive Angelegenheit und eine Fähigkeit, die man sich über Monate und Jahre aneignen muss. Das Problem des Praktikers liegt aber darin, dass er zu wenig hinterfragt und oft auf Dinge hereinfällt, die ihn in seiner Entwicklung eher behindern, als das sie im Nutzen stiften.

Das Beste zweier Welten

Hierin wird deutlich, dass das Optimum nicht etwa auf einer Seite der Skala zu finden ist, sondern sich eher in der Mitte befindet. (Würde ich mich für eine Seite entscheiden müssen, würde ich trotzdem eher zum Praktiker tendieren, denn oftmals sind es diejenigen, die handeln, die Erfolg haben, als diejenigen, die zu viel zögern) Ihr mögt euch vielleicht fragen, weshalb es so wichtig ist herauszufinden, zu welcher Seite man neigt und welchen Sinn das Ganze hat. Die Antwort ist ganz einfach: Nur so könnt ihr eure Schwachstellen herausfinden und korrigieren. Um zu den erfolgreichen Athleten zu gehören, solltet ihr…
  • …in der Lage sein hart und intensiv zu trainieren und die Fähigkeit besitzen euch aufs Workout zu fokussieren und den Blick für das Wesentliche zu wahren
  • …über ein gewisses Fundament an Basiswissen in den Bereichen Training, Ernährung und Regeneration besitzen (und vielleicht darüber hinaus), damit ihr Ahnung davon habt, was ihr tut und warum ihr es tut. (Dies bedeutet nicht, dass ihr die chemische Formel für Creatin oder dergleichen auswendig können müsst!)
Fragt euch selbst zu welcher Fraktion ihr gehört und ob euch euer Verhalten von eurer weiteren Entwicklung abhält, etwa weil ihr über jedes einzelne Detail nachdenkt oder weil ihr euch Hals über Kopf ins Geschehen stürzt und anschließend pausieren müsst, weil ihr euch eine Verletzung durch fahrlässiges Vorgehen zugezogen habt. Der smarte Athleten verletzt sich selten, da er dazu neigt vorsichtig (aber auch lasch) zu trainieren. Das ist aber genauso schädlich, wie wenn ihr pausieren müsst, weil ihr es im Gym übertrieben habt. Fehlende Intensität sorgt für ausbleibende Erfolge. Fehlendes Training ebenso.

Die praktische Umsetzung

„Wissen ist Macht“- das wusste auch schon der englische Philosoph Francis Bacon. (Mhh…Bacon…!) Wenn ihr euch selbst analysiert und eingeordnet habt, könnt ihr mit einer Kurskorrektur beginnen, um euer Wachstumspotenzial und eure Erfolge beim Training zu verbessern. Praktiker: Wenn ihr euch eher bei den Praktikern seht, dann macht es Sinn euren Wissensschatz zu erweitern und euch mehr in die Materie des Bodybuildings einzulesen. Eine Maßnahme könnte zum Beispiel darin bestehen, dass ihr euch vornehmt für ein Jahr mindestens einen Artikel pro Tag zu lesen (z.B. hier bei den Fitnessfreaks!), was mit Sicherheit nicht zu viel verlangt ist. Ihr werdet ziemlich rasch feststellen, wie euch das Wissen um bestimmte Dinge in eurem Tun und eurem Verhalten beeinflussen wird – zum Positiven! Und ihr werdet diejenigen, die keine Ahnung haben und nur dumm rumsabbeln, leichter enttarnen können. Theoretiker: Seht ihr euch mehr in der theoretischen Riege vertreten, dann bedeutet das nicht automatisch, dass ihr euch nun nicht mehr informieren sollt – wie ich bereits sagte: Es sind die Extreme, die euch limitieren. Dennoch solltet ihr euch ins Gedächtnis rufen, dass euch all das Wissen, welches ihr euch angelesen habt, nichts bringt, wenn ihr es nicht umsetzt. Bruce Lee, der einzigartige Kampfsportler, der bis heute einen ansonsten ungekannten Ruhm genießt, sagte einst: „Knowing is not enough. We must apply. Willing is not enough. We must do.“ Macht euch nicht so viele Gedanken um Kleinigkeiten und macht auch ab und zu was Verrücktes (z.B. eine Woche mit 6 Trainingseinheiten, eine Powerlifting-Einheit oder einen 10 km Lauf). Ihr sollt euch natürlich nicht unnötig in Gefahr bringen, aber glaubt mir wenn ich euch sage, dass euer Körper zäher und widerständsfähiger ist, als ihr glauben mögt. Manchmal tut es gut den Körper mit etwas Unbekanntem zu schocken und die eigenen Grenzen auszuloten. Wer sich nur an Studien, Theorien und Büchern orientiert, der verpasst die einzigartige Gelegenheit mit seinem Körper großartiges zu vollbringen. Wann immer ihr merkt, dass ihr euch zu sehr in eine Richtung bewegt, solltet ihr kurz inne halten und euren Kurs korrigieren.
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