Service-Line +49 322 210 956-22 / Mo.-Fr. 07:00 - 17:00
ab EUR 40 versandkostenfrei für DE

Was macht „fett“? - Sind gesättigte Fette reine Energielieferanten?

Wenn eine Fettsäureart den schwarzen Peter in Sachen Aufbau von Körperfett innehat, sind es die gesättigten Fettsäuren. Während man einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren viele Vorteile und Funktionen im Rahmen unseres Organismus nachsagt, werden gesättigte Fettsäuren als reine Energielieferanten dargestellt, die ausschließlich und sofort in die Fettzellen wandern. Sie sind zudem schuld an der Entstehung von Krankheiten, die in Verbindung mit unseren Gefäßen sowie der Herzgesundheit stehen  --  Stichwort Cholesterin! Schuld an dieser öffentlichen Meinung sind meist Verallgemeinerungen und mangelndes Fachwissen. Unter der gesundheitlichen Warte zum einen, besonders aber im Rahmen unseres Themas „Was macht fett“ , möchte ich mich im heutigen Teil 2 einmal mit der Charakteristik der unterschiedlichen Fettsäuren, insbesondere der gesättigten Fettsäuren beschäftigen um zumindest die Leserschaft von fitnessfreaks.com zu diesem Thema mit den notwenigen Informationen zu versorgen die es bedarf, um in Teil 3 dann einen Schritt weiter zu gehen und zu bestimmen, ob die Aufnahme gesättigter Fettsäuren in Sachen Fettaufbau tatsächlich gefährlicher ist als die Aufnahme ungesättigter Fettsäuren.

Unterscheidung bei Fettsäuren

Fettsäuren lassen sich nach der Anzahl enthaltener C-Atome in kurzkettige, mittelkettige und langkettige Fettsäuren unterteilen. Während kurz- und mittelkettige Fettsäuren nach deren Resorption ohne Umweg direkt von der Pfortader zur Leber transportiert werden, bauen sich langkettige Fettsäuren zunächst wieder zu Fetten auf, werden dadurch in eine wasserlösliche Form gebracht und nehmen dann den Umweg über die Lymphbahn und den Blutkreislauf in die Leber. Eine weitere Unterscheidung trennt gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren nach deren Anzahl und der Position von Doppelbindungen. Generell bestehen alle Nahrungsfette aus einer Kombination aller 3 Vertreter in einem unterschiedlichen Verhältnis. Während pflanzliche Nahrungsfette überwiegend aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen (Ausnahmen sind Palm- und Kokosfett), enthalten tierische Fettquellen wie Milchfett überwiegend gesättigte Fettsäuren. Fazit Fettsäuren lassen sich aufgrund mehrerer Merkmale voneinander unterscheiden. Jede Fettsäure besitzt einen spezifischen Charakter und erfüllt spezifische Aufgaben.

Charakteristik gesättigter Fettsäuren

Bei gesättigten Fettsäuren treten nur Einfachbindungen auf bei denen alle C-Atome mit Wasserstoff-Ionen ab gesättigt sind. Diese Eigenschaft macht Sie zu reaktionsträgen Komplexen.  Gesättigte Fette haben bei Raumtemperatur eine feste Konsistenz. Für unsere Ausgangsfrage ist wichtig zu wissen, dass es sich bei dem Begriff „gesättigte Fettsäuren“ um eine Fettsäure-GRUPPE handelt und nicht um eine einzige Fettsäureart. Auch wenn Sie der Gruppe der gesättigten Fette angehören haben Sie dennoch unterschiedliche Eigenschaften. Zu den gesättigten Fetten zählen beispielsweise Buttersäure (Butter, Milchfett), Laurinsäure (Kokosöl), Mystrinsäure (Kokosöl, Milchfett), Palmitinsäure (Palmöl, Fleisch- sowie Milchfett) und Stearinsäure (Fleischfett, Kakaobutter).  Während sich Stearinsäure in Stoffwechsel neutral verhält, unterstützt Mystrinsäure beispielsweise den Aufbau der Biomembran von Körperzellen und ist damit in die Regulierung zellulärer Funktionen involviert.  Spekuliert wird darüber, dass Mystrinsäure zudem die Verfügbarkeit mehrfach ungesättigter Fettsäuren wie DHA reguliert. Kurzgesättigte Fettsäuren wie die Buttersäure werden in erster Linie zur Energieversorgung der Darmephitelzellen und der Leber benötigt und hier noch vor Glucose und Glutamin als Energieträger herangezogen. Buttersäure reguliert zudem die Expression verschiedener Gene. Palmitinsäure ist in die Regulierung von Hormon involviert und greift zusammen mit Mystrinsäure in die zelluläre Immunfunktion und Kommunikation ein. Hinweise deuten darauf hin, dass Laurinsäure als Ausgangsmaterial für die Synthese von Omega-3-Fettsäuren eingesetzt werden kann. Hinsichtlich des Cholesterinaufkommen geht eine erhöhende Wirkung des LDL-Spiegels im Vergleich zu langkettigen gesättigten Fettsäuren wie Stearinsäure stärker von mittelkettigen Vertretern wie Laurinsäure, Mystrinsäure oder Palmitinsäure aus, da Stearinsäure in der Leber effektiv in einfach ungesättigte Ölsäure umgewandelt wird. Fazit Anders als vielfach behauptet, besitzen auch gesättigte Fettsäuren weit mehr Funktionen im Körper als ihm nur als Energielieferant zur Verfügung zu stehen

Resümee

Bei gesättigten Fettsäuren handelt es sich um eine Gruppe mehrerer Fettsäuren. Alle haben andere Eigenschaften und Funktionen und werden in den seltensten Fällen rein zur Bildung von Depotfett verwendet. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass gesättigte Fettsäuren in unserem Körper weit mehr Funktionen erfüllen und ungesättigten Fettsäuren hier in nichts nachstehen. Ob es also nun tatsächlich gefährlicher für den Aufbau von Fettdepots ist gesättigte Fette aufzunehmen oder ob es sich hierbei um einen Mythos handelt werde ich in Teil 3 behandeln. Unsere Eingangsfrage kann jedenfalls mit einem klaren NEIN beantwortet werden
Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Newsletter bestellen und informiert sein!