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Was passiert wenn das Fleisch willig aber der Geist schwach ist?

Wenn sich FitnessFreaks wie wir Gedanken über unsere Performance machen, geht es in den allermeisten Fällen darum, genug Kalorien, die richtigen Nährstoffe, ein gesundes Maß an Regeneration und natürlich knallharte Trainingseinheiten ab zu leisten. Wir machen uns Gedanken darüber, welche Nahrungsergänzungen die Leistungserbringung im Training pushen, wie wir unsere Muskeln maximal durchbluten, hydrieren und damit Hypertrophie auslösen und wie sich anabole Hormone zur Maximierung der Proteinsynthese stimulieren lassen. All diese Variablen sind in der Tat von enormer Bedeutung, dennoch bleibt eine äußerst wichtige Komponente außen vor, die geistige – mentale Fitness. Wie sich Defizite in diese Richtung auswirken zeigt eindrucksvoll eine Studie die ich euch heute vorstellen möchte. Hintergedanke dabei ist, das Spektrum aller FitnessFreaks zu erweitern um so allen anderen Trainierenden diesbezüglich einen Schritt voraus zu sein.

Wenn Körper und Geist eine Einheit bilden

Der Gedanke daran, dass unsere körperliche Leistungsfähigkeit nur dann zu 100% ausgeschöpft werden kann wenn auch der Geist wohl auf ist, zeigt allein schon die Anlage der motorischen Einheit. Jede einzelne Muskelkontraktion findet letztlich aufgrund eines Befehls ausgehend von unserem Gehirn statt, der über Nervbahnen an die an der Bewegung beteiligten Muskelfasern weitergegeben wird. Je nach Art und Intensität der Belastung werden unterschiedlich viele und natürlich auch unterschiedliche Arten von Muskelfasern angesprochen. Wie bei jeder Kette ist es auch hier das schwächste Glied, welches darüber entscheidet, wie stark die gesamte Einheit ist. Es kann also durchaus sein, dass alles was die körperliche Leistungsfähigkeit angeht, sprich Muskeln mit all ihren Energiedepots, die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff über das Blut sowie der fortwährende Abtransport von Stoffwechselendprodukten der eine Muskelübersäuerung hinaus zögert, in bester Ordnung ist, letztlich aber unser Nervensystem müde ist, Befehle noch in vollem Umfang weiter zu leiten und aus diesem Grund die Leistungsfähigkeit sinkt obwohl wir nutritiv und muskulär alles richtig gemacht haben. Fazit Körper und Geist bilden eine unlösbare Einheit. Das schwächste Glied entscheidet darüber, wie belastbar die gesamte Kette ist, bzw. wann Sie droht zu reißen

„Mental Fatigue impairs physical performance in humans“

Mit diesem Titel erschien im Januar 2009 eine Studie im Journal of Applied Physiology die an insgesamt 16 jungen Probanden (10 Männer und 6 Frauen) den Einfluss geistiger Ermüdung auf die Leistungsfähigkeit im Rahmen einer Maximalbelastung untersuchte. Auf die Bewältigung einer 90-minütigen, kognitiv sehr anspruchsvollen Aufgabe folge ein Leistungstest bis zur Erschöpfung mit 80% der maximalen Belastbarkeit. Die Probanden wurden nicht nur hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit mit und ohne kognitive Tests kontrolliert, sondern mussten auch einen Fragebogen zu deren Befinden und der psychischen Ermüdung bearbeiten. Im Ergebnis ließen sich unabhängig von Defiziten des Bewegungsapparates oder Herz-Kreislaufsystems signifikant kürzere Zeiten bis zur Erschöpfung in der Testgruppe im Vergleich zu Leistungstests ohne vorangehende kognitive Belastung feststellen. Die Auswertungen der Fragebögen ergaben mitunter, dass geistige Ermüdung generell dazu führte, dass die darauf folgende körperliche Betätigung deutlich anstrengender wahrgenommen wurde. Fazit Wie etliche Studien vor ihr, belegt auch diese Untersuchung einen Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit

Resümee

Für die Praxis ist von entscheidender Bedeutung, sich nicht nur um körperliche Fitness und körperlichen Ausgleich sondern um auch geistige und mentale Homöostase zu bemühen. Ich sage voraus, dass das Thema Entspannungstechniken für sportliche Zielsetzungen immer mehr an Bedeutung gewinnen wird.

Quelle

MENTAL FATIGUE IMPAIRS PHYSICAL PERFORMANCE IN HUMANS - Samuele M. Marcora, Walter Staiano, Victoria Manning - School of Sport, Health and Exercise Sciences, Bangor University, Wales, UK
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