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Vorsicht vor Fitness-Lebensmitteln

In der Werbebranche sitzen die Meister der Täuschung! Die besten Marketingfirmen schaffen es mit deren Strategien sogar die weltgrößten Magier und Illusionisten übers Ohr zu hauen. Beispiele könnte ich euch zig aufzählen, einer der gewichtigsten und bekanntesten ist wohl das gute alte „light“. Wer heutzutage noch glaubt, dass „Light“ gleichbedeutend für gesund oder besonders kalorienarm steht hat sich geschnitten! Im Falle Erdnussbutter versteht sich „Light“ zum Beispiel darin, einem eigentlich gesunden Lebensmittel hochwertige Fettsäuren zu entziehen um im Gegenzug minderwertigen Einfachzucker einzumischen um damit den Gesamtkaloriengehalt pro 100 um Wert x zu reduzieren. Sinnvoll?  -  nein aber die Leute fallen drauf  herein und freuen sich einen Ast wenn sie heute den Wagen wieder mal nur voller „Light-Produkte“ haben. Um ein weiteres Beispiel soll es heute gehen gerade bei FitnessFreaks stehen mit „Fit“ oder „Fitness“ gekennzeichnete Lebensmittel hoch im Kurs. Das Problem an dieser Art  Kennzeichnung ist, dass sich Verbraucher dadurch in der Tat dazu verleiten lassen mehr davon zu essen. Es kommt aber noch schlimmer – Nicht nur, dass Verbraucher von „Fitness-Lebensmitteln“ mehr Kalorien zu sich nehmen, Sie bewegen sich auch noch weniger als Menschen die sich vom Begriff „Light“ in Zusammenhang mit dem Einkauf nicht lenken lassen. Ihr glaubt mir nicht? Dann lasst uns gemeinsam in die belegende Studie aus dem Journal of American Marketing Association sehen die neben der Pennsylvania State University sogar mitunter an der Technischen Universität München durchgeführt wurde.

Versuch 1

Jörg Königsdorfer und sein Team gaben in Versuch 1 an öffentlichen Orten vor, für ein neues Studentenfutter einige Geschmackstestes durch zu führen und verteilen in diesem Zuge an alle Probanden entweder eine als „Fitness-Studentenfutter“ deklarierte Verpackung mit 800g oder das selbe Produkt mit ebenfalls 800g aber in einer neutralen, nicht beschrifteten Verpackung. Alle Probanden hatten insgesamt acht Minuten zeit das Produkt geschmacklich zu testen und im Anschluss als einen Nachmittagssnack bewerten. Zudem beantworteten sie einige Fragen zu deren Person. Ergebnis Die Gruppe mit Fitness-Label verzehrt im Durchschnitt wesentlich mehr Kalorien als die Probanden mit ungelabeltem Studentenfutter. Am üppigsten griffen die Versuchspersonen in die Tüte die zeitgleich Angaben Probleme mit deren Körpergewicht zu haben

Versuch 2

Im Rahmen von Versuchsaufbau zwei erhielten die Probanden erst besagtes Fitness-Food oder das ungelabelte Studentenfutter. Sie wurden danach angehalten willkürlich lange eine Einheit auf dem Ergometer abzuhalten, zuvor erhielten sie jedoch eine Art Aufklärung zur Wechselwirkung zwischen Nahrungsaufnahme und körperlicher Betätigung Ergebnis Das Fitness-Label sorgte nicht nur für mehr aufgenommenes Studentenfutter sondern auch dazu, dass die durchschnittliche zeit auf dem Ergometer signifikant kürzer ausfiel. Offenbar sahen besagte Probanden das „Fitness-Food“ als Ersatz für körperliche Betätigung an

Versuch 3

Abschließend untersuchten die Forscher noch, inwieweit sich Probanden durch Zusatzinformationen zum Lebensmittel beeinflussen lassen. Eine Probandengruppe bekam hierzu gesagt, welch außerordentlichen Gehalt an Mikronährstoffen das Produkt doch habe. Gruppe 2 wurde zum sehr hohen Energiegehalt aufgeklärt. Ergebnis Probanden auf den hohen Energiegehalt hinzuweisen führt dazu, dass die Belabelung als „Fitness-Food“ seine Bedeutung verlor. Probanden die vor hatten Gewicht zu verlieren waren konsumierten alle gleichermaßen verhalten

Resümee

Marketing ist das meisterhafte Spiel mit psychologischer Manipulation. Beinahe schon beängstigend wie sehr sich der „normale“ Verbraucher von einfachen Begriffen, beiläufigen Erklärungen und Labels beeinflussen lässt. Nach dem heutigen Artikel steht zumindest ihr über den Dingen.

Quelle

http://journals.ama.org/doi/10.1509/jmr.12.0429
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