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Warum Wheyprotein nach dem Training?

Um es gleich vorwegzunehmen liebe Kritiker des Nutrition-Timing… JA das wichtigste ist, sich überhaupt mit Protein zu versorgen! Auch wenn die Studienlage nicht eindeutig ist und es Untersuchungen gibt die Protein-Timing als nutzlos darstellen, existieren auch Hinweise darauf, dass es von Vorteil sein könnte Nährstoffe gezielt nach dem Training aufzunehmen, also warum diesen wenn auch nur vermeintlichen Vorteil herschenken, wenn aus der Umsetzung kein Nachteil droht. Wer sich dafür entschieden hat, eine gezielte Gabe von Nährstoffen nach dem Training einzuplanen, steht irgendwann vor der Wahl des richtigen Proteins. Schwimmt man mit dem Strom gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, nämlich die Zufuhr von Wheyprotein, denn so wird es überall propagiert. Habt ihr Euch schon einmal Gedanken darüber gemacht warum dem so ist?

Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion

So lautet der Titel einer Studie die sich mit dem Unterschied von Wheyprotein und Casein in Hinblick auf die Muskelproteinsynthese an 16 jungen, gesunden Probanden befasst hat. Die Unterschiede zwischen Wheyprotein und Casein liegen auf der Hand:
  • Wheyprotein liefert einen höheren Leucinanteil pro 100g
  • Casein liefert einen höheren Glutaminanteil pro 100g
  • Wheyprotein wird schneller absorbiert als Casein
  • Wheyprotein lässt den Blutaminosäurespiegel schneller steigen als Casein
Eben diese Unterschiede führten in unserer Untersuchung dazu, dass in Verbindung mit der Aufnahme von Wheyprotein ein kurzer und starker Anstieg des Blutaminosäurespiegels festgestellt wurde, während Casein einen weitaus weniger starken Anstieg des Blutaminosäurespiegels zur Folge hatte. Eben diese Eigenschaft sorgte für eine bei Wheyprotein gesteigerte Muskelproteinsynthese um 68%, während sich mit der Aufnahme einer identischen Menge Casein nur eine Erhöhung der Muskelproteinsynthese um 34% ergab. Was an dieser Stelle stark für die alleinige Aufnahme von Wheyprotein spricht, wird nochmals etwas relativiert, da man in dieser Studie ebenfalls festgestellt hat, dass sich im Verbindung mit der Aufnahme von Casein ein stabileres Leucin-Gleichgewicht einstellte, was gleichbedeutend mit einer Hemmung des Proteinabbaus über bis zu 7 Stunden nach der Aufnahme gewertet werden kann. Fazit Die Eigenschaften des Wheyproteins machen es in der Tat zu einem hervorragenden Protein nach einem intensiven Krafttraining, welches den Protein-Turnover in ein negatives Milieu verschiebt. Schuld an der positiven Wirkung ist sein stärkerer Einfluss auf die Proteinsynthese wie dieser von anderen Proteinarten zu erwarten ist. Die gleichzeitige Aufnahme von Casein allerdings, arbeitet von hinten herein und sorgt für eine lange anhaltende Hemmung des Proteinabbaus. Eine langsamere Resorption des Wheyproteins ist dadurch nicht zu erwarten

Rapid aminoacidemia enhances myofibrillar protein synthesis and anabolic intramuscular signaling responses after resistance exercise

Eine weitere interessante Studie untersucht, inwieweit es einen Unterscheid zwischen der sofortigen Aufnahme einer 25g Portion Wheyprotein und einer Aufnahme von je 2,5g auf 10 Gaben über 200 Minuten gibt. Hier konnte festgestellt werden, dass die Muskelproteinsynthese erheblich stärker Anstieg und auch über bis zu 5 Stunden stärker erhöht blieb, wenn das Wheyprotein als Einmalgabe zugeführt wurde. Der Grund hierfür wird eben falls in der schnell ansteigenden Blutaminosäurekonzentration und den damit verbunden metabolischen Reaktionen vermutet. Fazit Es besteht durchaus ein Unterschied darin, innerhalb kurzer Zeit eine größere Menge Protein aufzunehmen oder dieselbe Menge über eine längere Phase hinweg in kleinen Portionen zuzuführen

Resümee

Hier haben wir es mit zwei Arbeiten zu tun, die  sich PRO-Protein-Timing aussprechen. Obwohl eine zusätzliche Gabe mit Kohlenhydraten nicht berücksichtigt wurde, zeigen sich hier Hinweise auf Vorteile einer moderaten Einmalgabe mit Wheyprotein und Casein nach dem Training.

Quellen

Slow and fast dietary proteins differently modulate postprandial protein accretion (amino acid turnoverypostprandial protein anabolismymilk proteinystable isotopes) YVES BOIRIE*, MARTIAL DANGIN*† West DW, Burd NA, Coffey VG, Baker SK, Burke LM, Hawley JA, Moore DR, Stellingwerff T, Phillips SM.  Rapid aminoacidemia enhances myofibrillar protein synthesis and anabolic intramuscular signaling responses after resistance exercise. Am J Clin Nutr. 2011 Sep;94(3):795-803. Epub 2011 Jul 27.
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