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Trinken bis zum bitteren Ende – Tod durch zu viel Flüssigkeit!

Etwas über das ich mich stark wundere sind einige Bodybuilder aus meinem Umfeld die sich immer und überall mit einer Gallonenflasche zeigen und stetig nur am trinken sind. Auch von anderen aktiven Sportlerinnen und Sportler hört du liest man immer wieder, dass Sie jeden Tag riesige Mengen Wasser in sich hinein schütten. 6,7 bis zu 10 Liter am Tag alles keine Seltenheit heutzutage. Ich habe im heutigen Artikel einige Informationen zum Thema trinken für Euch zusammen getragen um einmal fundiert zu klären wie viel Trinken denn nun Sinn macht und wann zu viel trinken in die Bro-Science abdriftet.

Wie viel Flüssigkeit ist nötig? – Das sagen Dachverbände

Um zu klären ob es ein „zu viel“ bei der Flüssigkeitsaufnahme gibt muss man sich zuerst einmal damit befassen was eigentlich als „notwendig“ angesehen wird. Die Vereinigung D-A-CH bestehend aus insgesamt vier Gesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt als notwendige Flüssigkeitsmenge pro Tag einen Gesamtwert von 35ml pro Kilogramm Körpergewicht und Tag aus. Für Best-Ager (ab 51 Jahren) werden nur noch 30ml pro Kilogramm Körpergewicht veranschlagt. Genau genommen muss von diesen 35ml pro kg/kg (bei einem 80kg schweren Mann also 2,8l/Tag) nun noch um die Wassermenge subtrahiert werden, die wir über feste Nahrung zu uns nehmen. Jedes Lebensmittel hat einen mehr oder weniger hohen Wasseranteil, darum kann man davon ausgehen, dass in etwa 0,9l Flüssigkeit pro Tag alleine hierdurch aufgenommen werden. Flüssigkeit die natürlich 1:1 in die Wasserbilanz des Tages eingerechnet werden muss was bedeutet, dass wir bei unserem 80kg Mann bei einer letztlichen Aufnahme über Getränke in Höhe von 1,9 Liter pro Tag landen. 1,9 Liter Flüssigkeit, aufgenommen über Getränke genügen im Durchschnitt um den Flüssigkeitsbedarf eines 80kg schweren Mannes zu decken! Für Sportler ist nun noch wichtig und interessant, wie viel zusätzliche Flüssigkeit aufgrund vermehrter körperlicher Aktivität aufzunehmen ist. Natürlich fällt dieser Wert an heißen Tagen etwas höher aus als an kalten Tagen, ich denke jedoch, dass viele FitnessFreaks in klimatisierten Studios trainieren wo ganzjährig eine Standarttemperatur herrscht, weshalb man es auch hier nicht übertreiben sollte. Durchschnittlich werden pro Stunde schweißtreibender, körperlicher Aktivität bei Männern 750ml Flüssigkeit notwendig. Für Frauen werden in etwa 240ml pro Stunde veranschlagt. Bezugnehmend auf unser Beispiel des 80kg Mannes wären wir also mit 75 Minuten Workout bei maximal 3l pro Tag als ausreichende Menge. Ein Workout im Fitness-Club ist nicht zu vergleichen mit einem Triathlon an der prallen Sonne bei 35 Grad, ich glaube das vergessen oder verwechseln viele! Auch eine brandaktuelle Veröffentlichung der Harvard-University sorgt für Aufklärungsarbeit in diese Richtung. Die Forscher sehen 1,5l pro Tag als ausreichende Menge an. 1,5 Liter die dem Dialysezentrum der Universität in Cleveland zur Folge auch wieder nicht zwangsläufig aus Getränken sondern auch aus Nahrungsmitteln stammen können. Hitze mache natürlich über erhöhte Schweißverluste eine höhere Menge notwendig. Zu keiner Zeit bewegen wir uns aber in Regionen die von manchen Athleten als notwendig angesehen werden. Fazit Die Menge an Flüssigkeit die unser Körper wirklich braucht wir in vielen Fällen überschätzt. Gerade Sportler neigen häufig dazu es mit dem Trinken zu übertreiben

Warum zu viel trinken auch gefährlich sein kann

Dass man es auch beim Trinken übertreiben kann greift oben bereits zitierter Artikel der Harvard-University nochmals auf. Es sei weder gesund insgesamt zu viel zu trinken, noch größere Mengen Flüssigkeit auf einmal aufzunehmen. Limitierendes Organ sind hier die Nieren die für die korrekte Filtration zuständig sind und bei einem zu hohen akuten Andrang an Flüssigkeit nicht mehr richtig arbeiten können. Aus Sportlerkreisen weiß man um schreckliche Fälle aus dem Football bei denen die sog. hypertone Hyperhydration neben klassischen Symptomen wie Kopfschmerz, Übelkeit, Zittern oder Hirnödemen sogar zum Tod geführt hat. 16 Liter Wasser wurden hier getrunken um damit angeblich Muskelkrämpfe zu vermeiden. Wird zu viel Wasser mit gleichzeitig zu wenigen Elektrolyten aufgenommen kommt es zu Missständen wie der sog. Verdünnungsnatriämie die entsteht, wenn extreme Mengen Flüssigkeit zu wenig Salz (oder allgemein Elektrolyte) enthalten und damit das Blut stark verdünnt wird. Fazit Auch beim Trinken gibt es ein „ zu viel“!

Wie kann man von gezielter Flüssigkeitsaufnahme profitieren?

Was viele vielleicht verwechseln ist der positive Einfluss auf eine Gewichtsreduktion den man sich von gezielter Flüssigkeitsausnahme erhoffen darf. Aus einer Studie der Zeitschrift Obesity wurde bekannt, dass man durch regelmäßige Aufnahme von Wasser vor den Mahlzeiten etwas besser Gewicht verlieren kann. Hier sprechen wir von insgesamt 2 Mahlzeiten zu je 500ml Mehrkonsum also insgesamt 1 Liter! Ebenfalls weiß man aus einer Studie von Davy et al, dass sich mit einem Wasser-Preload von 500ml vor den Mahlzeiten die Kalorienaufnahme zumindest bei älteren Personen reduziert. Eine Feststellung die 2007 bei jüngeren Probanden nicht bestätigt werden konnte. Fazit Die gezielte Aufnahme von Wasser vor Mahlzeiten kann möglicherweise eine Gewichtsreduzierung fördern. Immens hohe Gesamtmengen muss man dafür aber nicht aufnehmen

Resümee

Es mag vielleicht cool aussehen, mit einer riesigen Wasserflasche durchs Studio zu laufen. Ein wirklicher Sinn versteckt sich hinter der Aufnahme von Megamengen Wasser nicht
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