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Vergleiche Dich mit anderen für maximalen Erfolg!

Eigentlich empfehle ich meinen Schützlingen eher, nicht nach links und rechts zu schauen und sich nicht mit anderen Athleten, Freunden oder vielleicht sogar Szene-Profis sowie Body-Models zu vergleichen und in der Tat tue ich dies nicht ohne Grund. Jeder ist für sich ein Individuum, hat Stärken und Schwächen und darum ist es auch sehr schwierig die eigene Entwicklung mit der eines anderen Athleten oder einer anderen Athletin zu vergleichen. Wer sich mit den Body-Models und deren „geshopten“ Hochglanzfotos vergleicht läuft Gefahr irgendwann die Motivation zu verlieren wenn es nicht einmal annähernd in ähnlicher Art und Weise mit Fortschritten klappt. Gleiches gilt übrigens ebenfalls für die Maßnahmen! Was für A gut funktioniert muss für B deswegen noch lange nicht in derselben Art und Weise zum Erfolg führen! Was sich hier an Tücken verbirgt, wurde nun unter einem anderen Gesichtspunkt kritisch untersucht, nämlich dem der sozialen Normen. Eine neue Studie zeigt, wie es um das Leistungsgefälle im Rahmen eines Trainings mit und ohne Kenntnis der Leistung des Trainingspartners steht und erbringt hoch interessante Ergebnisse die ich Euch heute vorstelle.

Motivierende Konkurrenz

Forscher der Universität Saskatchewan in Kanada suchten sich 68 sportliche Probanden im Durchschnittsalter von 40 Jahren, die in eine Testgruppe und eine Kontrollgruppe eingeteilt wurden. Alle mussten ihre Kraftausdauer im Unterarmstütz unter Beweis stellen und wurden so dazu aufgefordert, diesen möglichst lange auszuhalten. Nach Durchgang 1 der bei der Testgruppe durchschnittlich 95,82 Sekunden ausgehalten wurde, erhielt diese in der zweiminütigen Satzpause Kenntnis über die Zeiten der andren Probanden bevor es an Satz 2 ging. Die Kontrollgruppe brachte es auf 90,09 Sekunden im ersten Durchgang und machte danach dieselbe Satzpause ohne jegliche Kenntnis zu den Zeiten der anderen Probanden zu erhalten.

Das Ergebnis

Im Ergebnis bot sich ein sehr eindeutiges und noch interessanteres Schaubild. Die Testgruppe konnte den Unterarmstütz entgegen aller Erwartungen in Satz 2 auf 99,79 Sekunden und damit um mehr als 4% steigern. Bei der Kontrollgruppe konnte in Satz 2 nur noch durchschnittlich 76,38 Sekunden gehalten werden, was einer reduzierten Zeit bis zur Erschöpfung von 18% entspricht!

Resümee

Die Forscher der Studie machen etwas für das Studienergebnis verantwortlich dass sich „Selbstwirksamkeit“ nennt. Der Glaube an die eigene Person lässt sich im Rahmen sozialer Normen stärken und führt so zu deutlich mehr körperlich umgesetzter Leistung. Was nun in der Theorie nun bewiesen zu sein scheint, habt ihr sicher das ein oder andere Mal schon selbst festgestellt wenn ihr mit einem stärkeren Trainingspartner trainiert habt. Zu sehen wie jemand 40kg mehr auf der Bank drückt als ihr, ruft eine Art autonome Reserve auf den Plan die es ermöglicht 110% zu geben und auch die eigene Bestleistung noch einmal zu übertreffen. Auch wenn es mit den 40kg mehr nicht klappt, möchte man sich trotzdem nicht die Blöße geben und wirklich alles Menschenmögliche aus sich herausholen. Genau diese Konstellation ist es, durch die ihr über Vergleiche neue Bestleistungen erringen könnt also nur zu – vergleicht Euch!

Quelle

Priebe, C., & Spink, K. (2014). Blood, sweat, and the influence of others: The effect of descriptive norms on muscular endurance and task self-efficacy Psychology of Sport and Exercise, 15 (5), 491-497 DOI: 10.1016/j.psychsport.2014.04.012
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