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Warum Frauen sich mehr bewegen und Männer weniger essen sollten

Leider Gottes werden noch immer viel zu häufig Männer und Frauen aus sportlicher Hinsicht über einen Kamm geschert und behandelt, als gäbe es keinerlei Unterschiede zu berücksichtigen. Die meisten Ernährungskonzepte halten ausschließlich Vorgaben für Männer bereit, Studien zu sportlicher Leistung oder Nahrungsergänzungen werden mit männlichen Probanden durchgeführt und auch die sportlichen Vorgaben die Personaltrainer ausgeben sind für Frauen dieselben wie für Männer nur eben mit etwas weniger Gewicht auf den Hanteln. Man denkt sich zwar, dass es sicher irgendwelche Unterschiede geben muss, Rücksicht nehmen bis dato nur wenige auf grundlegend unterschiedliche Dinge wie beispielsweise den Körperbau und vor allem natürlich den Hormonhaushalt. Eine neue Studie befasst sich mit der Frage, ob zwischen den Reaktionen von Frauen oder Männern auf bestimmte Stresshormone in Sachen Fettverbrennung Unterschiede bestehen. Wäre dem so, müsste man dies beim Aufstellen von Reduktionsdiäten und der damit verbundenen Planung von Ernährungs- und Trainingsstrategien unbedingt berücksichtigen.

Adrenalin (Epinephrin)

Bevor wir in die Studie einsteigen müssen wir uns ganz kurz mit einem Vertreter untern den Stresshormonen beschäftigen, dem Adrenalin, auch genannt Epinephrin. Es handelt sich dabei um ein aus dem Nebennierenmark stammendes Hormon welches für eine rasche Bereitstellung von Energie verantwortlich ist und urzeitlich für die sog. „Fight or Flight“ Reaktion vorgesehen ist. Unter seinem Einfluss kommt es zur Anhebung der Herzfrequenz, einer Erweiterung der Bronchien, einer Kontraktion von Blutgefäßen in Haut und Nieren, einer Weitung muskelversorgender Blutgefäße, einer vorübergehenden Inaktivierung der Verdauung, einer gesteigerten Mobilisierung von Fettsäuren über die Lipolyse, einer gesteigerten Freisetzung und Neubildung von Glucose (ansteigender Blutzuckerspiegel), einer Erhöhung des Energieumsatzes sowie einer vermehrten Schweißproduktion. Fazit Adrenalin wurde von Mutter Natur dazu gemacht, uns im Überlebenskampf, also in Stresssituationen mit genug Energie zu versorgen um entweder zu kämpfen oder zu fliehen. Wir provozieren einen starken Anstieg des Adrenalinaufkommens über Sport oder eine Nahrungskarenz

Adrenergic control of lipolysis in women compared with men

So lautet der Titel der Studie die sich mit dem Einfluss gezielter Adrenalingaben auf den Fettstoffwechsel, genauer gesagt die Lipolyse, bei Männern und Frauen befasst. Bis dato war bekannt, dass Frauen bei der Ausübung der gleichen Belastung mit derselben relativen Intensität anteilig mehr Energie aus dem Fettstoffwechsel beziehen, während bei Männern verstärkt der Kohlenhydratstoffwechsel eintritt und Kohlenhydrate oxidiert. Interessanter Weise tritt dies trotz der Tatsache auf, dass sich bei Männern generell höhere Konzentrationen an Katecholaminen vorliegen als dies bei Frauen der Fall ist, weshalb man davon ausgeht, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wirkung von Katecholaminen vorliegen. Die Studie untersuchte nun den Unterschied im Aufkommen an Fettsäuren und Glycerin bei Männern und Frauen unter Verabreichung von Ephinephrin. Einerseits wurde der oben genannte Effekt der verstärkten Lipolyse bei Frauen nochmals untermauert, andererseits konnten Rückschlüsse darauf gezogen werden warum dem so ist. Katecholamine stimulieren die Lipolyse über die Aktivierung von adrenergen Rezeptoren in den Zielgeweben, also hauptsächlich dem Fettgewebe aber auch den Muskeln, sie aktivieren aber auch antilipolytische adrenerge Rezeptoren. Während also mit dem Stimulus der adrenergen Rezeptoren die Fettverbrennung einen Gang höher geschalten wird, sorgt der Stimulus der antilipolytischen Rezeptoren dafür, dass gleichzeitig auf die Bremse gestiegen wird. In Summe entsteht daraus das gesamt-lipolytische Potenzial und genau hier liegt offensichtlich der Unterschied der Geschlechter. Die Forscher nehmen an, dass bei Männern neben lipolytischen Signalen auch verstärkt antilipolytische Signale ausgelöst werden, ein Verhältnis wie es bei Frauen nicht zu tragen kommt.

Resümee

Im Klartext scheint es so, als würden Frauen in Sachen Fettverbrennung besser auf einen belastungsbedingten Ausstoß an Adrenalin ansprechen als Männer. Man kann daraus nun also schließen, dass man als Frau gut damit beraten ist diesen Effekt zu nutzen und zur Fettverbrennung verstärkt auf Sport zu setzen. Für Männer könnte dies bedeuten, dass einerseits möglicherweise größere Effekte aus einem Kaloriendefizit zu holen sind, zum anderen deutet das Ergebnis aber auch darauf hin, dass eine Blockierung von a-adrenergen Rezeptoren durch Substanzen wie Yohimbin (welches eigentlich Frauen für hartnäckiges Problemzonenfett empfohlen wird) gerade bei Männern gesamtheitlich dafür sorgen können die Fettverbrennung zu fördern

Quelle

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25190743
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